Entsetzen in der Union über Pläne des Bundesverteidigungsministeriums
Mit Unverständnis und Entsetzen reagierten führende Unionspolitiker auf die Pläne des Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg, die Wehrpflicht zum 1. November auszusetzen (SN berichtete). Dabei wird vor allem aus der Union am Bestehen der Wehrpflicht festgehalten.
So reagierte der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck, entsetzt über die Ankündigung der Aussetzung: "55 Jahre ist die Union die Partei der Wehrpflicht gewesen und plötzlich geben wir das wegen eines Spardiktats auf. Das kann doch nicht sein."
Auch Volker Kauder, CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, kritisierte die Pläne des Verteidigungsministers und werde die Abschaffung der Wehrpflicht aus Sparzwängen nicht akzeptieren. Ähnlich äußerte sich auch Familienministerin Schröder (CDU) ,die nun die Auswirkung auf den Zivildienst prüft.