10.06.10 17:44 Uhr
 1.674
 

Neue Studie zweifelt Existenz Dunkler Materie an

Prof. Dr. Pavel Kroupa vom Argelander-Institut für Astronomie in Bonn leitete eine Studie, die sich mit der Existenz der geheimnisvollen Dunklen Materie beschäftigt. Die Dunkle Materie soll einige Phänomene im Universum beschreiben, welche bis heute nicht vollständig erklärt werden können.

Gemäß der Theorie entstanden kurz nach dem Urknall große Strukturen aus Dunkler Materie, die durch ihre Gravitation sichtbare Materie anzogen, woraus sich schließlich Sterne und Galaxien bildeten. Kroupa untersuchte die Lokale Gruppe, zu der auch die Milchstraße und die Andromedagalaxie gehören.

Bei der Auswertung stellte das Forscherteam fünf Widersprüche zur erwähnten Theorie fest. Laut Kroupa müssen die Phänomene nicht zwingend durch unbekannte Dunkle Materie erklärt werden. Möglicherweise seien auch die Gravitationstheorien von Newton und Einstein nicht ganz korrekt und vollständig.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Galaxie, Albert Einstein, Dunkle Materie, Gravitationstheorie
Quelle: idw-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ivanka Trump postet erfundenes Zitat von Albert Einstein zum Thema "Fakten"
Elite-Uni Harvard denkt, dass sie den nächsten Albert Einstein gefunden hat
"Sentinel 1B": Start des Wächtersatelliten geglückt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.06.2010 17:44 Uhr von alphanova
 
+19 | -2
 
ANZEIGEN
Die Gravitationstheorien von Newton und Einstein decken sich zwar hervorragend mit diversen Beobachtungen, aber das ist kein Anspruch auf Vollständigkeit. Sie versagen zum Beispiel wenn es darum geht, zu erklären, warum die Sterne in einer Galaxie nicht durch ihre Fliehkraft auseinander gerissen werden. Da kommt die Dunkle Materie ins Spiel, die quasi als zusätzlicher gravitativer "Klebstoff" fungieren soll. Der Nachweis ist extrem schwierig. Vielleicht liegt die Lösung ganz woanders.
Kommentar ansehen
10.06.2010 17:58 Uhr von anderschd
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
Das dazu dunkle Materie: notwendig ist, soll mir neu sein. Die Gravitation der vorhandenen Materie im Stern reiche aus, um der Fliehkraft entgegen zu wirken. Das hab ich so gelesen.

Zitat
"Nur eines hat die Wissenschaftler überrascht: Bisher wurde kein Neutronenstern entdeckt, der weniger als 15 Tausendstel einer Sekunde für eine Umdrehung um die eigene Achse benötigt. "Theoretisch sind Rotationszeiten von weniger als einer Tausendstel Sekunde möglich, ohne dass die Fliehkraft die superdichte Neutronenkugel auseinanderreißt." Ende

[ nachträglich editiert von anderschd ]
Kommentar ansehen
10.06.2010 18:17 Uhr von FirstDarkchild
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
Zum einen: ist die Geschichte mit der dunkelen Materie nicht von irgendwo gekommen. Denn die für uns sichtbare Struktur des Universums und die verteilung der Galaxien in ihm wurden schon mit den bisher bekannten "Naturkonstanten und Physikalischen Gesetzen" Simuliert, dabei viel auf das die Verteilung wie sie in Wirklichkeit ist, nie mit den Daten und Formeln erreicht wurde, erst als man die unbekannte x = dunkele Materie ins Spiel brachte nährte sich das ergebniss der Realität an. Desweiteren wurde die nächte unbekannte ins Speil geworfen und zwar die dunkle Energie. Was beides unterschiedliche Elemente darstellt und nicht 2 Begriffe für ein und das selbe Element.
Und die Gravitation, dazu bleibt nur zu sagen , nach unserer Erkentniss ist die Gravitationskraft die schwächste kraft die es gibt, oder mit einer der schwächsten, nur aus diesem Grund können wir springen, den Schlüssel aufheben und noch viele andere dinge. Wenn die Gravitation nach Einstein durch die Krümmung des Raumes ensteht , welche durch Massereiche teilchen ausgelöst wird so wäre "meiner sicht nach" Gravitation nicht einmal eine Kraft, als mehr ein sichtbarer und spürbarer Effekt der durch das ereigniss der Raumkrümmung ausgelöst wird. Von daher glaube ich in keinster weise das der Kollege weit mit seiner Theorie kommt. Das Einstein und Newton nicht perfekt waren liegt auf der Hand, schliesslich waren beides nur Menschen, aber dennoch glaube ich nicht das sie sich so (kleines Wortspiel, nicht gut aber immerhin :D ) Gravierend vertan haben sollten.

