Seehunde orten Fische zielgenau mit ihren "Antennen"
Einem Team von Meeresbiologen der Universität Rostock ist es nun gelungen nachzuweisen, wie Seehunde erfolgreich auf die Jagd gehen. Eine große Rolle spielen dabei ihre Schnurrhaare. Damit können Seehunde selbst im trüben Wasser hervorragend auf Beutejagd gehen.
Für ihre Forschungen benutzten die Forscher einen sechs Jahre alten Seehund. Diesem wurde beigebracht, mit verschlossenen Augen unter Wasser anzuzeigen, aus welcher Richtung eine Wellenbewegung kam. Dazu tauchte er nur seinen Kopf in ein Plexiglasbecken.
Nach einer Vorbereitungszeit von zwei Monaten war es dem Seehund nach fünf Sekunden möglich, die von einer Gummiflosse erzeugten Wellen in dem Becken mit einer Trefferquote von 90 Prozent zu orten. Selbst nach 35 Sekunden erreichte er immerhin noch eine 70-prozentige Trefferquote.