15.06.10 14:12 Uhr
 1.469
 

Anthropologie: Amerika wurde wahrscheinlich in zwei Wellen besiedelt

Ein internationales Forschungsteam mit deutscher Beteiligung hat herausgefunden, dass Amerika wahrscheinlich in zwei Wellen besiedelt wurde, die unabhängig voneinander auftraten. Zu diesem Ergebnis gelangte das Team nach der intensiven Untersuchung verschiedener Skelette amerikanischer Ureinwohner.

Die analysierten Überreste stammen von modernen und prähistorischen Menschen Südamerikas und sind zwischen 7.500 und 11.500 Jahre alt. Auffällig sind große anatomische Unterschiede in der Schädelform. Die Studie deutet darauf hin, dass der letzte gemeinsame Vorfahr außerhalb von Amerika lebte.

Demnach gab es zwei Einwanderungswellen: Die erste kam über die Beringstraße aus Nordostasien und gründete Stämme in Zentral- und Südamerika. Unabhängig davon folge später eine zweite Welle - ebenfalls über die Beringstraße - und brachte die auffällige Schädelform auf den amerikanischen Kontinent.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Amerika, Einwanderung, Anthropologie, Besiedelung
Quelle: idw-online.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Umfrage: Sollte die CDU noch weitere vier Jahre regieren ?
Mikroplastik in Mineralwasser gefunden
US-Studie zur Erderwärmung: Meeresspiegel steigt deutlich schneller

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
15.06.2010 14:12 Uhr von alphanova
 
+14 | -0
 
ANZEIGEN
Ich denke, unsere frühe Vergangenheit wird auch in 100 Jahren noch nicht völlig erforscht sein. Dazu gibt es einfach viel zu viele neue Entdeckungen, die verschiedene Theorien sogar gegenseitig ausschließen. Daher ist es ein äußerst komplexes aber auch interessantes Forschungsgebiet.
Kommentar ansehen
15.06.2010 14:17 Uhr von Soref
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
Sehr interessant. Da kam auch erst letztens im TV eine interessante Dokumentation darüber, wie die Wikinger damals bereits amerikanischen Boden betreten haben sollen. Dies wurde zwar, wenn ich mich recht entsinne nicht zu 100% nachgewesen, doch soll es stichhaltige Hinweise bei Ausgrabungen gegeben haben die dies bestätigen.

Wieder einmal eine tolle News @alpha :)
Kommentar ansehen
15.06.2010 14:50 Uhr von SEELENTROST
 
+7 | -5
 
ANZEIGEN
Lasst mich mal eine Frage stellen "(Zitat:) Amerika wurde wahrscheinlich in zwei Wellen
besiedelt... (Ende Zitat)"

Hhhmmm... waren dann erst die Schlauen da, zogen dann
weiter?
Und in der zweiten Welle haben sich die Dummen breit gemacht?

/ironie

LG
Kommentar ansehen
15.06.2010 15:22 Uhr von LLCoolJay
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Genau genommen: gab es doch sogar 3.

Die ersten 2 wie beschrieben und die 3. durch die Europäer im 17. Jahrhundert.
Amerigo Vespucci war der erste, der erkannte das es sich um einen "neuen" Kontinent handelt wenn ich mich nicht irre?

[ nachträglich editiert von LLCoolJay ]
Kommentar ansehen
15.06.2010 15:59 Uhr von iamrefused
 
+2 | -6
 
ANZEIGEN
das: interessiert mich min 10 jahre nicht mehr. was mit ami land so los ist
Kommentar ansehen
15.06.2010 16:07 Uhr von Uschi92
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
angenehme News endlich mal jemand, der News einliefert, die Inhalt und Fakten beinhalten.

Zumal es sich 1. um keine Aliennews und 2. keine Prominews handelt, ist diese News endlich mal wieder ein Lichtblick, dass das Niveau von ShortNews wieder steigen wird.
Kommentar ansehen
15.06.2010 16:25 Uhr von TrangleC
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die "zwei Wellen" Theorie ist doch schon alt. Jedenfalls alt genug um von Rechtsradikalen politisch missbraucht zu werden.

