30.06.10 06:21 Uhr
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Frau erhält Gefängnisstrafe, weil sie einen Radfahrer mit dem Auto überfuhr

Weil sie mit ihrem Auto, angeblich mit voller Absicht, einen Radfahrer überfuhr und ihn dabei lebensgefährlich verletzte, wurde eine zweifache alleinerziehende Mutter vom Landgericht Augsburg zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Die Ärztin wurde wegen versuchten Totschlags verurteilt. Der Fall ereignete sich im August 2008. Ein Radfahrer zerstörte bei einem Zusammenstoß den Außenspiegel am Auto der jetzt Verurteilten. Danach zeigte er der Frau zwei mal den "Stinkefinger".

Das hat die Frau so erbost, dass sie dem Radfahrer hinterher fuhr und ihn dann nach 1.800 Meter überfuhr. Die Frau beteuerte vor Gericht, dass sie den Mann nicht mit Absicht überfuhr. Das Gericht sah das anders und meinte, dass sie ihr Auto als Waffe benutzte.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Auto, Urteil, Körperverletzung, Radfahrer, Gefängnisstrafe
Quelle: www.open-report.de

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41 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.06.2010 07:14 Uhr von wordbux
 
+22 | -6
 
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Titel: Der Titel liest sich so als wenn die Frau Doktor zu unrecht verurteilt woren ist.
Zumindest für mich.
Die Frau hat abschtlicht den Radfahrer gejagt um ihn anzufahren.
Für mein Empfinden noch zu lasch das Urteil.
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30.06.2010 07:26 Uhr von halloechen
 
+35 | -11
 
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Ich hatte auch einen Unfall: mit einem Fahrradfahrer. Ich fahr ganz normal auf der Straße und plötzlich verlässt der Radfahrer den Radweg und fährt ohne Handzeichen auf die Straße. Das Ergebnis ist: Ich bekomme eine Anzeige wegen Verkehrsgefährdung und der Radfahrer soll unschuldig sein. Der Fahrradfahrer hatte ein paar Prellungen und Schürfwunden und mein Auto war total verkratzt. GLÜCKLICHERWEISE hatte ich einen Beifahrer, so das meine Aussage bestätigt wurde und der Fahrradfahrer die Anzeige wegen Verkehrsgefährdung bekam. Aber auf meinen Kosten bin ich sitzen geblieben, weil der Radfahrer 1. arm war und 2. keine Versicherung hatte.

Ich warte bis heute auf mein Geld... Fahrradfahrer sollten verpflichtet werden ihr Fahrrad Haftpflicht zu versichern, wie bei Autos und Moppeds etc auch.

Was ich damit sagen will, Fahrradfahrer sind nicht so unschuldig wie sie immer tun!

[ nachträglich editiert von halloechen ]
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30.06.2010 07:30 Uhr von British_Pest
 
+24 | -26
 
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Radfahrer: sind teilweise ganz schöne Pestbeulen.
Verstehe die Frau.
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30.06.2010 07:36 Uhr von Haruhi-Chan
 
+33 | -5
 
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Ihr mögt Recht haben.
Radfahrer sind ganz schöne Pestbeulen.
Aber das ist kein Grund sie absichtlich zu überfahren, daher: Keine Gnade, auch nicht für Doktoren!
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30.06.2010 07:46 Uhr von BessaWissa
 
+13 | -22
 
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Was soll die Frau denn machen? Ein typ steigt aus und knallt dem eine - ne Frau kann nur die Bullen rufen - die machen bei sowas NICHTS!

Deutschland ist ein Land der Assis geworden - nur der stärkere gewinnt.
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30.06.2010 07:48 Uhr von maretz
 
+10 | -10
 
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@halloechen: Klasse idee mit der Haftpflicht für Radfahrer... Und du zahlst das dann auch? Grad weil nen Fahrrad z.B. für Kinder unter 15 das einig legale Fahrzeug ist ... Und was machst du wenn beim nächsten Mal nen Fussgänger über die Straße geht (ohne Ampel o.ä.) und du den triffst? Haftpflicht für Fussgänger einführen? Also sorry, ICH lass mir kein Kennzeichen an den Ar... schrauben!

