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Forscher ermitteln neue Obergrenze für die Masse eines Neutrinos

Dr. Shaun Thomas und Prof. Ofer Lahav vom University College in London haben eine unkonventionelle Methode benutzt, um die Massenobergrenze der Neutrinos genauer zu bestimmen: Anstatt die gängigen Neutrinodetektoren zu verwenden, untersuchten die Kosmologen die Verteilung der Galaxien im Universum.

Zum Einsatz kam eine spezielle dreidimensionale Karte der Galaxienverteilung. Sie basiert auf Daten des Sloan Digital Sky Survey und enthält rund 700.000 Galaxien. Die Wissenschaftler kombinierten dieses Modell mit Daten über winzige Temperaturunterschiede in der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Durch ihre enorme Anzahl konnten die Neutrinos trotz ihrer äußerst geringen Masse schon in der Frühzeit des Universums für Ungleichmäßigkeiten in der Galaxienverteilung sorgen. Durch diese Anomalien konnte die Obergrenze für die Masse eines Neutrinos nun auf 0,28 Elektronenvolt korrigiert werden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Masse, Astronomie, Galaxie, Neutrino
Quelle: www.physorg.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.06.2010 14:58 Uhr von alphanova
 
+9 | -0
 
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Die Masse eines Neutrinos würde damit ungefähr einem Milliardstel der Masse eines Wasserstoffatoms entsprechen. Manchmal kommts eben doch auf die Anzahl an ;)
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23.06.2010 15:27 Uhr von dapelza
 
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aha! des is ja alles sehr interessant. wenn mans versteht!
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23.06.2010 17:48 Uhr von DirtySanchez
 
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Man sollte Shortnews in Alphanews umbenennen. Mittlerweile schaue ich nur noch nach Wissenschaft -> Aktuellste.
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23.06.2010 20:57 Uhr von Sopha
 
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zustimm Früher bin ich über nen externen link auf die aktuellsten News, heute nurnoch nen RSS von Alpha ;)


BTT: Ganz interessant, wobei ich denke das man mit den normalen Dedektoren, sofern man denn Neutrinos findet, noch deutlich mehr erfahren könnte. Man stelle sich vor man könnte Neutrinos irgendwann als Energiequelle nehmen, so wie jetzt Solarstrom. Allein die schiere Menge die sekündlich durch die Erde einfach hindurchfliegt ist ja enorm. Allerdings sind wir davon noch weit entfernt, falls es überhaupt möglich ist.
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24.06.2010 01:01 Uhr von DirtySanchez
 
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Und aufgrund der geringen Wechselwirkungswahrscheinlickeit kann man sie als Energiequelle auch ausschließen.
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24.06.2010 19:55 Uhr von Sopha
 
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Die nahezu nicht vorhandene Wechselwirkung ist mir bewusst. (daher: " falls es überhaupt möglich ist)...

Auch das es Neutrinos gibt weiß ich und man hat ja auch schon welche detektiert und Informationen sammeln können.

Immerhin ist die in der News genannte Methode auch nur eine passive wirkung der Neutrinos, die vor Jahr-Milliarden stattgefunden hat und inzwischen durch sovieles hätte beeinflusst werden können.


Außerdem weiß man die was die Zukunft bringt. Ich bin mir sicher das man die Leistung von Detektoren noch erhöhen kann und möglicherweise (!) Neutrinos auch als Energiequelle nutzen könnte. Bis der Wirkungsgrad allerdings rentabel wird, kann es gern noch 1000 Jahre dauern.

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