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Ölkatastrophe: Tierschützer reinigen mit "Waschstraße" ölverschmierte Vögel

Das Bohrinselunglück vor den USA setzt den Mitarbeitern eines Tierrettungszentrums in New Orleans im Bundesstaat Luisiana enorm zu. Der Leiter der Station, Jay Holcomb, sagte gegenüber einem Reporter von "OE 24": "Fast 90 Prozent der verölten Vögel wurden in den letzten sechs Tagen angeliefert".

Bis jetzt konnten 415 Pelikane gerettet werden und schon wieder warten 20 Pelikane, ölverklebt, zusammen geschmiegt und verängstigt auf die Prozedur, so der Reporter. Ohne menschliche Hilfe würden sie bei der Hitze verenden. "Das Öl zerstört die Wärmeregulierung des Federkleides", so Jay Holcomb.

Vier Hilfsteams sind damit beschäftigt, den Vögeln mit normalen Geschirrspülmitteln die Ölschicht vom Schnabel, Federkleid bis zu den Füßen abzuwaschen. Fast zwei Tage müssen die wieder angelieferten 225 Pelikane warten, bis die Reinigung erfolgt. Nach einer Woche Pause werden sie wieder freigelassen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: USA, Vogel, Tierschützer, Ölkatastrophe
Quelle: www.oe24.at

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2010 07:41 Uhr von jsbach
 
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Ich finde diese Hilfsaktion lobenswert und gut. Aber was insgesamt in der Tierwelt an Fischen und Vögeln schon qualvoll verendet ist, dass interessiert BP wohl kaum. Den bei 10 Milliarden Dollar Gewinn, hat der Konzern bisher nur "gnädig" 75 Millionen Dollar an die geschädigten Fischer bezahlt... (Bild zeigt den Reporter in der "Waschstraße" mit den Pelikanen)
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11.06.2010 08:02 Uhr von Zero_GravitY
 
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endlich mal menschen, die an das essenzielle denken - die flora/fauna.

in den nachrichten hört man ja von der katastrophe nur im zusammenhang mit der angst, das in florida badestrände dreckig werden könnten... wie schlimm.

alaska weigert sich als einziger bundesstaat, einem gesetz zuzustimmen, in dem BP mit wesentlich mehr belangt werden kann, als mit den lächerlichen 75 mio. und warum ? weil die ölindustrie in alaska schätzungsweise 80% der wirtschaft ausmacht.

willkommen im kapitalismus - da, wo geld die welt regiert.

lustigerweise gab es 1979 bereits einen ähnlichen unfall, bei dem ALLE versuche, die bei der jetzigen katastrophe unternommen wurden um das loch zu schliessen, ebenfalls schon angewandt wurden - OHNE ERFOLG.

es kümmert niemanden, was die "schwarze pest" eigentlich anrichtet. schließlich gehts ums geld. und das ist bekanntlich mehr wert als das leben.

//edit: typo

[ nachträglich editiert von Zero_GravitY ]
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11.06.2010 09:14 Uhr von LeseMatte
 
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Schwierig: Hab letztens noch einen Bericht über ölverschmierte Tiere und solchen Reinigungsaktionen gelesen. Leider ist der Erfolg solcher Aktionen gering. Viele Tiere sterben aufgrund des Stresses schon bei der Reinigung. Eine Studie besagte, dass die mittlere Überlebensdauer gereinigter Vögel bei 7 Tage liegt. Sie sterben später einfach an Leber und Nierenversagen, da durch den Putztrieb schon zu viel Öl in den Körper aufgenommen wird.

Hier der Bericht:http://www.spiegel.de/...
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11.06.2010 12:03 Uhr von xilim
 
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@LeseMatte: Aber die Leute versuchen es wenigstens.....
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16.06.2010 12:42 Uhr von Il_Ducatista
 
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so einfach: ein BP Vetreter stellt sich mit dem grossen Geldsack unter Polizeikontroller an den Ausgang des Reinigungszentrums und gibt jedem Reiniger eine Tagessatz von 500 dollar - so könnte man den Imageschaden für BP reduzieren.

èbrigens: das war doch schon zu Buddenbergs Zeiten so: beim nächsten Tanken an der Tankstelle mit bP Zeichen konsequent vorbeifahren.

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