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BGH-Urteil: Angabe der Wohnfläche darf im Mietvertrag fehlen

Oftmals ist die Überraschung groß, wenn ein Mieter seine Wohnung vermisst und feststellt, dass diese kleiner ist, als im Mietvertrag angegeben. Besteht eine minimale Abweichung, muss der Mieter den Zustand so hinnehmen, jedoch besteht ab einer Abweichung von zehn Prozent ein Mangel an der Wohnung.

Der Mieter ist also berechtigt, eine Mietminderung zu beantragen und zu viel gezahlte Miete zurückzufordern. Allerdings wurde bisher nie entschieden, was passiert, wenn im Mietvertrag keine Wohnfläche angegeben ist. Nun entschied der BGH in einem Fall für die Mieterin und gab der Zahlungsklage statt.

Ihr Mietvertrag enthielt zwar keine Quadratmeterangabe, allerdings wurde die Wohnung in einer Annonce mit 76m² anstatt der tatsächlichen 53,25m² ausgewiesen. Beide Parteien hätten sich bei Vertragsabschluss auf die zuvor angegebene Wohnfläche geeinigt, entschieden die Karlsruher Richter.


WebReporter: jukado
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Urteil, Wohnung, Mangel, BGH, Miete, Mietvertrag, Wohnfläche
Quelle: news.immobilo.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.06.2010 13:25 Uhr von jukado
 
+4 | -4
 
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Also ich finde das Urteil richtig, schließlich verlässt man sich doch drauf, dass die Angaben einigermaßen stimmen.

Natürlich sollte es so sein, dass die Angabe genau stimmt. Aber einer kleine Abweichung <1m² finde ich noch annehmbar, alles dadrüber sollte schon als Mangel gelten und nicht erst ab 10% der Wohnfläche...

[ nachträglich editiert von jukado ]
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24.06.2010 13:56 Uhr von flc.gizmo
 
+2 | -1
 
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Eigentlich sagt die News doch nicht aus, dass in dem Vertrag keine Angabe stehen muss, sondern eher, dass für den Fall, dass dort nix steht, der Mieter sich nicht dumm und dämlich zahlen muss.

Zur Flächenbemessung an sich:
Selbst wenn die angegebene Fläche nur einigermaßen stimmt, ist das völlig in Ordnung. Allerdings wird in der Realität von vielen Vermietern m.E. bewusst betrogen und eine falsche Grundfläche angegeben.
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24.06.2010 14:16 Uhr von Showtime85
 
+1 | -5
 
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Also die Dame sollte eine Klage kriegen: über 22 m² abweichung, hallo? das merkt man doch!

Das Urteil ist zwar gut aber wenn ich der Richter gewesen wäre hätte ich gesagt selber schuld...

Aber es gibt ja auch mittlerweile Mieter die bewusst sowas suchen um dann Klagen zu können, als ob die nichts besseres zu tun hätten
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24.06.2010 15:00 Uhr von Python44
 
+2 | -2
 
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Wie deppert muß man sein: um 23 m² Unterschied nicht zu merken ? Das ist der Unterschied von einem ganzen Zimmer !!!
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24.06.2010 15:17 Uhr von Starbird05
 
+1 | -3
 
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Also: ich finde, das Urteil nicht so schlecht.

Wenn man sich eine Wohnung anschaut und den Mietpreis zu hören bekommt, ist es doch egal wie viel cm³ da stehen.

Man hat doch alles gesehen und den Preis angenommen.
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24.06.2010 15:32 Uhr von aballi1
 
+2 | -2
 
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Ich sehe das anders Das Gericht hat die Rechte der Vermieter gestärkt. Ich muss jetzt nicht mehr die größe der Wohnung im Mietvertrag angeben. Dann schreibe ich diese auch nicht in die Anzeige mit rein und bei Besichtigungen gebe ich nur eine mündliche Auskunft. Wenn sich jemand die Wohnung alleine anguckt (wegen Zeugen wenn man die größe mündlich nennt), habe ich gewonnen und darf mehr Abrechnen als die Wohnung hat.......
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24.06.2010 18:39 Uhr von halloechen
 
+0 | -1
 
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Hier mal eine neutrale Quelle: Neutrale Quelle: http://www.spiegel.de/...

Die sagt viel mehr über das Urteil aus als die "Immobilienseite"...
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24.06.2010 19:02 Uhr von wordbux
 
+1 | -1
 
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... darf im Mietvertrag fehlen: Ein Freibrief für Vermieterbetrüger.
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24.06.2010 21:40 Uhr von jpanse
 
+1 | -0
 
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So ein käse: Ich bezahl doch nicht ne wohnung von der ich nicht weiss wie groß sie ist. Ich kauf ja auch kein auto wenn ich es nur von aussen gesehen habe. Für was bezahl ich denn dann? Anzahl der Stösse von Tapetenbahnen? Deckenfarbe, Anzahl der Fenster x Sprungkraft der Mülltonne bei Sonneneinwirkung? Der Mietpreis errechnet sich doch aus der Grösse...unsere Obermieter bezahlen nicht umsonst 1/3 mehr als wir :)
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25.06.2010 07:27 Uhr von wordbux
 
+2 | -0
 
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BGH-Urteil: Hoffentlich wird der Minusgeber mal so richtig von einem Vermieter abgezockt ...
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25.06.2010 10:37 Uhr von bigpapa
 
+0 | -0
 
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Quadratmeter sind unwichtig: Da ich wenn ich eine Wohnung miete, mir die vorher ansehe, und dann entscheide ob sie MIR das Geld wert ist, was der Vermieter haben will. Die Quadratmeter haben mich eigentlich nie interessiert.

Aber vielleicht bin ich nur einfach zu realistisch. Weil die qm² Zahl sagt NIX darüber aus, wie ich meine Möbel da rein bekomme und wie die Bude hinterher wirkt.

Gruß

BIGPAPA

Nachtrag : Bei den Nebenkosten in ein Mehrfamilienhaus ist es dann interessant. Aber da es dabei um fix anfallende Kosten handelt, sind die den Vermieter eigentlich egal.

[ nachträglich editiert von bigpapa ]
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09.07.2010 11:51 Uhr von falkz20
 
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@bigpa: nebenkosten sind aber variable kosten und werden in der regel auf die m² umgelegt. somit sollte es einem mieter nicht egal sein.

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