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Ölförderung: Prognose zeigt, wohin der Trend gehen soll

In tieferen Gewässern gibt es noch viel Öl und Gas. Darauf wendet sich nun vermehrt der Blick der Ölindustrie. So konnte die dänische Firma Maersk vor ein paar Tagen vermelden, dass man vor Angola in über 1.300 Metern Tiefe noch 4.697 Meter bohrte und dabei auf Öl stieß. Das Meer lockt die Konzerne.

Ein britisches Unternehmen schätzt, dass bis 2015 etwa eine halbe Milliarde Dollar investiert wird, um vor Küsten in über 500 Metern Tiefe zu bohren. Neue Anlagen erreichen durchschnittlich bereits fast 1.000 Meter. Die Zahl der Stellen an denen Öl gefördert wird soll weiterhin steigen.

Dieses Jahr sollen knapp 350 neue Plattformen hinzukommen, die Gesamtzahl in den nächsten Jahren von 3.000 Bohrinseln auf 5.000 steigen. Ein Mitarbeiter des Thinktanks "Cato Institute" erklärte, dass es noch Öl im Wert von Billionen Dollar gebe und dass Unfälle die Förderung nicht stoppen werden.


WebReporter: Getschi
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prognose, Trend, Ölförderung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2010 15:35 Uhr von 5MVP5
 
+25 | -3
 
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Warum wollen die noch lange bohren wenn das Öl doch schon auf dem Wasser daherschwimmt. <-- Vorsicht Ironie

[ nachträglich editiert von 5MVP5 ]
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19.06.2010 15:37 Uhr von Urrn
 
+14 | -8
 
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Ein Unfall hat desaströse Folgen, wie man sehen kann. Aber noch mehr als bei der Atomkraft ist Ölforderung im Moment noch unersetzlich und hält unsere Industrie und unseren Wohlstand am laufen. Daher muss dieser gewaltige Ausbau vorgenommen werden, natürlich unter entsprechend hohen Sicherheitsvorkerhungen.
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19.06.2010 16:10 Uhr von gungfu
 
+12 | -2
 
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ist doch klar, das Unfälle die nicht stoppen. Wenn die nicht dafür gerade stehen müssen interessiert die das doch einen Dreck. Gut Vileicht sind sie ärgerlich weil ihr schönes Öl und somit ihr Gewinn flöten geht.
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19.06.2010 16:31 Uhr von MrKlein
 
+9 | -1
 
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sollte man doch meinen das dann der ölpreis zurück geht oder nicht? wenn genug öl für alle da is aber davon werden wir nix merken.....
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19.06.2010 17:36 Uhr von Adleraugen
 
+8 | -3
 
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Na Toll: Und im Jahre 2050 haben wir dan 187000 Bohrinseln und mann kann dann bei TUI und Konsorten Bohrinsel-hoping-touren buchen und Ölteppiche kaufen.
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19.06.2010 17:37 Uhr von Gorli
 
+7 | -1
 
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@ MrKlein: Jein, der Ölpreis geht auch zurück, aber nur in Relation zu den Preisen, den man hätte, wenn man diese Tiefseebohrungen nicht durchführen würde. Es wird geschätzt, dass ca 1/3 aller noch nicht Entdeckten Ölquellen in der Tiefsee liegen.
Die Preisfrage ist: Warum hat da noch keiner Zugeschlagen? Richtig, weil der Ölpreis bisher noch zu niedrig war um die Erschließung rentabel zu machen. Und hier liegt der Hund begraben. Man kann heute schon "rentabel" Tiefseeöl bohren, sogar mit allen Sicherheitsvorkehrungen, nur eben nicht nach den Maßstäben von Exxon und BP. Alles wo nicht mindestens 500% Gewinn vom Investment kommt, wird weiter als Resserve eingestuft und gewartet bis der Preis entsprechend hoch ist.
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19.06.2010 17:47 Uhr von gehirntumor001
 
+5 | -1
 
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@MrKlein: Nein!

Den denkfehler den du gemacht hast machen viel andere auch. Öl wird in erster linie nicht teuer weil uns eine ölknappheit droht... nein... Das problem ist das einfach zu förderndes öl (=billiges öl) beinahe komplett verbraucht ist und es immer aufwendiger (=teurer) wird öl zu fördern.

Beispiel:
Wo man noch vor 50 jahren nen sparten an der richtigen stelle in die erde hauen und das öl sprudelte oder spritzte aus der quelle nur so raus, gibt es heutzutage kaum noch ölquellen die dicht an der erdoberfläche sind.
Heutzutage muss man schon in extremen tiefen nach öl bohren oder hunderte kilometer vor der küste eine riesige ölplattform aufstellen um dann tausende kilometer nach öl zu bohren. Das bringt natürlich die kosten auch enorm in die höhe, man spricht hier auch von "liftingcost". Wo man noch früher liftingcost von etwa 0,02 bis 0,10 US$ pro barrel hatte, liegt man heutzutage zwischen 5 und 40 US$ pro barrel an liftingcost.
Das natürlich der ölpreis immer höher ist als die liftingcost, sollte natürlich klar sein, das verhält sich ähnlich wie mit EK (=einkaufspreis) und VK (=verkaufspreis).

