13.06.10 14:06 Uhr
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Endlich Nachwuchs vom verstorbenen Ehemann

Ines S. ist erleichtert. Endlich kann sie Nachwuchs von ihrem verstorbenen Ehemann bekommen. Eine Klinik in Neubrandenburg gab jetzt die Eizellen frei, die mit den Samen des verstorbenen Ehemannes befruchtet worden waren.

Vorausgegangen war ein Rechtsstreit, der bis vor das Oberlandesgericht Rostock ging, das der Frau Recht gab. Die Rostocker Richter konnten keinen Rechtsverstoß erkennen, da die Eizellen bereits vor dem Tod des Mannes befruchtet worden waren.

Die Klinik ist froh, dass nun Rechtssicherheit durch das Urteil gegeben ist. Eine Kliniksprecherin betonte, dass man der Frau keine Hindernisse in den Weg legen wollte.


WebReporter: Kello
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Ehemann, Nachwuchs, Befruchtung, Eizelle
Quelle: www.n-tv.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.06.2010 14:06 Uhr von Kello
 
+7 | -9
 
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Ich finde das nicht gut. Man muss auch an das Kind denken, dass ohne Vater aufwächst. Ist es nicht falsch verstandene Trauerarbeit, wenn man ein Kind mit den Samen des toten Ehemannes zeugt?
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13.06.2010 14:48 Uhr von delanji
 
+3 | -0
 
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@autor: genau darum geht es ja. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sie die Eizelle ja VOR dem Tod ihres Mannes befruchten lassen. Von daher hat das nichts mit schiefgelaufener Trauerarbeit zu tun, sondern damit, einen Plan / Traum den sie wahrscheinlich mit ihrem Mann zusammen gehabt hat, weiterzuführen und wahr werden zu lassen.
Von daher, unter den Voraussetzungen, vollkommen in Ordnung für mich.
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13.06.2010 15:01 Uhr von MsMilkandHoney
 
+0 | -1
 
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Schwierig auch wenn ich den Wunsch der Frau nachvollziehen kann, ist das Ganze doch auch ein wenig makaber.
Das Ei mag ja zu Lebzeiten des Ehemanns befruchtet worden sein, aber es soll nun wachsen, da er tot ist.
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13.06.2010 15:10 Uhr von cyrus2k1
 
+2 | -0
 
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Wieso lässt man nicht sie selbst das Entscheiden? Ich weiß nicht, warum sich da wieder andere einmischen müssen. Ist das nicht ihre Sache? Wo ist das Problem? Sie kann ja trotzdem einen anderen Lebensgefährten finden?
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13.06.2010 15:19 Uhr von delanji
 
+5 | -0
 
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@MsMilkandHoney: Naja aber dann diskriminierst du ja jede Frau mit künstlicher Befruchtung, gegenüber Frauen mit natürlicher Schwangerschaft.
Denn bei einer Frau, die natürlicherweise Schwanger geworden ist, und der Mann stirbt kurz nach der Befruchtung, ist die Situation die selbe, und da findest du es doch sicherlich auch nicht makaber, wenn sie dann die Schwangerschaft trotzdem durchbringt, oder?
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13.06.2010 23:48 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -0
 
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@cyrus2k1: In DIESEM Fall ist es recht eindeutig, aber stell Dir mal einen anderen Fall vor:
Ein Mann, der beruflich viel mit Samen schädigenden Stoffen zu tun hat, lässt seine Spermien einfrieren. Ein halbes Jahr später verkracht er sich mit seiner Frau, es kommt zu einem unschönen Scheidungskrieg, in dessen Verlauf die Frau sehr fiese Dinge gegen ihren Ex-Mann unternimmt. Dann verunglückt der Mann tödlich und kurz darauf möchte Die Frau in Erinnerung seine eingefrorenen Samen, um ein Kind zu bekommen.
In so einem Fall wäre es sicher nicht im Sinne des Mannes, dass sein Samen posthum verwendet wird.

Das aber nur als Beispiel.
Im vorliegenden Fall liegen die Dinge anders und es ist in Ordnung, dass die Frau die befruchteten Zellen verwendet.

Man muss aber halt jedesmal genau hinschauen, wie die Umgebungsvariablen aussehen.
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13.06.2010 23:51 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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da fällt mir doch gleich noch ein schwarzhumoriger: Spruch dazu ein:

Gott genervt auf seiner Wolke "Nein! Ich habe nein gesagt! Was muss ich noch alles tun, damit sich der Mann nicht vermehrt?"

:-))
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14.06.2010 16:17 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -0
 
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@wok: Ich denke, Dein letzter Satz greift nicht weit genug.
Erstens kennen die wenigsten Leute das Sterbedatum ihrer Eltern genau, zumal wenn es sehr weit in der Kindheit liegt (wozu auch?) und zweitens ist die Antwort "weil es auf natürlichem Wege nicht geklappt hat und Dein Vater und ich uns dazu entschlossen hatten" keineswegs schlecht, oder gar Grund niedergeschlagen zu sein. Wichtig ist doch, dass man zwei Eltern hatte, die sich geliebt haben und Nachwuchs wollten. Man ist also kein unerwünschtes Kind. Das ist das Wichtigste.

Dass das Kind immer auch ein wenig den verstorbenen Mann (vom Wesen her) ersetzen muss, ist dagegen richtig. Allerdings wird es genügend Eigendynamik entwickeln, um selber als Person nicht unterzugehen.
Sicher, den Satz "Du erinnerst mich so sehr an Deinen Vater, wenn Du das tust" wird das Kind öfter zu hören bekommen, aber wenn damit keine Schuldkomplexe oder Erwartungshaltungen verbunden sind, ist das ja kein Satz, den ein Kind ungerne hört (abgesehen von der Pubertät).


Was willst Du denn machen, wenn ein Vater im ersten Schwangerschaftsmonat der Frau verstirbt? Abtreiben?
Die Situation wäre doch nahezu dieselbe.

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