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Leichtsinn im Münchner Wahlamt: 15.000 Privatanschriften landen bei Adresshändlern

Ein erneutes Fiasko in Sachen Datenschutz hat sich in Deutschland aufgetan. Einer Reihe von Nachlässigkeiten und Schlampereien der Münchner Stadtverwaltung ist es zu verdanken, dass die privaten Anschriften von etwa 15.000 Briefwählern nun in die Hände des Adresshändlers MTM-Lübeck geraten sind.

Nach Angaben des "Stern" sollten unzählige Kuverts mit den Adressen von Briefwahlanträgern "über eine Mittelsperson" an den Jesuitenorden weitergereicht werden - angeblich "zur Ablösung von Briefmarken für wohltätige Zwecke". Auflagen zum Umgang mit den Daten wurden seitens des Wahlamtes allerdings nicht gemacht.

So verkaufte der Orden die Umschläge an einen privaten Markenhändler weiter, von wo aus die Daten an den Adresshändler gelangt sein müssen. Die Stadt München will nun Strafantrag gegen das Unternehmen stellen.


WebReporter: maude
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: München, Daten, Datenschutz, Adresse, Briefwähler
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.06.2010 19:24 Uhr von MBGucky
 
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Die Stadt München: sollte man verklagen. Sie waren es die die Adressen unerlaubt weitergegeben haben. Wohltätige Zwecke hin oder her.
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16.06.2010 19:48 Uhr von applebenny
 
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Leichtsinn???? Nichts Leichtsinn, nur Geld machen, koste es was es wolle -.-
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16.06.2010 20:15 Uhr von shadow#
 
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Kommt davon wenn man seine Absenderadresse aussen auf den Briefumschlag schreibt.
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17.06.2010 01:27 Uhr von DarioBerlin
 
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> Auflagen zum Umgang mit den Daten wurden seitens des Wahlamtes allerdings nicht gemacht

Schaut so aus, als ob die Münchner Stadtverwaltung schlechte Karten hat mit Ihrer Anzeige.
Da werden sie wohl mal sehen müssen,wie übel einem mitspielen kann bei useren löchrigen Gesetzen. Schade daß wir das alle wieder gemeinsam ausbaden müssen ! Sauerei ^10

[ nachträglich editiert von DarioBerlin ]
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17.06.2010 01:37 Uhr von shadow#
 
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@DarioBerlin: Das sollte in diesem Fall nichts ausmachen.
Dafür haben wir das Bundesdatenschutzgesetz.

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