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USA: Waffenlobby bringt Schusswaffengesetz zu Fall

Der oberste US-Gerichtshof in Washington hat das Recht auf Waffenbesitz auf die ganze USA ausgeweitet. Somit können nun die einzelnen Bundesstaaten keine Waffenverbote bzw. Waffengesetze mehr erstellen.

Die Entscheidung für dieses Gesetz fiel sehr knapp aus, mit 5:4 Stimmen wurde das Gesetz bestätigt. Dieses Urteil wurde von der starken Waffenlobby mitgetragen. Ausgangspunkt war das strikte Waffenverbotsgesetz in Chicago, welches nun gekippt wurde.

Zurzeit besitzen ca. 90 Millionen Amerikaner rund 200 Millionen Waffen, durch diese sterben ca. 80 Menschen pro Tag.


WebReporter: andi15am20
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Politik, Waffe, Verfassung, Gerichtshof
Quelle: www.spiegel.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.06.2010 19:53 Uhr von andi15am20
 
+31 | -8
 
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Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, eher das Land der unbegrenzten Lobbyistenarbeit und Korruption!!
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28.06.2010 19:55 Uhr von sodaspace
 
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armes krankes land: wie arm muss man denn als politiker sein!
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28.06.2010 20:19 Uhr von derReisende
 
+11 | -24
 
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28.06.2010 21:17 Uhr von mysteryM
 
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ca. 80 tote am Tag reichen anscheind nicht aus Man rechne sich das mal durch.
ca. 80 Tote am tag x 365 Tage = 29200 Todesopfer im jahr durch Schusswaffen..... wen die mal kein an der Waffel haben.

[ nachträglich editiert von mysteryM ]
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28.06.2010 21:28 Uhr von Suppenhund
 
+11 | -3
 
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USA ist eine Nation unter Gott: Alles streng gläubige Christen, die brauchen ordentliche Wummen!


[ nachträglich editiert von Suppenhund ]
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28.06.2010 21:55 Uhr von derReisende
 
+4 | -11
 
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Ich bin ganz klar für das Waffengesetz.
Nicht weil ich gern ballere..(ich hab selber keine Waffe ), sondern weil ich einfach der Meinung bin, wenn in diesem Land Waffen erlaubt sind, dann für alle und nicht nur für ein paar Auserwählte.
Allerdings würde ich es nicht ablehen, wenn dieses Waffengesetz auch bei uns gelten würde.
Manch Halbstarker würde es sich dann 2x überlegen, ob er in der U-Bahn einen alten Opa verprügelt, wenn er damit rechnen muß, daß der sich wehren kann.
Und manche Einbruchserie würde verhindert, wenn die Täter mit Gegenwehr rechnen müßten.
Denn auf das hiesige Gesetz zu hoffen ist sowas von weltfremd....da ist man nur verraten und verkauft.....( aus eigener Erfahrung...)
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28.06.2010 22:08 Uhr von Parlan
 
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Finde die Entscheidung richtig denn die Klage vor dem US Supreme Court begründete darauf, dass z.B. in Chicago und Washington D.C jeglicher Waffenbesitz verboten war.

Unter Anderem wurden auch keine Waffenscheine (Waffe darf wie hier nur Zuhause/Schießstand sein) und insbesondere keine Berechtigung zum offenen Tragen (Waffe in der Öffentlichkeit Sichtbar Tragen) und erstrecht kein verdecktes tragen der Waffe (Waffe darf überall mitgenommen werden unter Jacke usw.) in den Genannten Städten ausgegeben.

Und darauf Beruhte die Klage, dass hier mit Zweierlei Maß Recht gesprochen wurde..in den genannten Städten hatten Privatpersonen keine Erlaubnis / Möglichkeit Legal eine Waffe zu besitzen, in den meisten Staaten hingegen schon.

