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Mondforschung: Studie ermittelt wesentlich höheren Wassergehalt als vermutet

Francis McCubbin und sein Team vom Carnegie Institute in Washington haben eine Studie durchgeführt, die auf einen deutlich höheren Wassergehalt im Mondgestein hindeutet, als bisher angenommen. Im Rahmen der Studie untersuchte er Mondgesteinproben mit einem neuartigen Massenspektrometrie-Verfahren.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Mineral Apatit und dessen Hydroxyl-Gehalt. Hydroxyl besteht aus einem Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom und entsteht durch Aufspaltung von Wasser. Die Analyse ergab einen bis zu 100 Mal höheren Wassergehalt, als vorherige Untersuchungen festgestellt hatten.

McCubbin zufolge könnte die Substanz aus der Entstehungszeit des Mondes stammen und eventuell auf dem gesamten Trabanten vorhanden sein. Diese Annahme kann allerdings nur durch eine große Anzahl weiterer Bodenproben vom Mond gestützt werden, die in verschiedenen Gebieten gesammelt werden müssten.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Wasser, Forschung, Mond, Probe, Mondgestein
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2010 06:13 Uhr von alphanova
 
+9 | -0
 
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Je exakter die Messmethoden werden, desto genauer werden auch die neuen Datenauswertungen, was schließlich zu Anpassungen in den gängigen wissenschaftlichen Theorien führt. Der Wasser- beziehungsweise Hydroxylgehalt ist wichtig im Hinblick auf die Entstehungsgeschichte des Erde-Mond-Systems. Darauf wird im Schlussteil der Quelle auch eingegangen.
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15.06.2010 08:31 Uhr von Leeson
 
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Back to the moon! Aber im Moment noch zu kostspielig... aber einige haben es trotzdem vor ^^
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15.06.2010 09:09 Uhr von dreamlive
 
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Luftfeuchtigkeit: Dass dieses Mondgestein, das seit über 40 Jahren der Erdatmosphäre ausgesetzt ist Wasser aus der Luft zieht, hat wohl niemand beachtet! Es werden immer noch irgendwelche Geschichten erfunden um Geldgeber zu finden, die dann an wirklich gute Projekte kein Interesse mehr haben.
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15.06.2010 09:23 Uhr von NoGo
 
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@dreamlive: Schon als die Astronauten die Vakuumglocke mit dem Mondgestein zur Erde brachten, bildete sich Kondenswasser darin. Damals dachte man, die Glocke wäre wohl doch nicht ganz so dicht gewesen. Mittlerweile weiß man, dass die Feuchtigkeit direkt aus dem Gestein kam. Natürlich wurde das Gestein (bis auf ein paar Ausstellungsstücke, die aber nicht mehr für Untersuchungen verwendet werden) niemals der Erdatmosphäre ausgesetzt, um eine Kontamination zu verhindern und so spätere Untersuchungen nicht zu gefährden.
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15.06.2010 10:12 Uhr von K.T.M.
 
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Mal ne kleine Frage nebenbei: Benutzen Mineralogen eine andere Nomenklatur als Chemiker?

Die Rede ist von Hydroxyl, ein Hydroxyl ist chemisch betrachtet ein R-OH. Sprich ein Neutrales -OH. Bei Mineralien in dem Fall Apatit liegt es ja als negativ geladenes OH- vor, welches man als Hydroxid bezeichnet.
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15.06.2010 11:31 Uhr von dreamlive
 
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@NoGo: Das stimmt so nicht! Die Lagerung im Vacuum, war bis 1998. Ich hatte Berichte gelesen, worin stand, dass die Mondsteine der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, und sämtliche Versuche abgeschlossen sind. Die jetzigen Tests können demnach nur an kontaminierten Materialien vorgenommen worden sein, nachdem keine große Sorgfalt mehr herrschte. Sollten das damals Falschmeldungen gewesen sein, dann käme ein weiteres Indiz zur Geltung, nämlich, dass es unmöglich ist einen Körper über 40 Jahre permanent von der Atmosphäre zu trennen. Diese Materialien und ert Recht diese Technik gab es damals nicht. Jede Entnahme verunreinigt das ganze Material, wie es auch in der Medizin bekannt ist.

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