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Cordoba: Kein gemeinsames Gotteshaus für Christen und Moslems

Der Bischof von Cordoba wird seine Kathedrale nicht mit Moslems teilen, obwohl die katholische Kirche in Cordoba nach eigener Aussage ein sehr gutes Verhältnis zu den Moslems in der Region hat.

Dennoch sieht der Bischof keine Möglichkeit, muslimische Gottesdienste in der Kathedrale zuzulassen. In Cordoba hatten Muslime eine gemeinsame Nutzung der Kathedrale vorgeschlagen. Nach Auffassung des Bischofs käme das aber einem "Rausschmiss" der Christen aus ihrer Kathedrale gleich.

Allerdings will der Bischof weiterhin mit den Muslimen zusammenarbeiten, die den Islam in "Frieden, Gerechtigkeit und Koexistenz" ausleben. Die Kathedrale in Cordoba wurde aus einer ehemaligen Moschee errichtet. Diese Moschee allerdings wurde bereits an der Stelle einer katholischen Kirche gebaut.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Christ, Muslim, Gotteshaus, Cordoba
Quelle: www.kath.net
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2010 20:44 Uhr von Floppy77
 
+3 | -15
 
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15.06.2010 20:52 Uhr von azru-ino
 
+10 | -1
 
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naja: was soll man denn erwarten? Ich glaube nicht, dass Angehörige der jeweiligen Religionen ein Gotteshaus mit andersgläubigen teilen können. In gewisser Weise wäre das auch paradox, aber allein darüber nachzudenken, ob es möglich wär, finde ich sehr tolerant und begrüßenswert.
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15.06.2010 21:27 Uhr von Klecks13
 
+5 | -0
 
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schon für eine gemeinsame: Nutzung mit Protestanten müsste das katholische Kirchenrecht sehr großzügig ausgelegt werden. Für die vorgeschlagene Nutzung zusammen mit Muslimen, also Nicht-Christen, besteht da ganz sicher kein Spielraum..
Dass dies überhaupt in Erwägung gezogen wurde, verdient allerdings größten Respekt für die Vertreter beider Religionen in Cordoba!
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15.06.2010 23:28 Uhr von shadow#
 
+2 | -4
 
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Konnten sich wohl nicht über den Putzplan einigen: Der Bischof hat eine sehr seltsame Auslegung von gutem Verhältnis, zumindest was seine Begründung angeht.
Eine so deutliche Annäherung an andere Religionen ist seitens der katholischen Kirche aber sowieso nicht möglich, und schon gar nicht gewollt. Auch für den Islam ist das... seltsam.
Allein über sowas nachzudenken ist ziemlich naiv, wo doch beide Religionen für sich beanspruchen, die einzig richtige zu sein und das auch jeweils Schwarz auf Weiss haben.
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15.06.2010 23:43 Uhr von TheSpecialist
 
+4 | -7
 
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@made in germany: und wer hat dich rausgelassen?
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15.06.2010 23:46 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+8 | -9
 
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Katholiken, bleibt standhaft! Ich erinnere nur an den Vorfall als eine muslimische Reisegruppe, bestehend aus 118 Personen, sich in der Kathedrale zum muslimischen Gebet verabreden wollten.
Als sie vom Wachmann daran gehindert wurden kam es zu großen Tumulten und Aggressionen von Seiten der muslimischen Reisegruppe, so dass die Wachmänner gar auf islamische Art und Weise mit Messern bedroht wurde. Kein gemeinsames Gotteshaus für Christen und Heiden!

http://www.politikstube.de/...
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16.06.2010 09:48 Uhr von Klecks13
 
+2 | -0
 
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@ shadow#: "Der Bischof hat eine sehr seltsame Auslegung von gutem Verhältnis, zumindest was seine Begründung angeht."

Nein, die Begründung ist völlig korrekt: Selbst für nicht katholischen Christen sind die Grenzen schon sehr eng (Stichwort Kommunion), da sich die katholische Kirche im alleinigen Heilsanspruch sieht. Die Nutzung einer Kirche für Rituale nicht christlicher Religionen wäre nach katholischem Dogma eine Entweihung - somit tatsächlich eine Art Rausschmiss.
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16.06.2010 09:50 Uhr von GuruRoach
 
+2 | -4
 
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Tauschgeschäft Die Kathedrale in Cordoba war eine Moschee, die die Christen nach den Kreuzzügen in Spanien zur Kirche umgebaut haben.

Die genauso bekannte Hagia Sophia in Istanbul ist eine Kathedrale, die die Moslems nach ihrem Sieg über die Byzantiner zur Moschee umgebaut haben.

Beide vergleichbar gross und bedeutend, beide in "Heiligen Kriegen" erobert und dann als Symbol für den Sieg der eigenen Religion gegen über die jeweils andere stehend...

Sollen doch die Türken den Christen ihre Kathedrale für Gottesdienste wiedergeben, dann können doch durchaus die Moslems ihre ehemalige Moschee in Cordoba wieder nutzen.