Und sind wir mal Ehrlich…80 Menschen am Tag werden in den USA durch Schusswaffen getötet ( Finde ich auch nicht gut, einer ist schon zu viel), da wird einen doch klar sein, das der Überwiegende Teil dieser Menschen durch nicht angemeldete, sprich durch Illegale Waffen getötet wurden und dies auch in Städten wie Chicago wo man bis kurzem keine Waffe haben durfte.

Und genau da wünschte ich mir auch ich hätte Zuhause in meinen 4 Wänden eine Handfeuerwaffe zur Selbstverteidigung wenn ein Einbrecher meine Familie und mich Aufsucht.
Erstrecht auf dem Land wo es bis zu 30 Minuten nach dem Anruf braucht bis die Polizei da ist.

Die Verbrecher kümmern sich nicht um einen Waffenschein…der holt sich die Waffe auf dem Schwarzmarkt….der Hausbesitzer der ohne Polizei dasteht hätte bis vor dem Urteil keine bekommen….

Wie gesagt…schätzungsweise 90% aller getöteten sind eh durch Illegale Waffen umgekommen… ;-)
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28.06.2010 22:29 Uhr von Perisecor
 
+5 | -6
 
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Die meisten Morde werden natürlich nicht mit legal erworbenen Waffen durchgeführt.

Was passiert, wenn man selbst keine Waffe tragen darf und Verbrecher, welche sich nicht an Gesetze halten, sieht man ja z.B. in England, wo Verbrechen mit Schusswaffen extrem in die Höhe gingen, als der private Besitz verboten wurde.

http://www.tagesschau.de/...

Zum Thema allgemeine Kriminalitätsrate in den USA.

@ Getschi

"Dann kannst du genauso gut dafür sein, dass man es allen verbieten. "

Oh, und da halten sich Verbrecher neuerdings dran?

"...weil er ihn einfach abknallen kann."

Nö, der Opa kann die Halbstarken auf Distanz halten oder andere Passanten greifen ein.

"Und so mancher Sohn würde abgeknallt, wenn er sich nachts ins Haus schleicht."

Nö.
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28.06.2010 22:31 Uhr von derReisende
 
+2 | -4
 
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@getschi: Natürlich sind deine Argumente auch nicht von der Hand zu weisen und ich bin selber auch nicht so gewaltbereit.

Allerdings muß man sich auch mal eingestehen, daß wir uns viel zu sehr auf die Gesetze und die ausführenden Organe verlassen, als selber etwas zu tun. ich bin da nicht besser...

Versetz dich mal in die Sichtweise der "Verbrecher", dir kann doch gar nix passieren...hast du Glück, kommst du mit guter Beute davon, hast du Pech, kommst du vor den Haftrichter und gehst anschließend Pizza essen.......so ist das heutzutage.
Und auch das sind leibhaftige Erlebnisse...!!!!!!

Wenn du allerdings damit rechnen mußt, das dich der Hausherr ganz legal über den Haufen ballert, wenn er dich erwischt, dann kommen doch (vielleicht) Bedenken auf.

Man kann dies ja auch mal als Gedanke mitnehmen, um zu überdenken, wo wir uns derzeit befinden.
Fakt ist jedenfalls, daß man als Opfer keine Chance hat, während der Täter mit Samthandschuh anzufassen ist, damit ihm ja kein Haar gekrümmt wird.
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28.06.2010 22:42 Uhr von cefirus
 
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Zitat Autor: <<<eher das Land der unbegrenzten Lobbyistenarbeit und Korruption!! >>>

Von Traditionen kann man halten was man will, in den USA sind Handfeuerwaffen bedauerlicherweise stark in die Kultur eingebettet. Man kann es nicht auf eine Waffenlobby schieben, denn wie man sieht, sind es nicht wenige Amerikaner, die eine oder mehrere Waffen ihr eigen nennen. Man hat hier sozusagen im Sinne der Bürger entschieden und das knappe Ergebnis spiegelt den Willen des Volkes wieder.
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28.06.2010 22:54 Uhr von Perisecor
 
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@ Judas II: "aus einbruch würde nur öfter raubmord werden. und aus schlägerein morde/todschläge."

