Neue Erklärung für Leuchtphänomene auf dem Mond gefunden
Bereits seit 400 Jahren beobachten Astronomen auf dem Mond rätselhafte Leuchterscheinungen. Viele von ihnen haben irdische Ursachen, beispielsweise atmosphärische Einflüsse. Für einige Leuchtphänomene bislang unbekannten Ursprungs hat ein Forschungsteam nun eine weitere mögliche Erklärung gefunden.
Das Team um Prof. Hakan Kayal von der Universität Würzburg vermutet, dass eine gewisse Anzahl der Leuchterscheinungen von plötzlichen Gasaustritten auf der Mondoberfläche verursacht wird. Im Mondinneren entstehen durch radioaktive Zerfallsprozesse aus Protactinium und Uran die Gase Radon und Argon.
Die Gase drängen zur Oberfläche, wo sie zunächst von der sehr feinen Regolithschicht gestoppt werden. Gelegentlich tritt wegen des Drucks plötzlich Gas aus, wodurch kurzlebige Staubwolken entstehen, die das Sonnenlicht reflektieren. Nachgewiesene Radonvorkommen auf dem Mond unterstützen die Theorie.