Und natürlich ist es unfair das man als Autofahrer generell die Probleme hat wenn man nen 2rad "trifft". Aber DAS gehört nunmal zu den täglichen Risiken des Lebens. Und ganz ehrlich: Wenn ich nen Fahrradfahrer "umfahre" (unabsichtlich) dann bin ich ehrlich gesagt erstmal froh wenn es nur nen paar Prellungen und Schrammen für den gibt. Mein AUTO is so zimlich das letzte was mich dann intressiert...

Und ganz ehrlich: Ob alleinerziehend oder nicht: Wer sein Auto als Waffe einsetzt verdient ne Strafe und auch ein Fahrverbot. Und sollte die Frau wirklich nen Doktor der Medizin haben dann sollte die auch durchaus nochmal über ihren Job nachdenken. Denn GRADE DANN muss die wissen wie solche Aktionen ausgehen können (die dürfte vermutlich schon den ein- oder anderen Unfall "PKW gegen 2-Rad" behandelt haben). Selbst wenn es sich dabei um Unfälle "Auto vs. Mopped" handelt dann sind die schon etwas heftiger - und die Motorradfahrer haben noch ne menge mehr Schutz als nen Radfahrer...
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30.06.2010 07:56 Uhr von halloechen
 
+10 | -11
 
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@maretz: Warum soll ich die Haftpflichtversicherung für andere bezahlen? Wer es sich nicht leisten kann, der hat halt Pech!
Die meisten Fahrradfahrer vergessen die Verkehrsregeln sobald sie auf dem Rad sitzen, egal ob sie einen Führerschein haben oder nicht.
In dem Moment, wo der Fahrradfahrer mir vor das Auto gesprungen ist, habe ich mich um den Fahrradfahrer gekümmert und ihm geholfen indem ich den RTW gerufen habe, aber MIR ist der Sachschaden entstanden, durch die rücksichtslose Fahrweise des Radfahrers.

JA, es sollte für jeden verpflichtend sein eine Haftpflicht Versicherung zu haben. Damit andere nicht auf dem Schaden sitzen bleiben, die Rücksichtslose Personen hinterlassen.

Wer weiß ob es überhaupt stimmt, das die Frau absichtlich den Radfahrer angefahren hat. Vielleicht hatte der Staatsanwalt noch etwas beim Richter gut und dieser hat ihn dann verurteilt...

[ nachträglich editiert von halloechen ]
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30.06.2010 08:13 Uhr von bluecoat
 
+12 | -14
 
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arme frau! Radfahrer zerstörte bei einem Zusammenstoß den Außenspiegel am Auto , danach zeigte er der Frau zwei mal den "Stinkefinger" ...ist doch ok gehört überfahren ! man sollte auf den parkplatz gehen und die aussenspiegel der Richter und des staatsanwalts abtreten !!!!!!!!!
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30.06.2010 08:17 Uhr von greatlyusa
 
+4 | -4
 
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mal was anderes: Also egal wer da jetzt schuld hat. Der Fahrradfahrer kommt wieder auf dem Fahrrad daher gefahren also hat er es wohl überlebt (Gott sei Dank) und die Fahrerin des PKW´s kommt auch wieder frei (irgendwann).

Wer dabei wirklich Schuld hat ist für uns Leser schwer zu beurteilen aber was wir doch alle beurteilen könnten aber keiner hier macht sind die Kinder der alleinerziehenden Mutter.

Die tun mir jetzt am meisten leid ohne Mami die auch noch im Knast sitzt und "vielleicht" unschuldig. Glaub auf sie kommen die wohl härteren Zeiten zu!

