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Apothekerverbände lehnen Abgabe von Arzneimittelresten an Entwicklungsländer ab

Der Vizepräsident der ABDA, Friedemann Schmidt, warnt davor, Entwicklungsländer mit Arzneimittelresten als Entsorgungsstelle zu missbrauchen. Er selbst lehne das Sammeln von Arzneimittelresten und nicht benötigter Arzneimittelproben ab.

Es sei für die Menschen in Entwicklungsländern sehr verwirrend, wenn die Beipackzettel in einer fremden Sprache geschrieben sind. Zudem hätten die Patienten in anderen Ländern auch einen völlig anderen Bedarf an Medikamenten als die Patienten in Europa.

Nach Meinung Schmidts seien Geldspenden um ein Vielfaches wertvoller für die Entwicklungsländer als Medikamentenspenden. Mit dem Geld könnten dann kostengünstige Großpackungen gekauft werden. Das Sammeln und Verteilen der gespendeten Medikamente hingegen sei sehr teuer.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Medikament, Spende, Entwicklungsland
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.06.2010 16:20 Uhr von vmaxxer
 
+14 | -4
 
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Genau: neu kaufen ist billiger als geschenktes zu nutzen.
Jepp.

Klar sind die Beipackzettel woanders nicht verständlich. Gleiches Problem haben Ausländer in Deutschland aber auch: Sie brauchen jemanden der ihnen das übersetzt.
Wenn die Medikamente ausschließlich von Ärzten ausgegeben werden kann er dem Patienten auch erklären wie und wie lange das Medikament zu nutzen ist und welche Nebenwirkungen es hat.
Was vermutlich ohnehin gemacht werden muss weil in Entwicklungsländern nicht soviele Menschen lesen können.
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24.06.2010 16:29 Uhr von hugrate
 
+6 | -0
 
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höchst wahrscheinlich: hat er aber recht, da in deutschland rein gar nichts ohne einen formularweg funktioniert (gibt es hier überhaupt etwas ohne ein bürokratische prozedere, ausser das bier am kiosk? ;-) ). die ganzen kleinen mengen einzusammeln, bzw. zu kommissionieren und dann zu versenden kostet zeit, ist ein logistischer aufwand und benötigt entsprechend personal. selbst wenn die apotheker oder deren angestellten die medikamente den "abholern" übergeben würden, ein großer aufwand bleibt es. alles kostenfaktoren die vorher abzuwägen sind. da liegt die vermutung doch nahe, dass großpackungen als ganzes billiger sind - aber das heißt noch lange nicht, dass es auch gemacht wird...

wichtig ist doch eigentlich nur, dass endlich etwas passiert und wir nicht weiter die leute verrecken lassen und uns freuen, dass viele produkte so günstig sind. spätestens seit dem krabben nach marokko geflogen wurden, um dort gepult zu werden und um dann wieder nach deutschland verschickt zu werden, sollte es doch klar und deutlich sein - hier stimmt was nicht!

[ nachträglich editiert von hugrate ]
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24.06.2010 16:36 Uhr von Pils28
 
+1 | -0
 
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Kann gut sein, dass er recht hat! Der bürokratische Aufwand, der hinter so einer Sammel-, Sortier und Berteilaktion steckt ufert schnell aus. Wenn man nun berücksichtigt, was eine deutsche Arbeitnehmerstunde kostet und wie günstig man auf dem internationalen Markt Medikamente bekommt, mag das zutreffen.
Auch der Bedarf in der dritten Welt wird sich nur sehr wenig mit unseren "Resten" überschneiden.
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24.06.2010 16:41 Uhr von MrKlein
 
+7 | -1
 
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des: is der gleiche schwachsinn wie mit gefälschen markenartikeln...

lieber vernichten wir alles als es den leuten zu geben die es bräuchten...
jährlich werden soviel gefälsche markenklamotten und schuhe usw. vernichtet, des is unglaublich. man könnte diese waren doch einfach an hilfsorganisationen geben die sie dann an bedürftige z.b. nach einem erdbeeben oder einem Tsunami gibt.
das gleiche könnte man mit den medikamenten auch machen aber nein wir vernichten lieber alles.

diese leute haben garnichts und sie werden bestimmt nicht ihre gefälschen schuhe verkaufen, welche wahrscheinlich ihre einzigen sind!
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24.06.2010 17:23 Uhr von shadow#
 
+5 | -0
 
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Oder man scheisst auf Patente und Lizenzkosten: Und die Ärmsten dieser Welt produzieren die Medikamente für einen Bruchteil des Kaufpreises selbst...
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24.06.2010 17:54 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -1
 
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Wenn wir Medikamente wegbringen würde ich die nichtmal mehr einem Todkranken geben wollen.

Ich glaube das letztemal waren welche dabei die waren 10 Jahre abgelaufen.

Gerade bei sowas kritischem würde ich auf MHD etc. achten.
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24.06.2010 20:37 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -0
 
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ja verbände, wenn ich das schon höre: es gibt doch für alles die passende lobby, heute hab ich in der zeitung zB was von einem dachverband der kloschüsselhertseller gelesen^^

is ja auch schön und gut, wir leben (zumindest offiziell) in einem freien demokratischen land, da soll man vereine gründen dürfen und seine meinung kundgeben dürfen.

ABER MUSS MAN DENN JEDEN SHIZE VERÖFFENTLICHEN UND DRÜBER DISKUTIEREN, ES IS DOCH SOWIESO JEDEM KLAR, DASS DIE ALLE NUR IN IHREM EIGEGEN INTERESSE LÜGEN
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25.06.2010 00:52 Uhr von majorpain
 
+0 | -1
 
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In meinen Augen: In meinen Augen werden in Deutschland viel zu viele Medikamente weggeschmissen.
Vor 3 Jahren hatte ich eine Angina und musste zum Wochenendarzt das beste war sie wusste das ich ca. 30 Tabletten bräuchte das Problem sie musste mir 1 Packung beschreiben also eine 10 Packung oder eine 30 Packung sie durfte nur eine 10 Packung verschreiben am Mo drauf ging ich zum normalen Arzt das blöde war 2 x 10 waren teurer als die 30 Packung also musste ich 10 wegschmeißen hallo ?

Ich denke durch die Aktion könnte man vielleicht auch Krankenkassengebühren sparen oder den Rest nach Afrika schicken.

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