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Geburtsstadt Josef Stalins reißt Bronzedenkmal des Diktators ab

In Gori, der georgischen Geburtsstadt von Josef Stalin, wurde nun eine Bronzestatue des Diktators abmontiert. Die wenige Stunden dauernde Aktion fand während der Nacht von Donnerstag auf Freitag statt. Der Einsatz von Baukran und Lastwagen wurde von russischen Fernsehteams aufgezeichnet.

Nach Angaben des georgischen Kulturministers Nuka Rurua liegt der Grund für den Abbau des Denkmals darin, dass der ehemalige sowjetische Machthaber ein Mann war, "der Millionen unschuldiger Menschen getötet hat". Unter Stalins Herrschaft verloren zwischen 30 und 60 Millionen Menschen ihr Leben.

Die sechs Meter hohe Bronzestatue war eines der letzten öffentlich zugänglichen Monumente des Diktators weltweit. Während die Statue im stadteigenen Stalin-Museum aufgestellt wird, soll an ihrem ehemaligen Standort zukünftig ein Denkmal an den Krieg mit Russland im Jahre 2008 erinnern.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Diktator, Georgien, Denkmal, Josef Stalin, Gori
Quelle: www.spiegel.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.06.2010 21:38 Uhr von alphanova
 
+1 | -8
 
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Irgendwie verstehe ich die Logik nicht so ganz. Warum baut man die Statue aus den genannten Gründen ab, um sie dann offiziell wieder aufzustellen? Ich meine, den Stalin-Verehrern dürfte es doch egal sein, ob die Statue nun auf einem Platz steht oder in einem Museum. Hauptsache sie können zu ihr "aufschauen".
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25.06.2010 21:51 Uhr von hofn4rr
 
+6 | -2
 
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totaler krieg: >> ... soll an ihrem ehemaligen Standort zukünftig ein Denkmal an den Krieg mit Russland im Jahre 2008 erinnern. <<

ein richtiger krieg war das nicht, bestenfalls eine provokation die richtig ins auge hätte gehen können.

eine provokation die auf die kappe des befehlsempfängers sackarschwilly ging.

das dafür ein anderes denkmal aufgestellt wird, müsste den georginesen und dem westen eher peinlich sein.
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25.06.2010 21:51 Uhr von Schwertträger
 
+8 | -0
 
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@Autor: Nein: Im Museum gibt es eine Beschilderung, die einen Kontext liefert.

Auf dem öffentlichen Platz dagegen steht sie unkommentiert bzw. wird sie unkommentiert gesehen, selbst wenn da irgendwo eine nicht ständig demolierte Tafel stehen sollte.

Die Funktion eines Denkmals ist ein "Denk mal"!.
Woran und wie breit dabei gedacht wird, lässt sich im öffentlichen Raum schlecht steuern. Das geht in einem Museum besser.
Sie ganz einzuschmelzen hätte den Nachteil, dass man irgendwann kein Beispiel für solche zu Sowjetzzeiten üblichen Riesenstatuen zum Vorzeigen für nachfolgende Generationen mehr hätte.
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25.06.2010 22:00 Uhr von Klassenfeind
 
+2 | -6
 
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Das der Typ: ein Dreckskerl war,ist schon ewig bekannt,wie schön das diese Erkenntniss, bis zu den Politikern seiner Geburtsstadt ,jetzt schon durchgedrungen ist

ironie off
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25.06.2010 22:29 Uhr von alphanova
 
+3 | -5
 
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@Schwertträger: Das ist zwar richtig, aber glaubst du ernsthaft, die Stalin-Verehrer denken anders über Stalin bzw die Statue, wenn eine Beschilderung einen geschichtlichen Kontext herstellt?
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25.06.2010 22:38 Uhr von farm666
 
+5 | -3
 
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@ alphanova: Ob mit oder ohne Statue, die Verehrer(Menschlicher Abfall) werden weiterhin Existieren.
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25.06.2010 22:42 Uhr von Hodenbeutel
 
+1 | -1
 
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@alphanova: Vermutlich nich, aber Leute die nicht direkt als "Verehrer" bezeichnet werden können bekommen so eher eine möglichkeit sich Gedanken zu machen da so klar gestellt wird in welchem zusammenhang die Statue dort ausgestellt wird, nicht damit man ihn eben verehren kann, sondern damit das was geschehen ist nicht in vergessenheit gerät.

Auserdem steht die Stadt so sicherlich in einem besseren Licht, stell dir vor in Braunau würde eine Hitler Statue stehen, denkst du nicht auch die wäre in einem Museum besser aufgehoben?
Für die (Teilweise) Informationssuchenden Besucher zum einen, für den Ruf der Stadt zum anderen?
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25.06.2010 22:51 Uhr von Gotovina
 
+2 | -2
 
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Tja. Was soll Braunau sagen ?
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25.06.2010 22:57 Uhr von alphanova
 
+1 | -1
 
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@Hodenbeutel: In diesem Sinn hätte man aber auch ein entsprechendes Schild unter der Statue am Originalstandort anbringen können.

Hm ok, für Leute die sich (unabhängig von ihrer Gesinnung) weiterbilden möchten ist ein Museum natürlich besser geeignet.

Der Hauptgrund für den Abriss war aber, dem Stalin-Kult entgegenzuwirken, und das schafft man damit meiner Meinung nach nicht.
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26.06.2010 21:04 Uhr von StrammerBursche
 
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@Terrorstorm: Hast du auch eine seriöse Quelle für deine Behauptungen oder fallen deine Ergüssse unter "Allgemeinbildung"?
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26.06.2010 23:13 Uhr von Draw
 
+1 | -2
 
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@funk-a-tronic: Ich hoffe du meisnt diesen Kommentar nicht wirklich ernst, ansonsten unterstelle ich dir, dass du wohl den ganzen Geschichtsunterricht in der Schule verschlafen hast, hast du dich jemals mit den ethnischen Säuberungen Stalins, mit dem Pakt mit Hitler etc beschäftigt??

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