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Urteil: Tierheime dürfen nicht jeden "ausgerissenen" Kater kastrieren

In Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen) hat sich nun gezeigt, dass Tierheime nicht jeden eingefangenen Kater einfach kastrieren dürfen. Dort hatte das zuständige Tierheim nämlich einen Zuchtkater kastriert, der seiner Besitzerin weggelaufen war und im Tierheim gelandet ist.

Bei seiner Flucht hatte sich der Siamkater verletzt und wurde vom Tierarzt bei der Operation gleich kastriert, da er laut Tierheim "einen verwahrlosten Eindruck" machte. Das Tier hatte ein Halsband an. Die Tierbesitzerin, die überall Suchplakate ausgehängt hatte, holte ihren Kater kurz danach ab.

Ein Gericht verurteilte jetzt das Tierheim dazu, Schadenersatz für die entgangenen Zuchterfolge zu zahlen. Nach Auffassung der Richter hätte das Tierheim den Kater nicht kastrieren dürfen. Zumindest nicht nach einer Zeit von drei Tagen. Der Kater war gechipt und gut genährt.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Kater, Tierheim, Kastration
Quelle: www.westfalen-blatt.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.06.2010 13:17 Uhr von atrocity
 
+11 | -3
 
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Na hoffentlich! Die können doch nicht einfach ein entflohenes Tier das eindeutig registriert ist kastrieren o_0

Da ist ja Schadensersatz das mindeste... Noch dazu wenn man weiß wie viel ein Zuchtkater mit Stammbaum wert ist.

Nur weil die Deppen zu faul waren einmal kurz zu checken wem das Tier gehört.
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21.06.2010 14:04 Uhr von ted1405
 
+8 | -1
 
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Jepp sehe ich ähnlich.

Wofür gibt es dann die ganzen Chips und Tätowierungen, wenn sich ein Tierheim beim Auffinden eines Tieres nicht einmal die Mühe eines Anrufs macht?
Also das erschreckt mich dann schon ein wenig.

Es sind doch sonst immer alle ganz scharf darauf, angefallene Kosten vom Besitzer (oder allgemein vom Verursacher) wieder zu holen. Aber scheinbar ist´s zu mühsam, den Besitzer einmal auszulesen und anzurufen.
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21.06.2010 14:08 Uhr von martin@pc
 
+3 | -2
 
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lukulus: der ist gut für viele haare in der wohnung :D
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21.06.2010 17:19 Uhr von no_trespassing
 
+3 | -0
 
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Wenn er gechipt war, dann ist klar: Erst hätte man den Besitzer ausfindig machen müssen, was kein großer Aufwand gewesen wäre.

Allerdings: Sonstige streunende Katzen müssen dringend kastriert werden. Sonst kriegen wir hier Verhältnisse wie in Mittelmeerländern.

Diese ganzen Züchtereien sind doch für´n Arsch. Was soll das?
Ein Tier ist kein Prestigeobjekt oder Modeerscheinung.
Wer ein Tier führen und versorgen will, kann auch einen Mischling aus dem Tierheim nehmen, wenn er es ernst meint.

Bevor ständig neue Tiere gezüchtet werden, sollte man lieber erst mal den Bestand aus den vielen Tierheimen abtragen und diese Einrichtungen entlasten. Allein auf Kreta und in Ägypten gibt es tausende (!), denen allen ein gutes Zuhause geboten werden kann.
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20.10.2010 16:39 Uhr von JustMe27
 
+1 | -0
 
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Gut so! Unseren Kater kastrieren, wäre bei einem Tier mit seinem Stammbaum ein Verbrechen und so tolle Babys wie der macht auch einfach nur traurig...

@über mir: Denk dir nichts, ich sehs genauso, aber meine Eltern z.b. betreiben Zucht als Hobby und nicht zum Profit, und bisher hat die Zucht in den 2 Jahren ihrer Existenz einen Wurf hervorgebracht. Ich glaube da gibts schlimmere Beispiele^^

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]

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