[ nachträglich editiert von greatlyusa ]
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30.06.2010 08:23 Uhr von Noquest
 
+10 | -8
 
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Verständlich Also Hut ab vor der Frau. Ich kann sie vollstens verstehen. Meine täglichen Erfahrungen mit Radfahrern in der schönen Stadt Flensburg sind auch eher negativ als erfreulich. Da wird bei Rot gefahren, die Kurven geschnitten und Stinkefinger gezeigt, als wären sie auch noch im Recht ... *Kotz auf diese Radfahrer und lass sie auf der K.... tötlich stürtzen ... Ist dann auch fraglich ob mir darin ein Vorsatz vom Staatsanwalt unterstellt werden kann ... ;)

Also die Wut der Frau kann ich verstehen, auch wenn dann ihre Handlung etwas zu energisch und unüberlegt war. Das Urteil hat sie zurecht bekommen. Leiden unter dem Urteil tuhen jetzt am meisten ihr Kinder ... und das hätte nicht sein müssen.

[ nachträglich editiert von Noquest ]
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30.06.2010 08:24 Uhr von lowlander
 
+6 | -13
 
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@halloechen Haftpflicht: Wer ist es denn, der mit völlig überteuerten, überschweren und stinkenden sowie sperrigen Blechkisten das Leben anderer gefährdet? Die Autofahrer!

Autos sind tödliche Waffen. Auch wenn die meisten Autofahrer sie nicht absichtlich als solche verwenden (Ausnahme hatten wir hier ja gerade), bleiben es immer noch Waffen, gegen die niemand (außer andere Autofahrer mit noch dickeren Blechkisten) eine Chance hat.

Von daher ist es ganz logisch, dass es so etwas wie Gefährdungshaftung gibt, und daraus leitet sich denn auch ab, dass man eben als Autofahrer logischweise ab und zu auf seinen Kosten sitzen bleibt. Es ist euer Privatvergnügen und die anderen zahlen schon durch die Gefährdung ihres Lebens, den Gestank und Lärm genug für dieses Privatvergnügen.
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30.06.2010 08:25 Uhr von jpanse
 
+7 | -5
 
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In der CH muss man sein Fahrrad Haftpflicht: versichern. Soll aber abgeschafft werden weil 90% aller Haushalte ne Private Haftpflicht haben. So wie ich auch. Ich muss die Vers. praktisch 2x bezahlen.

Die Grundidee ist nicht schlecht, auch mir ist schonmal ein Radfahrer am Spiegel hängen geblieben als er sich an der Ampel rechts neben mir vorbei drängeln wollte...dann ist er mit ganz flinken Beinen abgehauen. Bin noch hinterher, aber vor dem Stadtpark musste ich die Verfolgung einstellen :(

@lowlander: Kannst dir wohl kein Auto leisten?

[ nachträglich editiert von jpanse ]
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30.06.2010 08:31 Uhr von deathcrush
 
+7 | -8
 
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Verdammt RUNTER VON DER STRASSE MIT DEN FAHRRÄDERN!!!!!!!!

Ich finde einfach das Fahrräder auf einer Landstrasse GARNICHTS zu suchen haben.
Es gibt genug Feldwege und gut Ausgebaute Radwege.. jedenfalls hier bei mir.

Ich finde Radfahren auf der Landstrasse 100x gefährlicher als Motorrad fahren. Ein Motorrad schafft 100km/h ein Fahhradfahrer pendelt mit seinen 12-15km/h auf der Strasse rum.

Besonder schlimm ist es wenn man sie dann noch so schlecht sehen kann weil die Radfahrer kein Licht oder ähnliches haben.

Man fährt mit 100km/h auf der Strasse in seinem Auto.
Es kommt eine langgezogene Kurve in der man nicht sehr weit ins innere der Kurve sehen kann. Plötzlich hast du ein Fahhradfahrer vor dir der auch noch mitten auf dre Strasse fährt. Was bleibt übrig? Ausweichen.. und hoffen das kein Gegenverkehr kommt.. oder einfach drüberfahren? Und das leben des Fahrradfahrers zu riskieren.

Ich will nur niemanden wünschen das Leben eines Radfahrers auf dem Gewissen zu haben.

Ich bin selber Jahrelang Rennrad gefarhen.
Ja genau.. diese dinger die eigentlich GARNICHT auf Deutschen Strassen fahren dürfen.. weil keine zulassung für die StVO. Kein Licht, keine Klingel.. usw...

