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Türkisches Militär muss sich vor Gericht verantworten

Türkische Militärs sollen einen Plan ausgeheckt haben, der darauf abzielte, mehrere Anschläge in der Türkei zu organisieren, um die Regierungspartei AKP mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im In- und Ausland in Misskredit zu bringen.

Unter den 33 Angeklagten vor dem Schwurgericht in Istanbul ist auch Admiral Kadir Sagdic, ein ranghoher Offizier der türkischen Marine.

Den Angeklagten, die die Vorwürfe dementierten, droht eine Strafe von bis zu 15 Jahren Haft. Die geplanten Anschläge sollten sich vor allem gegen Christen und Juden in der Türkei richten.


WebReporter: Ocain
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Türkei, Gericht, Anschlag, Militär, Anklage
Quelle: www.dw-world.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2010 13:17 Uhr von NGen
 
+13 | -5
 
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erm: eher drängt sich mir der verdacht auf, dass die hier unschuldig belangt werden sollen. denn in der türkei ist das säkulare militär die einzige bedrohung für die schleichende reislamisierung der türkei durch die regierende akp.
es gibt leute in der regierung dort die würden gern ins mittelalter zurück und am liebsten das kalifat wieder einführen. und dem steht das mit aufgeklärten leuten besetzte militär im weg, das gegengewicht im land, wenn dinge aus dem bereich religion wieder im staatswesen verankert werden sollten.

dass das erdogans sehnlichster wunsch ist, hat er in der vergangenheit immer wieder bewiesen, mit dem beschluss dort köpftücher zurück in die universitäten zu bringen zb. ich denke man erinnert sich noch an die diskussion.

"Das türkische Parlament hat das Kopftuchverbot an den Universitäten des Landes gekippt. Doch der Kulturkampf ist damit nicht erledigt: Die Opposition zieht vor das Verfassungsgericht; Rektoren und Akademiker drohen mit dem Ausschluss verhüllter Studentinnen aus dem Hörsaal."
http://www.spiegel.de/...

nun scheint man an einem punkt angekommen zu sein, an dem man nicht mehr davor zurückschreckt ernsthafte gegner einfach vor ein gericht zu zerren

[ nachträglich editiert von NGen ]
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15.06.2010 13:34 Uhr von Klecks13
 
+10 | -6
 
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das sehe ich: genauso wie NGen.

In der Türkei hatte das Millitär schon immer eine neutrale Position.
In der Vergangenheit gab es eine Reihe von Millitärputschen - immer dann, wenn die demokratisch-säkulare Staatsstruktur gefährdet war. Zuletzt übrigens 1997 gegen die Regierung Erbakans, um eine radikale Islamisierung des Staatswesens zu verhindern.
Gut möglich, dass Erdogan vor einer Wiederholung Angst hat..
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15.06.2010 13:52 Uhr von NGen
 
+5 | -5
 
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@club39: in anbetracht deines schreibstils, meine ich zu verstehen, warum du diese position vertrittst. nun denn:
"Kein einziges Gesetz ist bekannt, das dem Vorwurf der Islamiesierung dient."

schade, dass du meinen text nicht gelesen hast.

außerdem: wenn du schon merkel und erdogan vergleichen willst, und behauptest: "der ist doch gar nicht so und macht doch alles gut", frag dich doch mal was unsere regierungschefin von dem vorschlag halten würde, wenn in unseren schulen zur mittagspause einheitlich gebetet wird. und dann frag dich was erdogan davon halten würde, wenn an türkischen schulen mehrmals gen mekka gebetet werden sollte. ich weiß welcher von beiden begeistert in die luft springen wird.
man kann ja von merkel halten was man will, aber in der hinsicht kannst du doch nicht ernsthaft sagen, dass eine naturwissenschaftliche akademikerin doch nicht anders ist als ein türkischer politiker der islamistenpartei.
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15.06.2010 14:14 Uhr von Manpower
 
+5 | -2
 
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Frieden: Staat und Volk sind in der Türkei zu trennen. Die türkische Geschichte wiederholte sich immer wieder. Volk wählt eine Partei. Dem Militär passte die Partei nicht. Es wurde geputscht. Zuletzt 1980. Indirekt 1997.

Der eigentliche Feind des Volkes sowie dem Frieden sind die Kemalisten. Die nicht mal davor schrecken in einer beliebten Moschee eine Bombe hochzujagen und anschließend 2 türkische Flieger vom Himmel zu holen und es den Griechen in die Schuhe zu schieben umso einen Krieg zu provozieren.

http://www.zeit.de/...

