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Nano-Ventil mit DNA-Bauteilen entwickelt

Chemikern der LMU München ist es gelungen, Nanopartikel herzustellen, die Wirkstoffe durch Diffusion aufnehmen können, diese aber nur bei bestimmten Temperaturen wieder abgeben. Als Ventile werden dabei doppelsträngige DNA-Stücke benutzt, von denen sich einer an die Oberfläche des Partikels bindet.

Der zweite Strang ist an ein Biotin-Molekül gebunden. Nach der Befüllung des Partikels bindet sich ein bestimmtes Protein daran und verschließt die Pore. Wenn nun die Temperatur erhöht wird, öffnet der DNA-Strang sich wie ein Reißverschluss und das Protein wird von der Pore weggeschoben.

Die ungefähr 50 Nanometer großen Silikat-Partikel können sowohl in der Medizin als auch für industrielle Zwecke gebraucht werden. Somit können Wirkstoffe gezielter als bisher eingesetzt werden und auch Nebenwirkung durch zu hohe Dosierungen verhindert werden.


WebReporter: Getschi
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: DNA, Nano, Ventil
Quelle: www.uni-muenchen.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2010 20:21 Uhr von redi7
 
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sehr interessante sache! ich denke auch, dass zur dna-denaturierung energie von außen zugeführt werden muss. durch bestrahlung oder ähnlichem...
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13.06.2010 01:30 Uhr von cheetah181
 
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Ja ich frage mich auch wie genau einem die Temperatur bei Anwendung im Menschen helfen soll, aber für die industriellen Zwecke ist das ja schonmal von Vorteil.

Die Schmelztemperatur hängt übrigens nicht nur von der Länge ab, sondern auch vom Anteil der jeweiligen Nukleinbasen. A und T lassen sich leichter trennen als G und C (Temperaturverhältnis 1:2). Theoretisch wäre es also auch möglich mehrere Temperaturen mit einem Molekül gleicher Länge zu "programmieren".
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21.06.2010 23:12 Uhr von JustMe27
 
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@Cheetah: Wenn ich meine Ex, die an dem Projekt beteiligt ist, richtig verstehe, kann man damit unter anderem gezielt Bakterienherde und Viren bekämpfen, wie Fieber im Körper es auch tut.

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