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US-Forscher messen Brownsche Molekularbewegung

Das nach dem Botaniker Robert Brown benannte Phänomen ist bereits seit 1827 bekannt. 1905 griff Einstein auf bestehende Vorarbeiten zurück und versuchte, den Effekt mit Kollisionen zwischen Molekülen zu erklären. Er war damit auf dem richtigen Weg, jedoch war eine präzise Messung damals undenkbar.

Mark Raizen von der University of Texas in Austin hat mit seinem Team nun ein Experiment entwickelt, das die exakte Messung der Brownschen Molekularbewegung ermöglicht. Dessen Hauptbestandteil ist ein drei Mikrometer großes Glaskügelchen, welches von zwei Laserstrahlen quasi "gefangengehalten" wird.

Prallen Luftmoleküle gegen das Kügelchen, ändert sich dessen Position, die von den Laserstrahlen exakt gemessen werden kann. So fanden die Forscher heraus, dass die mittlere Geschwindigkeit des Kügelchens etwa 0,4 Millimeter pro Sekunde beträgt, was auch ungefähr dem vorhergesagten Wert entspricht.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Bewegung, Molekül, Robert Brown
Quelle: www.faz.net

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.06.2010 15:46 Uhr von alphanova
 
+17 | -1
 
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Das Grundprinzip des Experiments basiert auf einem Vorschlag von Einstein, der damals natürlich nicht umsetzbar war. Mehr als 100 Jahre später ist die Technik nun so weit fortgeschritten, um eine präzise Messung zu erlauben.
Vor diesem Hintergrund kann man behaupten, dass viele Dinge, die uns jetzt unmöglich erscheinen, in 100 Jahren Realität werden könnten.
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14.06.2010 01:43 Uhr von Rödelhannes
 
+1 | -0
 
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wenn nicht sogar schon früher: falls es dazu kommt, dass man computerchips zur verbesserung der menschlichen intelligenz nutzen kann, dann werden auch neue dinge schneller erfunden werden.
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20.06.2010 19:25 Uhr von StYxXx
 
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Die Quelle gibt etwas mehr Infos, nämlich, dass das umgebende Medium nur Luft war. Das, bzw. der exakte Versuchsaufbau, ist wohl was neues. Die Genauigkeit auch höher, vermute ich. Die Messung an sich wurde aber schon oft durchgeführt. Deswegen war ich so irritiert, als ich den Artikel las ("wieso ist das was neues?").
In der Uni hatte ich das selbst schon als Übung. Dabei allerdings in Flüssigkeiten. Auch eine optische Pinzette war dabei. Dank eingebautem starken Mikroskop und Spezialsoftware, die die Position der Tröpfchen/Kügelchen (oder was man messen will) erkennt, waren auch ziemlich präzise Messungen möglich. Für verlässliche Messungen muss man allerdings längere Versuche durchführen, wofür da keine Zeit war. Wenn man das an der Luft macht mit noch viel geringeren Stößen, wird das noch heftiger.
Auf jeden Fall immer interessant, wenn man in der Praxis sieht, dass Theorien stimmen.

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