Im übrigen die aufwendigste (=teuerste) methode um öl zu bekommen, ist um danach zu graben! Dies geschieht bereits im großen stil in kanada, wo man nach "oil sands" gräbt...
Ist meiner meinung nach, noch eine größere umweltsauerei als das problem im golf von mexiko!
http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von gehirntumor001 ]
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19.06.2010 17:49 Uhr von Andreyxz
 
+6 | -2
 
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man sollte nicht vergessen, das laut neuesten erkenntnissen der Ölvorrat nicht wirklich versiegt. Das Öl wir unter der Erdoberfläche laufend erneuert. so viel zum Them" Das Öl geht irgendwann aus"
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19.06.2010 18:14 Uhr von MrKlein
 
+4 | -0
 
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danke: das ihr mich berichtigt habt:)
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19.06.2010 18:50 Uhr von XKeksX
 
+2 | -2
 
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@Andreyxz: Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das tatsächlich nicht ausgeht.

Woher soll die ganze Materie kommen? Aus ´nem Portal zu einer anderen Dimension?

Öl wird geschöpft, Öl wird verbrannt. Und woher kommt neues Öl? Aus den Tiefen der Erde. Ok. Aber irgendwann wird auch da alles leer sein. Und woher kommts dann?
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19.06.2010 19:16 Uhr von gehirntumor001
 
+8 | -1
 
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@Andreyxz & XKeksX: Ich will auch hier gerne aufklären...

Theoretisch gesehen hat Andreyxz mit der aussage "Das Öl wird unter der Erdoberfläche laufend erneuert." sogar recht...

ABER...

Praktisch ist das dummes zeug. Weil wenn wir schauen wie lange die natur und die erde gebraucht hat um das öl zu erzeugen das wir jetzt gebrauchen, dann versteht auch jeder warum wir hier praktisch von einem NICHT-erneuerbaren energiemedium sprechen!

Ohne jetzt zu tief auf die entstehung von öl einzugehen, hier mal die nackten (und traurigen) fakten:
Die menschheit hat es geschafft innerhalb der letzten 100 jahre beinahe die hälfte des gesamten erdölvorkommen aufzubrauchen und wird aller vorausicht nach innerhalb der nächsten 50 jahre es schaffen, erdöl soweit aufzubrauchen das es wirtschaftlich völlig unrentabel wird, von diesem energiemedium weiter abhängig zu sein.
Dabei hat die erde MILLIONEN von jahre gebraucht um das öl herzustellen, welches wir in ca. 150 jahren beinahe komplett aufbrauchen werden.

Also können wir nochmal ein paar millionen jahre warten bis die erde genug öl in einem langwierigen chemischen prozess unter hohem druck und großer hitze aus abgestorbenen meeresorganismen wie algen und anderen biomassen hergestellt und gekocht hat.

Jup... und wer es noch nicht wusste, öl stammt eigentlich aus toten lebewesen und anderen abfällen aus der natur!

Also wer nächstes mal zu tanke geht, der kann dann sagen, ich geh ein paar millionen jahre alte tote lebewesen tanken ;)

Mehr informationen über entstehung von öl:
http://de.wikipedia.org/...
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19.06.2010 20:21 Uhr von Phoenix88
 
+1 | -3
 
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cool: noch paar löcher mehr boren damit wir alle im öl verrecken wenn dann ein streichholz fällt schmoren wir alle in der von uns gemachten hölle

[ nachträglich editiert von Phoenix88 ]
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19.06.2010 21:10 Uhr von NeueZeit
 
+6 | -1
 
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Wenn man das Geld, was man nun in die weitere und neue Förderung reinstecken will, in die Entwicklung und Speicherung erneuerbare Energien einsetzen würde, würde ich von Vernunft sprechen.

Aber dann wäre ja auch die Abhängigkeit verschwunden und damit auch die Versklavungsmöglichkeit, die so immer weiter vertieft wird.

Und wenns Öl dann alle ist, oder die Förderung unbezahlbar wird, schreien alle und fragen sich, warum sie nicht schon vorher umgelenkt haben.

Manchmal weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, während das Ölloch noch immer nicht gestopft wurde, obwohl wir die Konzerne ja soooo modern und sicher sind und immer alles unter Kontrolle haben.
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30.06.2010 16:53 Uhr von Schwertträger
 
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@Phoenix88: Seit wann ist Erdöl entflammbar mit einem Streichholz?

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