[ nachträglich editiert von deathcrush ]
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30.06.2010 08:34 Uhr von bigpapa
 
+8 | -3
 
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Haftpflichtversicherung: Ich finde sowas muss in Deutschland global per Gesetz eingeführt werden. Und zwar KEIN Kennzeichen für Fahrradfahrer sondern eine allgemeine die AUCH Unfälle mit einen nicht Motorisierten Fahrzeug übernimmt.

Oben schrieb einer sein Fahrzeug wäre verkratzt. Das ist sorry noch zu verschmerzen, aber stell dir mal vor, durch das Ausweichen würdest du dein Auto in den Graben fahren, Achsenbruch und die Karre ist Schrottreif. Du bist knapp bei Kasse (wer ist das nicht *g*) kannst dir kein neues leisten. Die Haftpflicht von dir muss nicht zahlen. Und du verlierst dein Job, kannst deine Raten nicht mehr bezahlen und bist innerhalb 1 Jahr als Hartz-4 sozialer Abschaum.

Und das absolut unschuldig.

Und glaub nicht, das diese Variante soo unwahrscheinlich ist.

Ich finde meine Idee mit der Gesetzlichen Haftpflicht für alle einfach sehr gut. Man kann halt nicht immer alles beeinflussen.


Gruß

BIGPAPA
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30.06.2010 08:35 Uhr von Iprah
 
+5 | -1
 
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überzogen: also sry .. ich versteh nich was in deren Kopf vorgeht, natürlich ist es ne schweinerei von dem Radfahrer, das ist Sachbeschädigung und von mir aus auch noch beleidigung, aber gleich überfahren? Ist ja wie im Mittelalter ;) Apfel geklaut --> Hand ab?! Vor allem wenn sie Kinder hat sollte sie evtl. auch mal an die denken und das es Konsequenzen hat wenn man so mir nichts, dir nichts nen Menschen überfährt sollte jedem klar sein, wenn nich noch ma zur Fahrschule bitte
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30.06.2010 08:35 Uhr von deathcrush
 
+2 | -2
 
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sorry -.- für den 2. post: Gegen Radfahrer in der Stadt habe ich nichts.. da fahre ich keine 80-100km/h und kann auch ohne Probleme ausweichen oder einfach mal stehenbleiben..
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30.06.2010 08:58 Uhr von DJCray
 
+9 | -2
 
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@ deathcrush: "Man fährt mit 100km/h auf der Strasse in seinem Auto.
Es kommt eine langgezogene Kurve in der man nicht sehr weit ins innere der Kurve sehen kann."

Ähm...

Du kennst noch die Verkehrsregeln?

Insbesondere §3 Geschwindigkeit

Aus (1)

"...Er (der Fahrzeugführer) darf nur so schnell fahren, daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, daß dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muß er jedoch so langsam fahren, daß er mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke halten kann."

Wenn man die Kurve nicht einsehen kann, dann muss man halt langsamer fahren.

Gruß
DJ
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30.06.2010 08:59 Uhr von U.R.Wankers
 
+8 | -1
 
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wer mit voller Absicht jemand überfährt: geht auch als Dr. völlig zu Recht in den Bau.

"Pkw als Waffe missbraucht, einen Mann überrollt und ihm nicht geholfen"


Sie hat beim überholen den ihr entgegenkommenden Radfahrer touchiert. wer sagt eigentlich, dass der Radfahrer die schuld am beschädigten Spiegel hat? Vielleicht war die Frau Dr auch schlicht zu blöd zum überholen?

Mit teils 50 Kilometern pro Stunde raste sie durch Trauben von Spaziergängern, die dem Wagen gerade noch ausweichen konnten. Über Gehwege, über Bordsteine, Schotterstraßen. Sie schafft es, den Radler einzuholen. Ungebremst knallt sie ihm in den Hinterreifen. Michael S. strauchelt, er kann sich nicht mehr halten, stürzt auf die Straße. Dagmar O. beschleunigt und überrollt den Mann...

sie steigt aus und brüllt "das macht der nie wieder!"
Noch Fragen?

