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Nach "Rolling Stone"-Eklat: Barack Obama kündigt US-Oberbefehlshaber Stanley McChrystal

Nach den abfälligen Bemerkungen des US-Generals Stanley McChrystal in der Musikzeitschrift "Rolling Stone", hat Präsident Barack Obama nun Konsequenzen gezogen. Um zu signalisieren, dass sie die US-Regierung nicht von einem General vorführen lässt, wurde der Oberbefehlshaber McChrystal entlassen.

In einer Anhörung am gestrigem Mittwoch musste sich McChrystal genau vor denjenigen Regierungsleuten verantworten, die er im "Rolling Stone" beleidigt hatte. So nannte er unter Anderem den Sicherheitsberater James Jones einen "Clown", der Vizepräsident Joe Biden könne ihn mal und Obama selbst sei ein "Novize".

Mit dem Rauswurf stellt sich nun allerdings die Frage, ob sich die USA mit ihrer Kriegsstrategie in Afghanistan noch sicher ist. "Obama muss die Peitsche auspacken. Er hat zu viel Streit in seinem Afghanistan-Team toleriert", äußert sich dazu zum Beispiel die "Washington Post".


WebReporter: maude
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Barack Obama, Affäre, Entlassung, Rolling Stone, Stanley McChrystal, Oberbefehlshaber
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.06.2010 06:46 Uhr von Hartz4User
 
+7 | -1
 
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Oho da spricht ja mal jemand ein Machtwort, Respekt.

Hätte sich das gleiche bei uns so zugetragen, hätte Merkel das mit einem ahnungslosen Grinsen beantwortet und nix weiter.
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24.06.2010 07:31 Uhr von juppiflens
 
+5 | -8
 
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Obama ist bei mir nun unten durch!
McChrystal war ein integrer Typ. Dieser Mann hat mehr Ahnung und Wissen von dem was er sagt und auch in Bezug zu Afghanistan als irgendein Politiker, der meilenweit vom Geschehen sitzt und noch nie im Einsatz war.
Aber in Deutschland ist das ja ähnlich. Ich frage mich welches Recht sich Politiker herausnehmen dürfen so zu handeln!!
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24.06.2010 08:15 Uhr von Kodiak82
 
+5 | -1
 
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In den Medien: Komischerweise habe ich nirgendswo detailliert gelesen was McChrystal irgendwo gesagt hat, bloß das Obama ganz ganz böse ist und ihn rausschmeisst.
Könnte es nicht sein dass der General einfach offen über die ganze Aktion geredet hat ?
Zum Beispiel dass über 1000 GIs gestorben sind, die Bombenanschläge sich deutlich vermehrt haben und der Krieg bisher 1 Billion Dollar gekostet hat und kein Ende in Sicht ist ?

Wollte Obama nicht 2011 mit allen Truppen abziehen ? Davon ist ja auch keine Rede mehr !
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24.06.2010 08:30 Uhr von B.B.Bloxxberg
 
+2 | -0
 
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So läuft das eben: Er hat sozusagen öffentlich seine Chefs bloßgestellt. Solche Kritik ist etwas, was intern zu bleiben hat, das müsste auch jeder Deutsche soldat wissen und wird auch in keinem Unternehmen oder sonstiger Hierarchie anderst gehandhabt.
McCrystal weiß das wahrscheinlich auch, weshalb ich davon ausgehe, dass er auch wusste, was er mit seinen Äußerungen riskiert.
Ihm zu kündigen ist die logische Konsequenz, da es sich kein Staatsoberhaupt leisten kann, solch eine wichtige Position nicht mehr im Griff zu haben.
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24.06.2010 08:47 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -0
 
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Stanley McChrystal ist nicht gekündigt worden, sondern Obama hat sein Rücktrittsgesuch stattgegeben. So jedenfall habe ich das in der letzten Nachrichtensendung des DW-TV vernommen.

Als solch ein hochrangiger General darf ich mich öffentlich verbal nicht so äussern. Meine Meinung ist, dass er das mit Absicht gemacht hat, weil er die Erfolglosigkeit des Kreiges erkannt hat und nun nicht mehr will.

Aber liegt die Erfolgslosigkeit nicht auch an ihm?
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25.06.2010 01:50 Uhr von Falap6
 
+1 | -0
 
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@kodiak: naja selbst wenn das so wäre, Obama hat den Krieg nicht angefangen. Er hat Obama nicht konkret kritisiert, so wie ich das mitbekommen habe.

Obama wollte die Truppen bis 2011 aus IRAK abziehen, bitte nicht mit Afghanistan verwechseln, da wollte er die Truppensträke um 30 000 Mann erhöhren. McChrystals Kritik lief im Prinzip darauf hinaus, dass diese Verstärkung (noch) nicht in gewünschtem Ausmaß stattgefunden habe. Also nichts von 1000 GIs oder irgendwelchen Kosten...

Wieso ist keine Rede mehr vom Truppenabzug im Irak?

Ein Mann in so einer Position hat die Klappe zu halten, ich will ihn damit nicht kritisieren, ich will nur sagen, dass ich glaube, dass er wusste was für eine Konsequenzen das hat.

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