...Nur irgendwie glaube ich da nicht dran, dass das stattfinden wird.

( Lasst uns doch stattdessen den freien Märkten huldigen und ein Einkaufszentrum mit Disco in die alten Hütten reinbauen. )
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16.06.2010 10:17 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -0
 
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Hin und her: @GuruRoach:
Die Kathedrale von Cordoba war eine Moschee, davor stand da aber eine katholische Kirche.

Aber ist auch egal, kindisch wäre es, das Ganze auf "ich war zuerst da" zu reduzieren.

Ich persönlich würde auch von einem Moslem nicht verlangen, daß er seine Moschee einem Christen zum Beten zur Verfügung stellt, oder einem Atheisten für ne Party.
Für Gläubige jeglicher Religion sind diese Gebäude nun mal Orte, an dem sie ihren Glauben ausleben. "Timesharing" finde ich da unpassend.

Auch wenn man nicht an einen Gott glaubt, sollte man den Glauben anderer respektieren, auch wenn er oft kopfschütteln hervorruft ;-)
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16.06.2010 15:03 Uhr von radiojohn
 
+1 | -1
 
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Seit wann wird denn die westgotische Kathedrale als katholische Kirche anerkannt?

"Der Ort, an dem sich die Moscheekathedrale befindet, diente schon zu Zeiten des Römischen Reiches der Religionsausübung. Es befand sich dort ein römischer Tempel, danach eine westgotische Kathedrale für Sankt Vincent von Zaragoza."
"Mit dem Bau der Moschee wurde 784 unter der Aufsicht von Abd ar-Rahman I., dem ersten umayyadischen Emir von Córdoba, begonnen."
"Die heutige Ausdehnung erlangte das Gebäude mit der Erweiterung der Außenschiffe und des Orangenhofes (spanisch: Patio de Naranjas).1236, im gleichen Jahr, in dem Ferdinand III. von Kastilien Córdoba von den Mauren zurückeroberte, wurde die Moschee zur christlichen Kirche geweiht."

Die christlich fundamentalistische website, welche hier als Quelle herangezogen wurde, kann natürlich, um sich nicht selbst ad absurdum zu stellen, nur eine solche Meinung vertreten und verteidigen:
"Der Bischof von Córdoba, Juan José Asenjo, ist gegen eine Umwandlung der Kathedrale in ein sogenanntes „Ökumenisches Gotteshaus“. Er begründet das mit dem archäologischen Nachweis, dass die Moschee über den Fundamenten einer westgotischen Kathedrale erbaut wurde. Daher sei eine partielle Rückwandlung der Kathedrale in eine Moschee abzulehnen."

(Alle Zitate aus "Wikipedia.org")

r.j.
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17.06.2010 01:51 Uhr von XFlipX
 
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"jedesmal pingelig reinigen müssten": Naja, ob das so ist. Bei den Schiiten ist die rel. Waschung/Reinigung vor dem Gebet nur symbolisch bzw. nur andeutungsweise. Pingelig halte ich deshalb für übertrieben.

Ob es andersrum möglich wäre, da habe ich auch meine Zweifel. Allein die Geschlechtertrennung, dürfte Probleme bereiten.

Zumahl ich persönlich für die Christen die Ökumene für viel wichtiger halte als darüber zu sinniren, in wieweit eine religionsübegreifende Nutzung von Kirchen möglich ist. Dazu wurden schließlich Kirchen nicht gebaut.

XFlipX

[ nachträglich editiert von XFlipX ]
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27.07.2010 17:54 Uhr von fardem
 
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Verfassungschützer du bist mein Lieblingshetzer hier...

immer oben drauf...

dein Zitat:
"Als sie vom Wachmann daran gehindert wurden kam es zu großen Tumulten und Aggressionen von Seiten der muslimischen Reisegruppe, so dass die Wachmänner gar auf islamische Art und Weise mit Messern bedroht wurde."


Großes Tumult kam es also.
Der wachmann wurde auf Islamischer art und weise mit messern bedroht?

Was auch immer bedrohen mit islamsicher ar tund wiese ist.

schauen wir mal was deine Quelel zu dem Großen Tumult der 118 Turisten sagt.


Zitat aus deiner Quelle.
"Zwei Österreicher hätten die Wachleute jedoch angegriffen und mit einem Messer bedroht. Sie hätten sich auch der Festnahme durch die Polizei widersetzt. Bei dem Gerangel seien ein Polizist und ein Wachmann leicht verletzt worden."
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15.09.2010 02:49 Uhr von edi.edirne
 
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na da bin ich froh: das das nicht in der türkei war. was wäre die türkei für ein pöses pöses muslland geworden. na da hätte es ja nicht schlimmer sein können. wie hätte man nur den lieben lieben christen diese bitte abschlagen können?! und das wäre ja dann der beweis, dass die türkei christenfeindlich ist und nicht reif für die eu und und und...

aber da es sich um eine katholische kathedrale handelt, ist es ja nachvollziehbar. von daher ist ja alles nochmal gut gegangen...

ach und die ironie könnt ihr euch...

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