Die Liste der Verletzungen ist lang:
Michael S. hat unzählige Brüche im Becken-, Bein und Brustkorbbereich, eine schwere Lungenquetschung, fast alle Rippen sind gebrochen, außerdem hat er Wunden am Kopf. Blut-überströmt wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte können nur mit knapper Not sein Leben retten.
Aber: Er wird für immer unter Behinderungen leiden.

Psychopathen die derart fahrlässig das Leben anderer gefährden, haben im Strassenverkehr nichts zu suchen.
Ein Aussenspiegel rechtfertigt keinen Amoklauf.

Das gleiche gilt für die Irren, die hier auch noch applaudieren.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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30.06.2010 09:05 Uhr von PeterLustig2009
 
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Seit wann ist die private Haftpflichtverischerung: keine Pflichtversicherung??


jeder Haushalt in Deutschland muss eine Haftpflichtversicherung abschließen!! Und diese zahlt auch bei verursachten Unfällen mit dem Fahrrad.
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30.06.2010 09:11 Uhr von maretz
 
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@hallöchen: Zum einen würdest du die Haftpflicht in jedem Fall mitzahlen. Denn wenn ich heute mit meinem Mopped losfahre und nen Tanklastzug mal eben von der Bahn dränge dann zahlt JEDER Versicherte diesen Schaden mit! Denn mit meinen 150 Euro/Jahr brauche ich bei solch einem Unfall nicht anfangen - und auch das hochstufen würde da nicht viel helfen. Also legt man den Schaden auf JEDEN Versicherten um - und schon ist das bezahlbar. Aber ehrlich gesagt meinte ich das weniger -> sondern: Nehmen wir an du hast 2 Kinder. Dann müsstest du für die ja auch die Haftpflicht mit zahlen soweit die Fahrrad fahren wollen. Jetzt nehmen wir nur mal an das sind 50E/Jahr/Person. Schon bist du bei einer durchschnittlichen Familie bei 200 Euro pro Jahr - nur damit die Fahrrad fahren dürfen! Dazu hast du aber noch die von "Papi einer Tochter" richtig bemerkte private Haftpflicht (grad wenn du Kinder hast macht das ja schon Sinn...). Und - wer soll das am Ende noch bezahlen?

Der andere Punkt ist das dir die Haftpflicht überhaupt nichts hilft. Denn: Die zahlt auch nicht in jedem Fall! Bei "grober Fahrlässigkeit" z.B. zahlt die nicht. Also: Was ist beim Radfahrer/Fussgänger "grob Fahrlässig"? Ohne Anzeigen einfach mal vom Fuss/Radweg aus quer über die Straße ziehen? (selbstverständlich ohne Rücksicht auf den Verkehr)? Ich glaub das könnte man dazu zählen... Und schon hat der Radfahrer eine wunderschöne Versicherung - die dir elegant den Vogel zeigt wenn du von DENEN Geld willst. (Wenn du mit dem Auto/Mopped mit 100 durch nen Ort ballerst und irgendwas triffst wird dir auch deine KFZ-Haftpflicht elegant sagen das die da nicht zahlen...)

Und grad beim Fahrrad/Fussgänger ist es noch etwas komplexer. Bei jedem KFZ muss ich eine Fahrerlaubnis haben damit ich es überhaupt auf der Strasse bewegen darf. Beim Fahrrad ist das anders (sonst dürften Kinder ja auch gar nich fahren... ich kann vom 6jährigem keine Fahrprüfung verlangen...). Da darf sich JEDER drauf setzen. Wie möchtest du da ne Versicherung schaffen?
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30.06.2010 09:26 Uhr von U.R.Wankers
 
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@deathcrush: "Ich bin selber Jahrelang Rennrad gefarhen.
Ja genau.. diese dinger die eigentlich GARNICHT auf Deutschen Strassen fahren dürfen.. weil keine zulassung für die StVO. Kein Licht, keine Klingel.. usw."

Was ist das denn für ein Stuss?

Frag doch bei der Polizei oder beim ADFC nach, bevor du solchen Blödsinn erzählst.