Gruss
Kommentar ansehen
10.06.2010 18:39 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -16
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
10.06.2010 18:40 Uhr von anderschd
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Achso. Spätzünder ich.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
Kommentar ansehen
10.06.2010 18:46 Uhr von alphanova
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@anderschd: Ja klar wirkt da genug Gravitation, schließlich sehen wir Galaxien, die nicht durch ihre eigene Fliehkraft zerrissen werden.
Die Frage ist, was diese Gravitation verursacht.
Geht man nach den gewöhnlichen Gravitationstheorien, sollten die Galaxien auseinander gerissen werden. Da dies nicht geschieht, muss es entweder etwas geben, was zusätzliche Gravitation verursacht (die postulierte Dunkle Materie) oder die Theorien stimmen nicht ganz.
Kommentar ansehen
10.06.2010 20:06 Uhr von FirstBorg
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
kurze erleuterung: Ich weiss nicht ob das alle lesenden richtig verstehen.

Das Problem ist nicht das die Sterne durch die Fliehkraft die Galaxie verlassen würden. Denn auch OHNE Dunkle Materie würde das NICHT passieren. Denn dann würden wir eine Rotationskurve erwarten, die vom Zentrum bis zu einem gewissen Punkt ansteigt, und dann quadratisch abfällt. Also sollten die Sterne am Galaxienrand sich sehr langsam ums Zentrum bewegen. Das problem ist nun, das diese es nicht tun. Sie bewegen sich schneller, viel schneller als erwartet. Dieses Phänomen ist bekannt als die flache Rotationskurve. Und das wird durch dunkle Materie erklärt die vorzugsweise in den Außenbereichen der Galaxie rumlungert. Innerhalb der Galaxie ist also kaum bis gar keine DM zu finden.

Persönlich bin ich da auch eher zwiegespalten. Einerseits erklären Dunkel Materie bzw. dunkle Energie diverse beobachtungen. Andererseits hat das was von den Epizyklen in der Vergangenheit... das geozentrische weltbild erklärte Planetenbahnen nicht sehr gut, also hat man sich epizyklen ausgedacht, dadurch wurde die beobachtung zwar besser erklärt, aber die rechnungen wurden immer komplizierter, denn es brauchte immer mehr epizyklen, je genauer die beobachtungen wurden.

Und abundzu hab ich das gefühl das es in dem Bereich genau so ist. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich das unsere Gravitationstheorie entweder grundsätzlich falsch ist, oder noch nicht komplett ist.

[ nachträglich editiert von FirstBorg ]
Kommentar ansehen
10.06.2010 22:14 Uhr von chinthu
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Was ist mit der Hintergrundstrahlung?? Wie will der Forscher eigentlich die Schwankungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung erklären? Es wird ja davon ausgegangen, dass einige Zeit bevor die "normale" Materie entstand die Dunkle Materie sich herauskristalliert und Schwerkrafttröge geschaffen hat, in die die "normale" Materie reingefallen ist. Die Schwankungen in der Hintergrunstrahlung sind immer nur einzelne Punkte, also Gravitationshotspots. Wie soll das ohne dunkle Materie funktioniert haben??
Kommentar ansehen
10.06.2010 22:39 Uhr von FirstBorg
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@chinthu: Das geht auch mit normaler Materie. Zufallsprozesse können dafür sorgen das es irgendwo zu einer Überdichte in der Materieverteilung kommt. Allerdings heisst das, das dieser Prozess sehr viel später einsetzen musste, denn die ersten paar zehntausend jahre wars zu heiss und Materie gabs nur in form von schnellen protonen und elektronen. Das heisst dann aber auch, das die inflation später einsetzen musste. Aber ich denke, das könnte man auch durch ein verbessertes Gravitationsgesetz erklären.
Kommentar ansehen
11.06.2010 00:12 Uhr von FirstBorg
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@getschi: das ist auch gar nicht so abwegig... früher waren es quantenfluktuationen weil das universum so klein war. dann setzte die inflation ein (man lasse isch mal das auf der zunge zergehen: 10^(-34) sekunden nach dem Urknall expandierte das Universum innerhalb eines bruchteils einer Sekunde um den Faktor 10^50) und macht dadurch quasi aus den mikroskopischen fluktuationen makroskopische.
Kommentar ansehen
11.06.2010 00:53 Uhr von DirtySanchez
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Erstaunlich, es existiert intelligentes Leben auf SN. Im Übrigen dachte ich, das die MOND-Hypothese schon längst widerlegt ist. Außerdem mag ich meine Newtonschen Axiome in ihrer Schlichtheit, Korrekturterme würden da nur stören.
Es gab immerhin genug Beobachtungen an Gravitationslinsen, deren sichtbare Materie niemals für solche starken Gravitationseffekte sorgen könnten.

[ nachträglich editiert von DirtySanchez ]
Kommentar ansehen
11.06.2010 01:01 Uhr von FirstBorg
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@dirtysanchez: Das problem mit der Sichtbaren Materie ist ja, das man nicht alles sieht. Irgendwelchen Staub, braune zwerge, schwarze Löcher sieht man einfach nicht. Vielleicht unterschätzt die gängige Theorie ja das Vorkommen "unsichtbarer" baryonischer Materie.

