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Umfragen zur Klimaskepsis oft unzuverlässig

Nach Skandalen wie der E-Mail-Affäre um Phil Jones, Fehlern im IPCC-Bericht und dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen, nimmt die Klimaskepsis in der Bevölkerung der USA und Großbritanniens zu. Eine Studie von Stanford-Professor Jon Krosnick relativiert aber die Ergebnisse anderer Umfragen.

Er führte eine Telefonumfrage in den USA durch, an der 1000 Menschen teilgenommen haben. Unter anderem besagen seine Ergebnisse, dass etwa drei Viertel der Amerikaner glauben, dass sich das Klima erwärmt und der Mensch mitschuldig ist. Andere Umfragen ergaben allerdings Werte um die 50 Prozent.

Laut Krosnick liegt das an schlecht formulierten Fragen der anderen Studien, die unter anderem von CNN und dem Gallupinstitut stammen. Allerdings stimmte Krosnick mit diesen Studien darin überein, dass die Klimaskepsis steigt. 2007 haben noch 84 Prozent der Menschen den Klimaforschern vertraut.


WebReporter: Getschi
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Umfrage, Klima, Mythos, Klimaskepsis
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2010 12:30 Uhr von zeitgeist
 
+6 | -1
 
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Wissenschaft und Meinungsumfragen: http://www.phdcomics.com/...
besonders panel 2 & 3 treffen hier wie die Faust auf Goethe:

Scientific facts are not determined by public opinion polls
"Yes Galileo, but what of the latest polls that show the earth is flat?"

Auch wenn 57% der Menschen glauben würden, Pi sei genau 3 - mit Wissenschaft hat dies ncihts zu tun.

[ nachträglich editiert von zeitgeist ]
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12.06.2010 13:32 Uhr von zeitgeist
 
+3 | -0
 
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@Getschi - Einfluss von Umfragen: Es geht nicht um das Auswählen "gezielt[er] Leute mit diesen Ansichten", sondern um eine "Glenn-Beck-Umfrage" (Fox News). Das eigene Publikum schaut/hört zu bzw liest, weil sie meist eh schon dem Grundtenor des jeweiligen Mediums zustimmen. Unter diesen eine Umfrage durchzuführen, die Fragen lenkend zu formulieren (was Krosnick kritisiert), entspricht nicht einer wissenschaftlichen Vorgehensweise. Zusätzlich kommen noch Fehlinterpretationen und Extrapolation auf die Gesamtbevölkerung (ohne repräsentativen Schnitt als Grundlage) hinzu.

edit zu Getschi 13:10
Dass Wissenschaft nicht dogmatisch ist, passt nicht in das Weltbild und die Opferrolle als "Ketzer". Interassant finde ich sein Wortwahl von "unbequeme Wahrheiten". Aber, frei nach Psipers: Mit nem einfachen Weltbild bekommt der Tag gleich Struktur! Hier die wahrheitskämpfenden Underdogs, dort die Verwschwörer, welche die Aufklärung der verblendeten Mehrheit verhindeln wollen.

Und ich bin schon der Meinung, dass der Einfluss von "die Mehrheit glaubt, dass Dinos von Gott verbuddelt wurden, um den Glauben von Archäologen auf die Probe zu stellen" groß ist. "Ketzer" wie Separis hier sind ein guter Beleg. Man muss nur diese Umfrageergebnisse mit denen im wissenschaftlichen Mileau vergleichen.

[ nachträglich editiert von zeitgeist ]
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12.06.2010 14:26 Uhr von zeitgeist
 
+2 | -0
 
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so issed: Der Einfluss von Umfragen und pseudowissenschaftlichen Studien ist enorm. Komplizierte Sachverähltnisse und wissenschaftliche Terminologie haben einfach nicht soviel Sexappeal wie skandalträchtige Schlagzeilen und Verschwörungstheorien.

Und leider lassen sich die Lenker/Politiker immer öfter von in halbseidenen Umfragen ermitteltem "Willen des Volkes" lenken, als von wissenschaftlichen Studien. Isja auch günstiger und populistischer.

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