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Attosekundenphysik: Das bisher kleinste, natürliche Zeitintervall gemessen

Einem Forscherteam am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching ist es gelungen, die Zeitdifferenz beim Austritt zweier Elektronen aus einem Atom zu messen. Der dem Versuch zu Grunde liegende Photeffekt wurde von Albert Einstein beschrieben und erklärt die Elektron-Licht Wechselwirkung im Atom.

Allerdings ging man bisher von einem gleichzeitigen Austritt aus. Um die Elektronen anzuregen wurden Neon-Atome mit einem kurzen Lichtpuls beschossen. Dabei wurden sowohl Elektronen in äußeren, als auch in inneren Schalen angeregt. Der Austritt erfolgte mit einem Zeitversatz von 5-20 Attosekunden.

Der Grund für diese Differenz wird in der Wechselwirkung der Elektronen untereinander vermutet. Solche Prozesse waren bisher nicht gut verstanden und liefern einen Beitrag zum Verständnis der Elektronenbewegung. Diese ist bei chemischen, biologischen und elektronische Prozessen von großer Bedeutung.


WebReporter: Getschi
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Natur, Physik, Messung, Max-Planck-Institut, Zeitintervall
Quelle: www.mpq.mpg.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2010 10:32 Uhr von Carle
 
+3 | -3
 
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war: doch letztens schonma hier...
http://www.shortnews.de/...

[ nachträglich editiert von Carle ]
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26.06.2010 11:11 Uhr von zeitgeist
 
+5 | -3
 
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Leider falsch: (zumindest nach meinem Verständnis)
In 1 Attosekunde (=10^-18 s) kommt das Licht immerhin schon an 3 Wasserstoffatomen vorbei.

Das kürzeste Zeitintervall, in dem unsere physikalischen Gesetze noch Bedeutung haben, ist die Planck-Zeit, also der Zeitraum, den Licht durch die Planck-Länge benötigt.

http://www.br-online.de/...
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26.06.2010 11:46 Uhr von anderschd
 
+0 | -14
 
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26.06.2010 11:48 Uhr von zeitgeist
 
+2 | -1
 
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ok, so machts Sinn: dann wäre in guter Titel:
"Attosekundenphysik: Das bisher kleinste gemesse Zeitintervall"
warum das Intervall jetzt "natürlich" sein soll, entzieht sich aber weiterhin meiner Logik :D

@anderschd
für den Samstag HEUT schon, aber vielleicht für den Samstag in 20 oder 50 Jahren. Grundlagenforschung braucht ne Weile, bis sich Ottonormalbürger wie wir über die Quantenphysik in ihrem Blue-Ray-Playern freuen können. Das macht sie aber nciht weniger wichtig oder interessant.

[ nachträglich editiert von zeitgeist ]
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26.06.2010 12:03 Uhr von anderschd
 
+0 | -3
 
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Das hab ich auch nicht gesagt! Aber ok.
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26.06.2010 13:24 Uhr von leCauchemar
 
+0 | -3
 
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Kann man schon seit 7 Jahren...
http://www.innovations-report.de/...
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27.06.2010 01:17 Uhr von Stoned
 
+2 | -0
 
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Zur Verdeutlichung: Um zu verdeutlichen wie kurz solche Laserpulse sind: eine Sekunde beinhaltet mehr Attosekunden als es Sekunden im Alter des Universums gibt. Ich finde es unglaublich, was die Menschheit schon heute kann.

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