Jaja, solches Gerede gab es auch zum Thema three strikes laws - und, was ist, die Taten sind nicht schlimmer geworden.

In vielen Gegenden der USA muss man einfach keine Angst vor Einbrechern haben, weil die wissen, dass das Haus mit starker Waffengewalt verteidigt wird.

"und ich kann auch gut drauf verzichten, das die ganzen ghettogangster auchnoch alle mit ner knarre rumlaufen, und aus "alder, hast du problem? isch box disch krankenhaus!" ein "alter, hast du problem? friss blei!" wird..."

Das ist zumindest in den USA überhaupt keine Zielgruppe für (legale) Schusswaffen.

"oder die werden übern haufen geschossen ..."

Unwahrscheinlich. Ich mag nur dezent auf diverse "Schulmassaker" Hinweisen, bei denen die Täter von Studenten und Lehrern mit Schusswaffen gestoppt wurden.

"doch, hats doch schon oft genug gegeben, das opa/vadder den sohn oder freund der tochter fürn einbrecher gehalten hat und umgenietet hat."

Es gibt auch Leute die betrunken vom Baum fallen und sterben. Sowas ist aber nicht der Normalzustand. Gleichwohl stehen demgegenüber natürlich auch die vielen Situationen in denen eben niemand versehentlich erschossen wurde...

"aber trotzdem gibt es bei uns prozentual gesehen weit weniger verbrechen mit schusswaffen, als in den usa. vorallem was spontantaten angeht."

Das mag aber an den Menschen dort liegen oder der Tatsache, dass die typische asoziale Zielgruppe in Deutschland lieber Messer verwendet.


Ich verweise hier aber nochmal auf meinen Link, insbesondere auf die extrem gesunkenen Mordzahlen. Gleichzeitig kann man sich auch mal über den Wandel von NYC schlau machen, als die Stadt durch Giuliani in den 80ern und 90ern gesäubert wurde.

http://www.tagesschau.de/...

Dieser Bericht ist übrigens auch gleichzeitig in Schlag in das Gesicht derjenigen, die so vehement gegen Kameras etc. an öffentlichen Orten sind...
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28.06.2010 23:00 Uhr von Perisecor
 
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@ Getschi: "Aber Waffen werden meistens dadurch illegal, dass man legale klaut ;-)"

Nein, die meisten illegalen Waffen in den USA sind illegal importiert worden, waren also zu keiner Zeit legal.

"Warum nö? Wir spekulieren hier nur herum und das der Opa abgeknallt wird ist auch gut möglich."

Weil selbst der dümmste Verbrecher vorsichtiger wird, wenn die Möglichkeit besteht, dass das Gegenüber bewaffnet ist...

Nochmal verweise ich hier auf die Probleme, welche das Schusswaffenverbot in Großbritannien mit sich brachte.

"wäre Zivilcourage wohl besser (falls andere Leute da sind) bzw. ein Pfefferspray (falls er alleine ist)."

Ja, das Zivilcourage auf dem Friedhof endet kennt man ja unter anderem aus München. Die zwei Jugendlichen hätten nicht einfach Leute mit einer Waffe bedroht o.ä., denn sie waren ja auf Krawall aus und nicht auf die totale Vernichtung. Eine Schusswaffe, von einem Dritten gezogen oder vom Opfer, hätte die Situation schnell entschärft.

Und überhaupt, ist Pfefferspray in Deutschland nicht ebenfalls stark reglementiert?

"Naja, dann darfst du dich abends aber auch nie an einer Haustür irren."

Joa, das ist wohl so. Warum soll man immer auf die Dummen rücksicht nehmen? Und dadurch die nicht so dummen schädigen?

Wenn ich nachts besoffen in das falsche Haus "einbreche" habe ich eben im Zweifelsfall pech. Dafür kann sich der ehrliche Bewohner gegen einen tatsächlichen Gegner wehren.