Auch wenn es du nicht damit klarkommst:
Natürlich darf man mit einem Rennrad die Strasse benutzen, Rennräder unter 11kg (quasi alle) benötigen keine fest angebrachten Lichter im Gegensatz zu anderen Rädern. Das Mitführen ist jedoch Pflicht.
(Moderne Akkuleuchten sind extrem hell, klein und handlich).

Mal ganz Allgemein:
Grundsätzlich hat man als Autofahrer Rücksicht auf Schwächere Verkehrsteilnehmer zu nehmen (Kinder, Fussgänger, Radfahrer).

Wenn der Autofahrer dem Hindernis nicht rechtzeitig ausweichen bzw. davor bremsen konnte, war er auf schlicht zu schnell unterwegs. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Radfahrer handelte oder z.B. um einen umgestürzten Baum oder ein Kind, denn man darf immer nur so schnell sein, das man vor plötzlich auftauchenden Hindernissen rechtzeitig anhalten kann.

Aus der Kennzeichnung alleine ergibt sich jedoch noch keine Benutzungspflicht. Viele Radwege in Deutschland sind trotz der Beschilderung auf Grund ihrer Anlage nicht benutzungspflichtig.

Fahrradwege müssen nur benutzt werden, wenn sie durch Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet sind. Für nicht gekennzeichnete Fahrradwege (und da gibt es einige), besteht keine Fahrradwegbenutzungspflicht.

http://de.wikipedia.org/...

Mich hat auch schon ein Irrer auf eine fast leeren 2 spurigen Strasse abgedrängt, weil er meinte, ich hätte den Radweg zu benutzen. Allerdings hat das eine Polizeistreife in der Nebenstrasse gesehen. Ende vom Lied: Anzeige wegen Nötigung, Geldstrafe und Punkte.

Zudem ergibt sich (auch wenn viele Autofahrer anderer Meinung sind) aus einem Fehlverhalten nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer noch kein Recht diese zu verletzen oder zu töten.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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30.06.2010 10:05 Uhr von Essig_Gurke
 
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@ alle Radfahrerhasser: Ich bin nur mit dem Rad unterwegs ( Mangels Führerschein und erforderlichem Alter) Und muss sagen, dass auch wenn man schnell fährt( für Fahrradverhältnisse) es Durchaus möglich ist sich Verkehrskonform zu verhalten. Die meisten machen dies jedoch nicht. Ich versuche mich so unauffällig wie möglich auf der Straße zu verhalten, was bei manchen "autofahrern", die mich eher an Leute aus dem Autoscooter erinnen relativ schwierig ist
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30.06.2010 10:08 Uhr von maretz
 
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@UR Wankers: Wenn eine Autofahrer nicht rechtzeitig ausweicht... dann war er zu schnell unterwegs?

Ähm - ok. Du fährst also mit 30 durch die Gegend (oder langsamer) weil nen Radfahrer auf dem Radweg NEBEN DER STRASSE ggf. plötzlich auf die Straße fahren könnte? Sorry - glaub ich nicht.

Ich fahre selbst viel mit nem Mopped - und halte daher (egal ob ich mit dem Auto oder motorrad fahre) immer einen großzügigen Abstand zu Zweirädern ein. Denn ich hab selbst schon das ein oder andere mal nen "spontanen Spurwechsel" gemacht weil mich nen Windstoß erfasst hat. Und bei ner vollverkleideten Rennmaschine hab ich bei Seitlichen Winden die Aerodynamik eines Wandschrankes... ABER: Fährt nen (erwachsener - bevor jetzt wieder jemand mit Kindern kommt!) Radfahrer auf seinem Radweg dann fahre ich da ganz normal vorbei. Ich bremse dafür nicht runter, ich fahre nicht mit mehr Abstand oder sonstwas - der hat seine "eigene Spur" und wird damit auch so behandelt. Und wenn der dann plötzlich auf die Straße wechselt dann sehe ich die Schuld nicht unbedingt darin das ich zu schnell unterwegs war.

