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Astrobiologe hält mikrobielles Leben auf dem Jupitermond "Io" für möglich

Der Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch von der Washington State University hat sich in seinen Untersuchungen mit dem Jupitermond "Io" beschäftigt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass man trotz der extremen Bedingungen auf Ios Oberfläche die Existenz mikrobiellen Lebens nicht kategorisch ausschließen dürfe.

Die enormen Gezeitenkräfte von Jupiter verursachen auf Io starke vulkanische Aktivitäten. Dort herrschen Temperaturen von über 1.600 Grad Celsius, während entfernte Gebiete von Schwefeldioxideis bedeckt sind. Unter der Oberfläche könnte Io Wasser besitzen, das noch aus seiner Entstehungszeit stammt.

Das Zusammenspiel dieser Bedingungen könnte an bestimmten Orten unter Ios Oberfläche, beispielsweise alten Lavatunneln, die Entwicklung mikrobiellen Lebens begünstigt haben. Die höhere Aufmerksamkeit haben zwar weiterhin Europa und Ganymed, doch Io sollte dabei nicht pauschal ausgeschlossen werden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Planet, Mond, Universum, Jupiter, Io
Quelle: www.physorg.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2010 06:37 Uhr von alphanova
 
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Ehrlich gesagt hab ich mich schon seit langem darüber gewundert, dass Io bei der Suche nach Leben anscheinend völlig ignoriert wurde. Sicherlich sind die Bedingungen unwirtlich, aber man kann doch davon ausgehen, dass sich zwischen den Extremen irgendwo unter der Oberfläche Stellen finden, die zumindest von der Temperatur her für Mikroben "aushaltbar" sind. Wer weiß.. vielleicht wimmelt es DORT von Mikroben, und Europa ist ein toter Mond voller Wasser. Das Leben findet einen Weg...
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11.06.2010 09:09 Uhr von dr.b
 
+3 | -1
 
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@Alphanova: Es ist ja nicht gerade so, daß man eine Flotte von 100 Sonden übrig hätte um sämtliche Begleiter von Jupiter und Saturn zu untersuchen. Von daher macht es sehr viel Sinn seine Bemühungen erstmal auf die zu richten, wo die Wahrscheinlichkeiten für Lebensformen ganz offensichtlich sehr viel größer sind, allen voran Europa und auch Titan ist eine mittlerweile anerkannte Option.
Ausserdem ist das ganze natürlich auch eine Frage der Durchführbarkeit. Eine langfristige Untersuchung auf IO kann man wohl ausschliessen....eine Sonde die nach jahrelanger Anreise nur wenige Stunden überlebt ist nicht gerade eine attraktive Vorstellung um mal eben ein riesen Budget zu verpulvern.
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11.06.2010 09:12 Uhr von urbaniz9r
 
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"Das Leben findet einen Weg" - Das beschreibt es ziehmlich perfekt. Die Bedingungen scheinen extrem, aber niemand kann sagen ob es dort Leben in irgendeiner Form gibt, die eventuell genau diese extremen Bedingungen benötigt, um zu leben, bzw. überleben...

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