Das ist aber der typische Täterschutz in Deutschland.
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28.06.2010 23:21 Uhr von derReisende
 
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Zwischendurch möchte ich mal Danke sagen, für die wirklich disziplinierte Diskussion zu so einem heißen Thema.

Daß es kontroverse Einstellungen dazu gibt, war von Anfang an zu erwarten. Erstaunlich für mich ist, daß hier wirklich ernsthaft argumentiert wird.

Deshalb ein großes Lob an alle Poster.

Gruß

derReisende

Thomas
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28.06.2010 23:23 Uhr von Perisecor
 
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@ Getschi: "? Ein Grund mehr schneller zu schießen."

Die meisten Menschen haben große Skrupel andere zu töten. Außerdem erreicht man so sein Ziel nicht unbedingt... und gerade in den USA wird dir bei Mord richtig der Arsch aufgerissen, da ist es einfach klüger nur jemanden auszurauben - was dann in Großstädten sowieso kaum sinnvoll verfolgt werden kann.

"Aber das man die Waffe zieht und den falschen abknallt kommt leider auch oft vor."

Ähm, nein, im Verhältnis nicht... Es kommt sicherlich vor, ja, aber es werden auch Menschen durch Bären getötet und dennoch wäre eine totale Vernichtung aller Bären nicht sinnvoll.

"Der Dritte hätte auch die Nerven verlieren können und einen Unbeteiligten erschießen. Wenn einer der zwei Typen eine Waffe gehabt hätten, hätten sie sie auch ziehen können."

Demgegenüber stehen eben alle Statistiken zu diesem Thema. Man hat die Waffe ja nicht um sie unbedingt benutzen zu wollen, sondern für den Fall der Fälle.

"Hab ich zumindest mal gehört."

Ja, das ist auch mein Stand. In Deutschland ist man einfach wehrlos wenn man angepöbelt, überfallen etc. wird.

"Ist es dir noch nie passiert, dass du jemanden besuchen wolltest, aber nicht genau weißt wo derjenige wohnt? "

Nein, ehrlich gesagt informiere ich mich da vorher. Aber ich glaube, du stellst dir das falsch vor: Da sitzt niemand 24/7 und erschießt jeden, der das Grundstück betritt. Willst du jemanden besuchen und erwischt das falsche Haus dann trittst du offen auf, trägst anständige Kleidung etc.

Du schleichst aber nicht herum, trägst dunkle Sachen und versuchst einzubrechen.

"Es hat aber den Nachteil, dass versehentlich Unschuldige abgeknallt werden."

Das ist ja der Punkt - sowas kommt im Verhältnis zu Situationen, die gut/positiv verlaufen, kaum vor. Eben weil nahezu jeder Mensch versucht, eine vorhandene Waffe eben nicht einzusetzen.

Eine Schusswaffe potentiert immer den Ärger. Nutze ich als Verbrecher eine Schusswaffe als Drohung lande ich auf einer ganz anderen Liste als wenn ich die Handtasche einfach so stehle oder ein Messer nutze.

Gleichzeitig weiß natürlich jeder "Dritte", der eine solche Situation mit seiner Waffe entschärfen möchte, um die Gefährlichkeit des Einsatzes eben jener.
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28.06.2010 23:30 Uhr von smoke_
 
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Richtig so! Das ist ein Grundrecht und steht direkt neben der freien Meinungsäußerung. Das kann und darf man nicht einfach einschränken oder abschaffen.

[ nachträglich editiert von smoke_ ]
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29.06.2010 00:10 Uhr von Perisecor
 
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@ Judas II: "aufgrund fehlender sozialer netze"

Das widerlegt der Link, den ich bereits zwei Mal gepostet habe, doch deutlichst!

"und vieler ghettos wesentlich mehr leute auf die idee kommen, ne knarre zu kaufen und sich selbstständig zu machen."

