Wiener Forscher lüftet ein Geheimnis der Hochtemperatur-Supraleiter
Supraleiter sind Materialien, die unterhalb einer bestimmten Temperatur ihren elektrischen Widerstand völlig verlieren. Besonders interessant für die Wissenschaftler sind eisenhaltige Verbindungen, die eine besonders hohe Sprungtemperatur von bis zu 77 Kelvin besitzen - aber auch einige Rätsel bergen.
Eines davon hat der Physiker Dr. Philipp Hansmann von der Technischen Universität in Wien nun gelöst: Er beschäftigte sich mit den theoretischen Berechnungen der magnetischen Momente dieser Verbindungen und fand heraus, warum ihre Größenordnung stark von den experimentell gemessenen Werten abweicht.
Der Grund für den festgestellten kleineren Wert sind Quantenfluktuationen, die einen deutlich niedrigeren Langzeit-Mittelwert nach sich ziehen. Theoretische Berechnungen hatten im Gegensatz zu den Experimenten bisher nur das Kurzzeit-Moment berücksichtigt, was schließlich zu der Diskrepanz führte.