[ nachträglich editiert von Manpower ]
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15.06.2010 16:15 Uhr von selphiron
 
+3 | -1
 
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tjoa: Das Spiel ist aus.Zulange haben diese Militärs ihre Spielchen auf Kosten der türkischen Bevölkerung gespielt.Kam ne Partei..sehr erfolgreich.ZU erfolgreich für das Militär.Zack wird die Pressemaschinerie eingesetzt und bewusst Chaos verbreitet(auch durch Anschläge) dann bilden sich 2 Parteien das Militär sagt so nu isses kurz vorm Bürgerkrieg und da wir die Menschen so lieben putschen wir.Und schwuppdiwupp ist das was sich die Türkei innerhalb von 20 Jahren erarbeitet hat futsch.
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15.06.2010 19:30 Uhr von fardem
 
+2 | -0
 
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Presse wie zum Berispiel Hürriyet
Machen bezahlte Interviews mit rirgednwelche Radikalen die dann dinge von sich geben wie ausm Drehbuch.
Dann drucken sie es ab und schreien die Islamisten wollen die repuplik zum Khalifaten verwandeln.

Erinnert ihr euch alle an Fadime Sahin.
Die angeblich sexuel mIssbraucht worden ist von einem Religiosen Sektenfphrer.

Oder dem anderen Sektenführer der angeblich in seiner sektenzerominien den frauen sein schniddel in den Mund nehmen lassen hat weil das heilig wäre.

Und was kommt später raus.
Due Fadime war davor ein Baardame und der Sektenführer ein alkoholiker.

Danke Aydin Dogan Presse verwande der Axel Springe verlage.

Und immer diese Vorwürfe von immer nur den gleichen er wäre islamistisch.
Erstmal muss man differenzieren.
Er ist Moslem.. ja...

aber was will man dann ihm vorwerfen.. das er freitags betet?

Türkei ist ein Islamisches Staat.
Wer schreit bitte hier auf wenn ein Bundeskanlzer zum Sonntagsgebet geht?
oder wenn Er ein Treffen mit dem Papst hat ( was bei uns ja eh nicht geht)

Wollen wir hoffen das er sein weg weiter gehen wird und das irgendwleche schmutzkampagnen ihn nicht wirklich zum sturz bringen.
Nur einer soll ihn Stürzen wenn es sein muss - der Volk. Sonst niemand.

Und wollen wir hoffen das er wirklich die gesetze so ändern kann das das Millitär nicht mehr kein Putsch mehr machen kann sondern das die Vergangenen auch noch rechenschafft ablegen muss.

@Selphiron
stimme dir völlig zu

[ nachträglich editiert von fardem ]
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15.06.2010 19:33 Uhr von fardem
 
+1 | -0
 
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Korrektur: Land nicht Staat
:)
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17.06.2010 02:40 Uhr von XFlipX
 
+1 | -0
 
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"..im Namen der Partei ist etwas islamistisch..": "Nicht mal im Namen der Partei ist etwas islamistisch"

Dürfte auch schwierig werden. Soweit ich weiß, ist es in der Türkei -aufgrund des Laizismus - verboten ein religöses Bekenntnis in einem Parteinamen unterzubringen. Ein islamischer Pendant zur CHRISTLICH Sozialen Union (CSU) oder CHRISTLICH Demokratischen Union (CDU) wäre in der Türkei nicht möglich.

Von daher kann man im Parteinamen auch keine Verbindung zum Islam etc. finden.

XFlipX
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18.06.2010 11:06 Uhr von beni-ara
 
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Ach diese CHP Lakeien hier: Erzählen immer wieder den selben Mist. Es gibt zwei Wege Erdogan loszuwerden für Euch. Entweder Ihr ermordet ihn oder er stirbt eines natürlichen Todes. Solange er lebt werdet ihr in die Röhre gucken.
Ich bin derzeit 37 Jahre und höre seit dem ich mich erinnern kann von der CHP immer wieder die gleichen Phrasen. Noch nie habe ich etwas über Eure Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftspläne gehört. Warum denn auch, diese beherrschen sie eh nicht. Sie können nur mit den Ängsten der Menschen spielen. Sie sind inzwischen gegen einen EU Beitritt, weil sie befürchten, dass sie dadurch die Kontrolle über das Militär verlieren könnten.

[ nachträglich editiert von beni-ara ]

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