MOND ist glaube ich nicht so sehr widerlegt. Es gibt halt sachen die kann MOND ebenfalls erklären, bei anderen Sachen funktioniert es halt nicht wirklich.
Kommentar ansehen
11.06.2010 01:11 Uhr von Kacknoob
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Wow... interessante Diskussion: und wieder einmal ärgere ich mich über meinen fehlenden Physikunterricht mangels Lehrern...

In einer Dokumentation die ich vor einigen Monaten sah hies es, das die Formeln Einsteins sowieso nur funktionierten, weil der Spin aus den Gleichungen entfernt wurde. Verantwortlich für diese Nummer sollte ein deutsche Physiker gewese sein, der den Beweis der Einsteinschen Theorien herleiten wollte.

Als dann die Gravitaionskraft fehlte um zu erklären warum die Galaxien nicht auseinander drifteten, hat man mal eben die schwarze Materie aus dem Hut gezaubert, die nebenher auf keinem Weg zu Beweisen ist da sie von keinem bislang existierendem sensorischem System zu erfassen ist. Sie existiert laut dem Bericht nur rechnerisch aka theoretisch.

Als man dann später entdeckte das die Galaxien immer schneller in Ihrer Ausdehnung werden musste eine Energie her, die das erkären könne... tadaa die Schwarze Energie (vorteilhafterweise ebenfalls nicht beweisbar) war "entdeckt".

Der Bericht brachte dann einige Erläuterungen für diesen Spin und wie er alles erklären könnte ohne die Schwarze Materie oder Energie zu benötigen. Da ich allerdings wegen meiner mangelnden Physikkenntnisse den folgenden Theorien und Formeln nicht folgen konnte kann ich nicht sagen, was jetzt wirklich dahinter steckt.

Aber soweit es mich betraf klang das ganze gut ausgearbeitet und recherchiert auch wenn einige Teile sicher den Bereich der Grenzwissenschaften strichen.

Gruss
Kacknoob
Kommentar ansehen
11.06.2010 02:32 Uhr von cav3man
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Gravitation: Es weiß doch eh noch niemand so wirklich wie Gravitation funktioniert... wir kennen die Auslöser, Effekte und haben Formeln die ziemlich gut funktionieren...
Wir wissen zwar das sie von Massereichen Objekten "erzeugt" wird, aber wie genau die Gravitation genau funktioniert versuchen wir ja gerade durch den LHC heraus zufinden.

Das Hauptproblem warum die dunkle Materie ins Spiel kam war meine ich nicht die Tatsache das die Galaxien auseinanderfliegen sollten. Das Problem war, dass die Rotationsgeschwindigkeit der Sterne innerhalb einer Spiralgalaxy annähernd gleich ist, sowohl im inneren der Galaxy als auch im äußeren Bereich der Spiralarme. Normalerweise sollten die äußeren Sterne deutlich langsamer um das Zentrum rotieren als die inneren Sterne.

Damn it... das wurde ja schon geschrieben... hab irgendwie an den Einstellungen rumgespielt und dachte es gäbe noch nicht so viele Kommentare... *um gnade bettel*

[ nachträglich editiert von cav3man ]
Kommentar ansehen
11.06.2010 08:18 Uhr von Sneik
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
ich: nehme an in der Physik und auch anderen Bereichen wird sich noch einiges ändern die nächste Zeit.

Allein schon weil alles was wir für bisher konstant halten überdacht werden sollte. Ich mein was hier auf der Erde zutrifft, muss nicht überall der Fall sein...

siehe Quantenforschung oder Naturkonstanten (SN hatte erst darüber berichtet)
Kommentar ansehen
11.06.2010 08:28 Uhr von DirtySanchez
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Ich glaube, dass die MOND-Hypothese die Axiome unangetastet lässte, sondern nur das Gravitationsgesetz von Newton modifiziert."
Was ist denn das zweite Newtonsche Axiom, wenn man für die Beschleunigung (G*m)/r² einsetzt? ;)

Man bräuchte so etwas wie eine Supernova Ia in der Nähe einer Gravitationslinse, damit man die Größe der Extinktion aus der Veränderung des Spektrums abschätzen kann.
Kommentar ansehen
12.06.2010 05:19 Uhr von FirstBorg
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Snei K: Doch, das Naturgesetze überall gelten, ist eine Grundvorraussetzung. Wenn dem nicht so wäre, würde das Universum nicht so funktionieren wie es das tut.

Natürlich haben wir einen Formelsatz für die Makroskpische Welt, und einen für die mikroskopische Welt. Aber das auch nur weil wir es nicht besser beschreiben können. Darum suchen auch forscher nach GUT... Grand Unifying Theory. Eine Theorie die beide "Welten" beschreibt. Aber nur weil wir z.b. keine Gravitation in der Quantenwelt "haben", heisst, das nicht das sie da nicht wirkt.

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ivanka Trump postet erfundenes Zitat von Albert Einstein zum Thema "Fakten"
Elite-Uni Harvard denkt, dass sie den nächsten Albert Einstein gefunden hat
"Sentinel 1B": Start des Wächtersatelliten geglückt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?