Genau, die nutzen dafür natürlich legal erworbene Waffen...

"sieht man ja daran, wenn kriminalstatistiken usa und kanada vergleicht, wo auch ein recht freies waffenrecht herrscht."

Vergleichst du eben das extrem schwach besiedelte Kanada mit den USA? Oo

"bzw, selbst wenn, einbruch mit tot zu bestrafen ist auch alles andere als verhältnismäßig."

Das sehen die Opfer sicher anders.

"und so gibts anstatt nem einfachen raub tote."

Weil der Andere nicht damit rechnet, dass du bewaffnet bist. Wäre aber die Wahrscheinlichkeit, dass du ebenfalls eine Waffe trägst sehr hoch, würde wohl niemand versuchen dich auszurauben.

@ Getschi

"Aber wenn sie wissen, dass der andere eine Waffe haben könnte und vielleicht die Nerven verliert, werden sie wohl schneller bereit sein von einer Waffe zu gebrauchen. "

Die Erfahrung zeigt, dass sie es dann lieber sein lassen. Das Risiko ist den "Erfolg" nicht wert.

"Strafen Schrecken in der Regel leider nicht ab. Schon gar nicht bei spontanen Aktionen."

Die meisten Straftaten sind keine spontanen Aktionen.

"1.) Hast du dazu eine Statistik oder irgendeine Quelle? Würde mich wundern wenn tatsächlich öfter die "Richtigen" erschossen werden."

Meistens wird gar niemand erschossen, weil man die Sache so klärt... eine direkte Quelle dazu habe ich jetzt leider nicht parat, das Thema ist aber auch in den USA dauernd in den Medien.

"kanns eben vorkommen."

Solange du dich nicht extrem auffällig verhältst wirst du auch in Florida überleben können :)

"Aber wenn du eine Schuswaffe benutzt erhöhst du deine Chancen"

Naja, aber ich erhöhe den Einsatz auf einen so hohen Wert, dass es sich quasi nicht mehr lohnt.



http://www.tagesschau.de/...

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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29.06.2010 01:37 Uhr von derSchmu2.0
 
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Oh mann, Waffen fuer alle = Meinungsfreiheit dann will ich da aber nich sehen, wie demnaechst eine Meinung vertreten wird.

Wer behauptet, dass der Mensch hinter der Waffe derjenige ist, der einen anderen umbringt ist das nur teilweise richtig. Man bedenke, wie viele Kinder in den Staaten umkommen, weil irgendwer irgendwo, aufgrund der laschen Gesetze, seine Waffe hat einfach rumliegen lassen und jemand Neugieriges diese findet und damit rumspielt bisses knallt.

Dann noch die ganzen Menschen die durch eine leichte Reizung alles uebern Haufen ballern, weil sie gerade die Knarre dabei haben und somit zum Amoklaeufer werden. Wenn sie die Knarre nicht haetten, wuerden sie wohl sich nur aergern oder mit grober Gewalt nur geringen Schaden ausrichten (Sowas gilt natuerlich nur fuer Taten aus dem Affekt).

Wenn irgendwelche Kriminellen sich ueberlegen muessten, dass da draussen ueberall welche bewaffnet rumlaufen, dann ist das kein Hinderungsgrund, sondern einfach nur ein Grund, die Knarre schneller zu ziehen, als der andere.

Und ich fuehl mich bestimmt nicht sicherer, wenn jeder ne Knarre tragen darf. Eben weil der Verantwortungsbewusste Umgang mit einem Auto schon vielen zu schwer scheint, kann das mit ner Knarre schon garnicht gehen und zum anderen, wenn einer durchdreht und rumballert und alle ziehen ne Waffe, dann is die Kacke so richtig am dampfen, weil keiner mehr nen Ueberblick hat....