Oder die beliebten Radfahrer die meinen das Seitenstraßen plötzlich Vorfahrt haben nur weil DIE da rauskommen. Nun - wenn du auf ner Vorfahrtsstraße bist hälst du an jeder Kreutzung/Einmündung an nur weil da jemand kommen könnte? Also defensiv fahren in allen Ehren - aber ich glaub dann würdest du deinen Führerschein nie bestehen da der Prüfer DAS als zu vorsichtig sieht... (Nebenbei erzeugst du dann nen Auffahr-Unfall weil ich dahinter nich damit rechne das jemand einfach mal so anhält...). Nagelt da also nen Radfahrer einfach auf die Straße und du nietest den um - dann brauchst du nicht zu schnell gewesen sein...

Auch gern genommen: Rote Ampel. Wenn ich bei Grün über ne Kreutzung fahre dann rechne ich üblicherweise NICHT damit das jemand von der Seite kommt (die einzigen die das dürfen haben normal so "Sonder-Vuvuzelas" mit Blaulicht auf dem Dach und machen da auch gehörigen Lärm + Disko-Beleuchtung!). Nun - für Radfahrer ist aber ne "rote Ampel" etwas das pauschal nur für Autos gilt (selbst ne rote Fussgänger-Ampel!). Also wird auch gern mal rübergefahren. Nun - muss man da zu schnell fahren um nen Radfahrer zu erlegen? Oder hälst du auch vor ner Kreutzung bei Grün an um zu gucken ob nen Radfahrer in der nähe ist?

Und natürlich rechtfertigt es NICHTS das man einen Radfahrer absichtlich bedrängt. Ihr Radfahrer habt da im Gegensatz zu "uns" Motorradfahrern nur einen Nachteil: Ich kann einem Autofahrer auch folgen bzw. dem notfalls auch die Tür mit ner Beule verzieren wenn der mir zu nahe kommt (durch die Stiefel merk ich da nich viel von!). Und wenn ich sehe das nen Autofahrer nen Radfahrer absichtlich bedrängt dann kannst du mir glauben das ich auch beim Radfahrer anhalten würde u. dem meine Daten gebe -> da ich jeden Radfahrer unterstütze der solche Autofahrer anzeigt. ABER: Auch die andere Seite kenne ich. Nen Radfahrer der meint er hätte die Straße gemietet und komplett in der Mitte fährt (damit auch niemand vorbeikommt). Und wehe du versuchst dann mit dem Mopped zu überholen - da wird dann auch mal unberechenbar nach links oder rechts gezogen. Bei solchen Leuten gibts dann an der nächsten roten Ampel auch mal ne kurze Ansprache (wenn der einmal steht dann kann der auch nich mehr nach Links/Rechts ziehen - und ich kann mit dem Mopped immer daneben fahren!). Oder die oben geschilderten Fälle - bei denen man die Kollision nur mit ner Vollbremsung verhindert und der Radfahrer einen dann noch den Vogel zeigt. Was meinst du wie oft mir da scho der Puls ging und ich ernsthaft überlegt habe den Radfahrer vom Rad zu holen? (Ich denke du wirst als Radfahrer auch schon die ein- oder andere Vollbremsung hinter dir haben und wissen wie schön das dann ist wenn man am rutschen ist - und dabei selbe Gedanken gehabt haben. Nur das ich nicht 10-15 KG halten muss sondern über 200 KG...).

Von daher mal ganz ernsthaft: "Ihr" Radfahrer steht "uns" KFZ-Fahrern da in nichts nach. Hier ist der eine oft nicht besser als der andere... Und die einzige Lösung wäre wenn BEIDE Seiten ein wenig überlegen -> nur da ist die Chance auf realisierung leider bei 0... Das ganze Problem an der Sache (und das vergißt nen Radfahrer zimlich oft): WENN es Knallt dann hab ich entweder ne menge Blech um mich umzu oder ne dicke Lederkombi. Und es hilft dem Radfahrer wenig wenn der sogar im Recht war -> und auf dem Stein dann steht "Und ich hatte DOCH vorfahrt!". Denn ich hab nach so einer Kollision vermutlich keine körperlichen Schäden (ob da gewissensprobleme auftreten weiss ich nicht - ich habe zum Glück noch nie einen Radfahrer/Fussgänger getroffen!). Ich hab also nur ein wenig Geldverlust...
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30.06.2010 10:11 Uhr von bigpapa
 
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@PeterLustig2009 + maretz: @PeterLustig2009

Weil es noch nie Pflicht war. LEIDER , nach Aussage vieler Leute die ich kenne.

