Mondforschung: Studie ermittelt wesentlich höheren Wassergehalt als vermutet
Francis McCubbin und sein Team vom Carnegie Institute in Washington haben eine Studie durchgeführt, die auf einen deutlich höheren Wassergehalt im Mondgestein hindeutet, als bisher angenommen. Im Rahmen der Studie untersuchte er Mondgesteinproben mit einem neuartigen Massenspektrometrie-Verfahren.
Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Mineral Apatit und dessen Hydroxyl-Gehalt. Hydroxyl besteht aus einem Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom und entsteht durch Aufspaltung von Wasser. Die Analyse ergab einen bis zu 100 Mal höheren Wassergehalt, als vorherige Untersuchungen festgestellt hatten.
McCubbin zufolge könnte die Substanz aus der Entstehungszeit des Mondes stammen und eventuell auf dem gesamten Trabanten vorhanden sein. Diese Annahme kann allerdings nur durch eine große Anzahl weiterer Bodenproben vom Mond gestützt werden, die in verschiedenen Gebieten gesammelt werden müssten.