Und dieses Gesetz darf man auf keinen Fall als Moeglichkeit ansehen, dass man irgendwann mal als bewaffneter Mob eine Regierung damit stuerzen kann. Es wird nur darauf beharrt, dass jeder sich schuetzen will. Ein geordneter Aufmarsch wuerde garnicht erst aufkommen ansonsten wuerde das Gesetz so nicht erlassen werden...

Das einzige, was in meinen Augen fuer diese Aufhebung spricht ist, dass sich dann ein paar Idioten umso schneller wieder ins Jenseits befoerdern werden und somit die Welt ein wenig besser wird...aber zwischendurch werden immer wieder Unschuldige draufgehen, weil einer es fuer leichter ansieht, den Abzug zu betaetigen, als sich mit einer problematischen Situation ersmal in Gedanken auseinanderzusetzen...

[ nachträglich editiert von derSchmu2.0 ]
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29.06.2010 03:15 Uhr von cheetah181
 
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Perisecor: Hab das jetzt nur überflogen, aber ein paar Einwände:

"Vergleichst du eben das extrem schwach besiedelte Kanada mit den USA?"

Städte kann man doch wohl vergleichen? Detroit und Toronto zum Beispiel. Und da gibt es schon einen großen Unterschied was Morde angeht, wenn ich mich richtig erinnere.

"Und überhaupt, ist Pfefferspray in Deutschland nicht ebenfalls stark reglementiert?"

Pfefferspray kann sich soviel ich weiß jeder kaufen. Dass es offiziell zur Abwehr von Tieren hergestellt wird spielt keine Rolle, da man je nach Situation ja in Notwehr auch jemanden töten darf. Sprich, offizielle Regeln gelten in der Situation nicht unbedingt.

Und schöne Diskussion habt ihr da (keine Ironie!), aber ohne Zahlen bleiben das leider nur Meinungen..
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29.06.2010 07:43 Uhr von JesusSchmidt
 
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auffällig: es ist schon irgendwo auffällig, dass waffenfetischisten alle ein stück weit paranoid sind. ein grund mehr, schusswaffen zu verbieten bzw verboten zu lassen.
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29.06.2010 10:47 Uhr von Gandalf_1
 
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Wirklich interessante Diskussion: und auch vernünftig geführt. Liest man hier selten. Dafür danke.

Zum Thema:
Es geht im Grunde doch gar nicht um die illegalen Waffen. Es stimmt schon, dass diese meist auf ganz anderen Wegen von einer ganz anderen "Zielgruppe" beschafft werden. Solange Waffen überhaupt produziert werden wird es auch immer Gangster, Idioten etc. geben die sich diese beschaffen.
Um gegen diese Situation anzugehen bedarf es ganz anderer Maßnahmen.

Die Probleme welche durch den Verbot von Waffenbesitz angegangen werden sollen sind doch eher die Unfälle und Gefahren des "legalen" Waffenbesitzes. Es gibt bereits zahlreiche Studien (einfach mal googeln) die recht überzeugend aufzeigen, dass der Schutz durch eine Waffe geringer ist als die Gefahr eines Unfalles mit dieser Waffe. Bei Kindern und Jugendlichen ist dies in den USA übrigens sogar die zweithäufigste Todesursache.
Werden durch ein Waffenverbot keine Menschen mehr an Schusswunden sterben? Sicher nicht, ich denke aber das die Gefahr dass dies passiert eher sinkt als steigt. Wie hier schon geschrieben wurde wird ein frustrierter Jugendlicher ohne an Waffen zu kommen vermutlich keinen Amoklauf veranstalten da er vermutlich die Quellen um an Waffen zu kommen nicht kennt oder die Hemmschwelle noch etwas höher ist.
Im übrigen halte ich auch die Waffengesetze in Deutschland für zu locker. Ich wüsste nicht wozu jemand außerhalb der entsprechenden Berufsgruppen überhaupt eine Waffe besitzen sollte. Wie gesagt, der Selbstschutz ist eher zweifelhaft. Und die entsprechenden kriminellen Organisationen beschaffen sich ihre Waffen so oder so egal welche gesetze es diesbezüglich gibt. Darüber hinaus können diese mit ihren Waffen vermutlich besser umgehen als der Durchschnittsbürger.

