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Kanadische Forscher bestätigen ungewöhnlichen Exoplaneten

Eine Forschungsgruppe von der Universität Montréal in Kanada unter der Leitung von David Lafrenière untersuchte das Sternsystem "1RXS1609". Das System befindet sich im Sternbild Skorpion und weist einen der am weitesten von seinem Zentralgestirn entfernten Exoplaneten auf, wie sich nun herausstellte.

Das fragliche Objekt wurde bereits im April 2008 entdeckt, jedoch musste erst bestätigt werden, dass es sich tatsächlich um einen Exoplaneten handelt. Beobachtungen mit den hochempfindlichen Instrumenten des Gemini North-Teleskops auf dem hawaiianischen Vulkan Mauna Kea lieferten jetzt den Beweis.

Demnach umkreist der Exoplanet seinen Stern im Abstand von 300 Astronomischen Einheiten, was der zehnfachen Entfernung Neptuns von der Sonne entspricht. Der Gasriese ist achtmal schwerer als Jupiter und besitzt aufgrund seines jungen Alters eine Oberflächentemperatur von rund 1.500 Grad Celsius.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Teleskop, Astronom, Exoplanet, Himmelskörper
Quelle: www.astronomie-heute.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2010 13:39 Uhr von alphanova
 
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Eine Astronomische Einheit ist die durchschnittliche Entfernung der Erde von der Sonne, also etwa 150 Millionen Kilometer.
Die große Entfernung von seinem Zentralgestirn ist ungewöhnlich, weil sich die meisten bisher entdeckten Exoplaneten wesentlich näher an ihrem Stern befinden. Manche kratzen sogar förmlich an dessen Oberfläche.
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29.06.2010 14:43 Uhr von EdwardTeach
 
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Ziehmlich: groß die Umkreisung. Das Zentralgestirn muss aber demnach eine ziehmlich hohe Gravitation besitzen, wenn dieser Exoplanet sich nicht aus dessen Bahn löst.
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29.06.2010 15:35 Uhr von CHR.BEST
 
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Interessant: Hab mal gehört, daß Gasriesen in den Randzonen eines Sonnensystems eine Grundvoraussetzung dafür sind, daß sich kleinere, innere Planeten auf stabilen Bahnen halten können. Sprich: Kleine Planeten mit fester Oberfläche wie die Erde.

Ich frage mich, wie dieser Exoplanet gefunden wurde, denn meines Wissens benötigt man dazu einen Sonnendurchgang des Planeten (d. h. der Planet verdeckt zeitweilig einen Teil der sichtbaren Sonnenscheibe und sorgt so für eine periodische Hellikeitsschwankung, die dann gemessen werden kann).

Allerdings braucht der Neptun fast 165 Jahre, bis er sich einmal komplett um unsere Sonne bewegt hat. Ein Beobachter von außen müßte auf diese Weise also viel Zeit haben, um in Neptun einen Planeten zu erkennen.
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29.06.2010 15:56 Uhr von alphanova
 
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@CHR.BEST: Du beschreibst die so genannte Transfermethode zur Auffindung von Exoplaneten.
Es gibt allerdings noch einige andere gängige Verfahren.
Hier ist ein kurzer Überblick:
http://de.wikipedia.org/...

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