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Strukturwandel in der Weltwirtschaft: Entwicklungs- überholen Industrieländer

Nach einer OECD-Studie steht der Weltwirtschaft ein struktureller Wandel bevor, der einen "historischen" Wendepunkt bedeutet. Die traditionellen Industrienationen werden bald erstmals von einigen aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern überholt werden, was deren Beitrag zur Weltwirtschaft angeht.

Bis zum Jahr 2030 sollen die aufstrebenden Länder bereits 57 Prozent des Gewichts der Weltwirtschaft tragen. Insbesondere der rasante Aufstieg Indiens und Chinas sei dafür verantwortlich, trage aber auch zum Wachstum anderer Entwicklungsländer bei.

Die neue Ordnung der Weltwirtschaft zeichne sich vor Allem durch einen stärkeren Süd-Süd-Austausch aus, das heißt, die Schwellen- und Entwicklungsländer werden verstärkt untereinander investieren und handeln. Problematisch sei allerdings, dass sich die Kluft zwischen aufstrebenden und schwachen Ländern vergrößern werde.


WebReporter: maude
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: China, Indien, Weltwirtschaft, Entwicklungsland, Schwellenland, Industrieland
Quelle: www.zeit.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.06.2010 10:56 Uhr von dreamlive
 
+5 | -7
 
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Die Industrieländer haben die Entwicklungsländer immer ausgeschlossen und sogar ausgeraubt, da ist es kein Wunder wenn sie sich unabhängig entwickeln.
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17.06.2010 11:49 Uhr von Floppy77
 
+12 | -2
 
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Viele: Konzerne haben Jahrzehntelang in diese Entwicklungsländer ihre Industrie ausgelagert. Es ging gar nicht billig genug. BASF z. B. stellt in Indien die ganzen Chemikalien her die in Deutschland in der weiterverarbeitenden Industrie sogar verboten sind. In Indien werden damit Stoffe gebleicht und gefärbt und landen dann hier in vielen Geschäften und machen Verkäufer wie Kunden krank.

Und wer in China produzieren lässt braucht sich nun nicht wundern, wenn eigene Produkte kopiert werden und dann den Weg auf europäische Märkte finden. Gleichzeitig haben auf Grund der dadurch verschuldeten Arbeitslosenzahlen weniger Leute das Geld die billig hergestellte Ware zum gleichen teueren Preis zu kaufen. Das bringt die Wirtschaft zum Heulen und der Staat muss ordentlich Kohle in die Industrie stecken, damit die Manager nicht am Hungertuch nagen müssen...
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17.06.2010 12:48 Uhr von ThomasHambrecht
 
+12 | -0
 
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Ich nenne die (grosse) Automarke besser nicht die sich eine Fertigungsstrasse in Deutschland von Chinesen hat bauen lassen - zum Aufbringen von Bildern, Mustern und Logos auf Autos (für Sondereditionen).
Nach drei Jahren war die Edition fertig, das Werk stand leer - und die Chinesen haben die Anlage heimlich abmontiert und nach China gebracht.
Jetzt kann der Hersteller in Deutschland - für eine weitere Edition - seine eigenen Logos, Bilder und Farben und seine eigene Fertigungsstrasse nicht mehr verwenden, weil die Chinesen alles abmontiert und alles patentiert haben. Rechtlich einwandfrei, da die Fertigungsstrasse offiziell nur gemietet war. Mittlerweise steht die abmontierte Anlage in China und der deutsche Hersteller zahlt Lizenzen. Vorsicht - wer mit China Geschäfte macht.
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17.06.2010 13:21 Uhr von Alice_undergrounD
 
+10 | -0
 
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ja bleibt zu erwähnen: dass wir auch mal ne schlappe milliarde einwohner weniger haben :D:p

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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17.06.2010 15:26 Uhr von Rambo123
 
+7 | -1
 
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ist: doch klar das Länder wie China oder Indien uns bald überholen, mit so vielen Einwohnern, da steckt ein riesiges Potenzial dahinter, dass kann man sich kaum vorstellen...
Die Chinesen werden nur dann ein Problem bekommen wenn sie selbst Geld in Entwicklung und Qualität stecken müssen, denn im Moment können sie nur kopieren oder minder wertige produkte herstellen, dass dauert dann noch ein bisschen bis die auf unserem Niveau sind. Aber auch die Löhne von den Menschen werden steigen, wenn die mal rausbekommen das man in Deutschland für weniger Arbeit 10-20 x soviel gehalt bekommt wie die, dann schreien die auch nach mehr, und dann ist es auch net das gelbe vom Ei in China zu Produzieren...
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17.06.2010 15:56 Uhr von Dideldidum
 
+4 | -0
 
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@dreamlive: Humbug. Diese Entwicklung ist alles andere als unabhängig. Der rasante Aufschwung in Ländern wie China, Korea, Taiwan etc pp ist doch einer Einbindung in den Weltmarkt und einer Öffnung für Investitionen und der Anwerbung von ausländischen Firmen zu verdanken.
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17.06.2010 16:14 Uhr von strausbertigen
 
+9 | -2
 
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Und was bringts??? Schon mal jemand z.B. in Indien gewesen? Also sorry ich hab selten so ein verdrecktes Land gesehen. Schonmal in Indien aus einem Zug geschaut??? Ja? und was habt ihr da gesehen auf den Feldern und sonst überall??? Genau, Aluminium und Müll....Das Aluminium ist von diesen Fertigessen, die grundsätzlich jeder während der Fahrt aus dem Zug wirft....die kompletten Zugstrecken sind voll damit. Städte, verdreckt und verkommen bis zum geht nicht mehr...überfüllt, verarmt, stinkend und was weiss ich was noch alles.

Da sollen die von mir aus produzieren bis sie schwar ähhh oder weiss werden....denen bringt es garnix und was bringt bitte eine Weltwirtschaft wenn die eigenen Leute da im Dreck und in der Armut versinken? Da bau ich lieber mit meinem Nachbarn Volkskartoffeln an und pfeiff auf diese tolle Weltwirtschaft, Hauptsache uns gehts lokal gut.
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17.06.2010 16:53 Uhr von fallobst
 
+4 | -0
 
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@ strausbertigen: denk ich mir auch jedes mal, china ist da auch kaum weiter, wenn man bedenkt was die z.b. alles immer in den mekong (in indien der ganges) schütten.
da war die pest wohl schon lang nicht mehr unterwegs ^^

naja und von der produktivität pro person brauchen wir gar nicht erst anzufangen. aber richtig ist, dass die uns dennoch mit der masse den rang ablaufen.
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17.06.2010 17:05 Uhr von Bruno2.0
 
+3 | -0
 
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Aber: Auch nur solange die Löhne billig bleiben und die Leute sich damit zufrieden stellen lassen.

Wenn die zu teuer werden wird das Nächste billig Lohnland heimgesucht und da wird dann Weiter Billig Produziert und Teuer verkauft.


Ich sage nur iPad, iPod und iPhone Herstellung beläuft sich auf max. 150€ und verkauft wird es für 500€ ++++
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17.06.2010 19:29 Uhr von fallobst
 
+2 | -0
 
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@ bruno: genau deshalb ist auch eine demokratiesierung chinas (abbau des gesellschaftlichen kastensystems in indien analog) das beste, was (nicht nur) unserer wirtschaft passieren könnte.

wenn die millionen wanderarbeiter chinas (die einen nicht zu unterschätzenden einfluss auf deren positive wirtschaftliche entwicklung haben) sich querstellen und auflehnen, dann profitieren auch wir davon.

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