Italien: Streit um Kruzifixe in Schulen geht zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
In Italien herrscht zurzeit großer Aufruhr um die Diskussion rund um die Kruzifixe in den Klassenräumen. Denn eine gebürtige Finnin klagte gegen den italienischen Staat, da sie als Atheistin ihre Kinder nicht in Schulen mit religiösen Symbolen schicken wolle.
Italienische Gerichte hatten, wie erwartet, die Klage abgewehrt, der Menschengerichtshof gab ihr aber Recht. Gegen diesen Beschluss wurde aber ein Einspruch erhoben, nun muss der Straßburger Gerichtshof darüber entscheiden. Das Ergebnis wird in ein paar Monaten zustande kommen.
Experten räumen aber der Finnin die größeren Chancen ein, da sie nur die "konfessionelle Neutralität" einfordert und diese muss in öffentlichen Räumen gegeben sein. In Italien stößt man damit natürlich auf Empörung, auch könnte diese Entscheidung Auswirkung auf andere europäische Länder haben.