Nur das sind Kosten, und die z.Z. 3 x minus bei mein Kommentar von eben beweisen mir, das diese Leute alle denken, wieso soll ich Geld ausgeben, es passiert schon nix, und wenn auch egal bei mir ist eh nix zu holen.

Dazu nur als Anmerkung : Als Schuldner hole ich mir ein Titel und dann hilft auch keine Privat-Insolvenz mehr, dann hole ich mir alles für die nächsten 30 Jahre was ich kriegen kann.


@maretz

Zitat von dir : "Wenn eine Autofahrer nicht rechtzeitig ausweicht... dann war er zu schnell unterwegs?"

Anwort : JA, das lernst du in jeder Fahrschule. Das Bild mit den Kindern wo der Ball auf die Strasse rollt, und die Kinder hinterher. Da lernst du auch, das es ältern Radfahrern verboten ist, auf den Bürgersteig zu fahren und du deshalb IMMER damit rechnen musst, das die wieder auf die Strasse fahren. Wenn du das nicht gelernt hast, gehe zu Fuß zu deiner Fahrschule, hole das Geld wieder und mach den Führerschein neu.

Was Versicherungern angeht :
Wie kommst du auf das schmale Brett das Versicherungen draufzahlen. ??

Eine normale Mofa/Roller bis 25 km/h kostet ca. 90 Euro.
davon gehen schätzungsweise 10 Euro Verwaltung ab.
Also bleiben 80 Euro übrig. Ein normaler Unfall kostet selten mehr als 5000 Euro. Weil der Rollerfahrer muss ja den Schaden machen, und das ist nicht so einfach, ohne Knautschzone und mit den bisschen Speed. macht ein Verhältnis von ca. 1:150. Das heist wenn jeder 150 Rollerfahrer ein Unfall in den Kostenfaktor pro Jahr macht, stehen die Versicherungen 0:0 da.

Da aber meistens die Autofahrer mit illegalen Überholmanöver (und das ist JEDES ohne 1.5 Meter Mindestabstand) an ein Unfall Schuld sind, ist es die KFZ-Versicherung die steigt. Oder was glaubt Ihr wieso die so günstig sind die Rollerversicherungen des "kleinen Nummernschild" ? KEIN UNTERNEHMEN ZAHLT AUF DAUER DRAUF. !!!!

Sehe doch bitte die Welt mal wie sie ist, nämlich "bescheiden" (das andere Wort streicht mir die Zensur hier *fg*)

Gruß

BIGPAPA

[ nachträglich editiert von bigpapa ]
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30.06.2010 10:17 Uhr von EvilMoe523
 
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Diese Diskussion ist irgendwie ulkig als Autofahrer kann man von Radfahrern auf der Straße ja halten was man will, aber wie mein Vorposter schon ausführlich darstellte:

Fakt ist doch, dass wir Autofahrer es sind die darauf achten müssen und es ist OKAY. Irgendwie scheint hier nahezu Jeder das Grundprinzip des Vorausschauenden Fahrens nicht begriffen zu haben. Wenn ein Radfahrer vor mir fährt, rechne ich eben mit ALLEM... das er ausschwengt, sich selber auf die Fresse legen könnte vor meinem Auto.... ist doch genauso mit ballspielenden Kindern auf den Gehwegen... da bremst ihr doch auch ab, weil das Kind dem Ball hinterherlaufen könnte. *schüttelt den Kopf*

Und zum Thema: Jemand mit Absicht überfahren wollen ist das Letzte. 5 Jahre sind da eigentlich noch zu wenig, aber immerhin.

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