Seit es vor 10 oder 15 Jahren zum ersten mal hiess dass Amerika zuerst aus Europa besiedelt wurde und später eine zweite Welle aus Asien kam die die europäischen Erstsiedler ausgerottet hat, gibt es in Amerika Leute die lauthals verkünden man müsse sich für den Massenmord an den Ureinwohnern nicht mehr schämen, weil deren Vorfahren es genau so - nur noch gründlicher - gemacht haben als sie nach Amerika kamen.
Kommentar ansehen
15.06.2010 16:48 Uhr von supermeier
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Zwei mal besiedelt und ein mal erobert: so würde es stimmen.
Kommentar ansehen
16.06.2010 00:55 Uhr von Thomas_Covenant
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Verschiedene Theorien zur Besiedlung: Es gibt zahlreiche Theorien und Vermutungen über die Besiedlung der amerikanischen Kontinente, die von den verschiedenen Forschern und Schulen vertreten werden.
Die Annahme, dass Amerika allein über die Beringstraße besiedelt wurde, steht mittlerweile auf sehr wackeligen Füßen.
So gibt es neben der Beringsstraße und der schon erwähnten möglichen Einwanderung aus Europa auch die Vermutung, dass Südamerika über den Seeweg (Pazfik) schon viel früher (um 30.000 v.Chr.) besiedelt wurde. Da es sich aber NOCH um Einzelfunde handelt, kann man es noch nicht als absolut belegt ansehen. Aber es ist zB belegt, dass Patagonien vor 30.000 Jahren eisfrei war und dort durchaus Menschen gesiedelt haben könnten. Verschiedene Funde deuten sies an. Aber bislang ging man davon aus, dass zu dieser Zeit dort eine Eiswüste herrschte.

Bei der Europa-Theorie handelt sich übrigens um die Solutréen-Kultur, welche in Westeuropa beheimatet war und über die besondere Bearbeitung der Steinspitzen definiert wird. Ähnliche Spitzen fand man im Osten von Nordamerika. Dieser SpitzenTyp unterscheidet sich eindeutig von denen der Clovis-Kultur, welche bislang immer als älteste Kultur in Nord- und Mittelamerika angesehen wird. Einen endgültigen Beweis hat man zwar nicht, es ist jedoch erwiesen, dass schon im Jungpaläolithikum zur der Zeit der Solutréen kleinere Boote genutzt wurden. Und hier hätten sich die Menschen an den damaligen Gletschern und Eismassen bis nach Amerika entlang-hangeln können.

@ Soref
Es ist übrigens eindeutig bewiesen, dass Leif Eriksson (Sohn von Erich dem Roten) um 1000 n.Chr. die Küste von Kanada erreicht hat. Eine wirklich dauerhafte Siedlung gab es allerdings nicht.

Neue Ergebnisse gehen auch von einer doch recht früheren Besiedlung Amerikas aus, da Funde auftauchten, die eine frühere Datierung Besiedlung nahelegen.
Ein Beispiel dafür ist "Lucia" , ein Schädelfund aus einer Mine im Bundesstaat Minas Gerais, unweit von Belo Horizonte. Das Alter wird mit 13.300 Jahren angegeben und dies widerspricht der Clovis-Theorie. Außerdem hatte Lucias Schädel Merkmale der Ureinwohner Australiens und Melanesiens. Demnach käme eine Besiedlung über den Pazifik durchaus in Frage. Bislang aber leider noch ein Einzelfund.
Ein bekannter Forscher, der eine frühere Besiedlung vertritt, ist Tom Dillehay.
ZU diesem Thema hier mal ein ganz netter Artikel, der die ganze Diskussion zusammenfasst:

http://www.wissenschaft.de/...

[ nachträglich editiert von Thomas_Covenant ]
Kommentar ansehen
16.06.2010 13:07 Uhr von Il_Ducatista
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zu wenig: das ist mir zu wenig. Ich schlage eine allererste Besiedlungswelle vor als die Bewohner von Atlantis ä Antarktis merkten dass ihr Klima unerträglich wird und sie ins heutige Südamerika ziehen mussten. Das ergab vor 25000 Jahren auch eine weitere Siedlungswelle ins heutige Ägypten und den Bau einer Grosstadt mit pyramidenförmigen Gebäuden. Genau dies ist in weitherum wenig bekannten ägyptischen Geschichtsaufzeichnungen - nicht ganz ernstgenommen - noch heute nachlesbar. Ich frag mich bloss wann sich EvD dieses Themas annehmen wird.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?