Stellare Bedeckungen liefern neue Erkenntnisse über Objekte des Kuiper-Gürtels
James Elliot vom Massachusetts Institute of Technology beschäftigt sich intensiv mit Objekten des sogenannten Kuiper-Gürtels. Dabei handelt es sich um eine Region im äußersten Sonnensystem, in der extrem viele, unterschiedlich große Gesteins- und Eisbrocken ihre Bahnen um die Sonne ziehen.
Die Beobachtung solcher Objekte ist wegen ihrer meist geringen Größe und Helligkeit enorm schwierig. Wenn solche Objekte einen Stern kurzzeitig verdecken, lassen sich aus dem Licht wichtige Informationen über deren Größe und Zusammensetzung ableiten. Dies gelang etwa bei dem Objekt "KBO 55636".
Anfang Oktober 2009 verdeckte es zehn Sekunden lang einen Stern. Die kurze Zeit reichte aus, um den Radius auf ungefähr 143 Kilometer zu bestimmen. Das sehr hohe Reflexionsvermögen von "KBO 55636" deutet auf eine unverschmutzte, eisbedeckte Oberfläche hin, was für diese Objekte recht ungewöhnlich ist.