[ nachträglich editiert von Gandalf_1 ]
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29.06.2010 11:53 Uhr von Briefmarkenanlecker
 
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Wenn man sich mal: überlegt, dass man Bier aus Papiertüten trinken muss, für den Besitz von Hanf in den Knast kommt aber man mit einer Waffe in der Tasche frei rumlaufen kann...

Ein gekauftes Urteil. Bravo NRA! Jetzt brauchen die Leute wieder mehr Waffen um sich vor den anderen zu schützen und Ihr könnt ordentlich Kasse machen, während die Opfer von Schussverletzungen in der Notaufnahme krepieren.

Paradox, dass die Tabakindustrie zu Zahlungen in Millionenhöhe verurteilt wird, der Waffenindustrie aber keinerlei Verantwortung für die Opfer ihrer Produkte zugesprochen wird.

Wer Waffen herstellt, trägt zusammen mit demjenigen der sie abfeuert die Verantwortung für die dadurch entstehenden Opfer. Somit müssten täglich ca. 80 Anklagen gegen die führenden Köpfe von Waffenherstellern wg. Beihilfe zu Mord und Totschlag eröffnet werden.

Es gibt schon kranke Länder...
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29.06.2010 17:15 Uhr von Perisecor
 
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@ cheeta181

Nein, man kann Detroit nicht mit Toronto vergleichen. Rein von der Stadt her vielleicht mit Dresden (viele leerstehende Gebäude, ein massiver Einwohner- und Arbeitsplatzabbau etc.).

Generell gibt es zu US Großstädten so keinen Gegenpart in Deutschland. In Europa würde ich vielleicht Paris mit seinen Vorstädten (und Problemen) und Moskau als Vergleich heranziehen.

"da man je nach Situation ja in Notwehr auch jemanden töten darf."

Und man ist extrem schnell daran, wenn die Notwehr nicht angemessen war. Ich erinnere mich da an einen Fall; jemand wurde angegriffen und hat sich mit einem Messer verteidigt - und wurde dafür hart bestraft.

@ Getschi

Ein Dutzend Schüsse? Keine Toten (wäre sonst sicher erwähnt worden)? Bei 48 Millionen Menschen?

Ist das ein Argument für deine oder meine Position? :)



Um mal wieder rein auf die Meinungsebene zurück zu kommen;
ich bin auch dagegen, dass jeder ohne Probleme eine beliebige Waffe bekommt, wobei man ja in den meisten Staaten ein Führungszeugnis etc. vorlegen muss.

Wenn man aber eine entsprechende Ausbildung hat (Militär, Polizei, Sicherheitsdienst) oder entsprechende Kurse besucht und genug Stunden auf dem Schießplatz verbracht hat, dann sollte man meiner Meinung nach nahezu jede Waffe besitzen dürfen - wenn auch nicht in der Öffentlichkeit führen.

@ Gandalf

"Ich wüsste nicht wozu jemand außerhalb der entsprechenden Berufsgruppen überhaupt eine Waffe besitzen sollte."

Sport, Hobby.


@ Briefmarkenanlecker

"dass man Bier aus Papiertüten trinken muss,"

Nicht in jedem Staat.

"für den Besitz von Hanf in den Knast kommt"

Nicht in jedem Staat.

"aber man mit einer Waffe in der Tasche frei rumlaufen kann..."

Nicht in jedem Staat.

"Ein gekauftes Urteil. "

Nein, das Urteil bezieht sich auf die Verfassung und die gab es lange vor der NRA...

"Es gibt schon kranke Länder... "

Es gibt auch kranke Leute. Z.B. solche, die noch immer nicht kapiert haben, dass die USA aus mehreren Staaten bestehen die teilweise total verschiedene Gesetze haben.

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