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Google Street View: Sicherheitsfirma legt Bericht vor (Update)

Das unabhängige Sicherheitsunternehmen Stroz Friedberg hat jetzt den von Google in Auftrag gegeben Bericht über die Daten, die Google bei seinen Street View-Fahrten gesammelt hat, vorgelegt.

Dafür erhielt die Sicherheitsfirma diese Software von Google, die der Internet-Konzern verwendet hatte um Daten aufzuzeichnen. Dabei hatte Google auch unbefugt Daten aus WLAN-Netzwerken gesammelt

Der Bericht, der 63 Punkte umfasst, ist jetzt in PDF-Form im Internet einzusehen. Im Prinzip bestätigte Stroz Friedberg die gesammelten Daten aus offenen WLAN-Netzen. Verschlüsselte WLAN-Netze waren von Googles Sammlerleidenschaft nicht betroffen.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Google, Bericht, Datenschutz, Google Street View
Quelle: www.pcwelt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2010 08:21 Uhr von derNameIstProgramm
 
+8 | -2
 
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bei Heise: steht noch ein wenig mehr, unter anderem
"Weiter schreibt Stroz Friedberg, die gespeicherten Anwenderdaten seien nicht analysiert, sondern ohne weitere Verarbeitung auf die Festplatten der Street-View-Autos gespeichert worden."

Es handelte sich also scheinbar doch um ein Versehen. Das darf natürlich nicht passieren, kann es aber leider. Es relativiert aber auf jeden Fall die Panik, die hier von einigen Personen verbreitet wurde...
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10.06.2010 08:30 Uhr von flushbox
 
+3 | -2
 
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@derNameIstProgramm: Ein Versehen?

Google hat absichtlich die Daten offener WLAN-Netze gesammelt, um diese Information an die Nutzer weitergeben zu können. Das Problem ist einfach, dass nicht nur Netze von öffentlichen WLAN-Betreibern betroffen waren, sondern auch ungesicherte Netze von Privatnutzern.

Nach der aktuellen Gesetzeslage ist jeder Bundesbürger dafür verantwortlich, sein WLAN-Netz vor unbefugten Zugriffen zu schützen! Wird damit Schindluder getrieben, haftet der Betreiber.

Ich sehe hier kein Problem und würde es eher begrüßen, vor meinem nächsten Ausflug nach XY eine Google-Map nach frei verfügbaren WLAN-Netzen in meiner Umgebung absuchen zu können.
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10.06.2010 08:35 Uhr von rolf.w
 
+3 | -3
 
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@derNameIstProgramm: Also, versehentlich hat Google da Deiner Meinung nach die WLAN Daten aufgezeichnet?
Dann hat man, Deiner Meinung nach, versehentlich das Streetview-Fahrzeug mit WLAN-Empfang ausgerüstet und auch versehentlich ein Programm geschrieben/installiert, welches die Daten mit GPS Daten verknüpft und abspeichert?

Das ist genau so versehentlich, als ob bei Dir der Stromzähler abgelesen und zusätzlich noch der Inhalt Deines Kühlschranks aufgelistet wird.

Sorry, ich hab ja keine Hysterie, was die gesammelten Daten angeht, aber die Behauptung, dies geschah unbewusst, also versehentlich, ist nicht glaubhaft.

Die Streetview-Fahrzeuge sollten, offiziell, nur die Gegend filmen, durch die sie fahren. Dies geschieht im Allgemeinen mit Kameras, nicht mit Funkempfängern. Google führt hier die Salamitaktik vor. Immer nur das zugeben, was bereits bewiesen ist. So baut man kein Vertrauen auf.
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10.06.2010 09:18 Uhr von lossplasheros
 
+3 | -0
 
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Ja, es war ein versehen: Natürlich haben die Geräte nicht zufällig Wlan-Empfänger, aber die wLan-Empfänger zeichnen normalerweiße nicht die Daten auf, welche die AccesPoints senden, sondern lediglich WO genau WELCHER AccesPoint steht.

Sie markieren also auf ihren Karten den Standpunkt des AccesPoints um dadurch später besser deine Position zu finden.

Wenn du in einer etwas größeren Stadt mit deinem Handy GoogleMaps nutzt und dabei WLan eingeschaltet hast, wirst du bemerken das dein Handy jetzt viel viel genauer weiß wo du bist.

Und darum war es, in meinen Augen, auch ein versehen...
Was meint ihr was es für ein Aufwand wäre wilde Datenschnipsel von Leuten zu analysieren und wirklich zu verwerten!? Die Auto´s haben ja nur zufällig im vorbeifahren Daten gesammelt und nicht gezielt von 1 Person.
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10.06.2010 09:41 Uhr von Agnostiker2010
 
+2 | -0
 
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öffentliche netze: wenn ich nach öffentlichen netzen scanne kommrn mir eben auch mal private unter und wenn die nicht dicht sind
selbst schuld sag ich da mal.
wenn ich mir nen router anschaffe sollte ich auch wissen wie ich damit umgehe, wenn ich das nicht weis habe ich im netz nix zu suchen.
man sollte dazu ne prüfung ablegen ganz einfach ne art führerschein.
ich meine wenn ich sehe was sich so alles planloses im netz tummelt das ist ein graus.
also wer sein netz nicht absichern kann gescheite hardware kaufen oder wlan aus so einfach is das.
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10.06.2010 10:03 Uhr von vmaxxer
 
+0 | -2
 
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Nunja: Ich glaube nicht an ein versehen. Irgendwer muss deren Software ja schließlich gesagt haben das sie das mitloggen soll.

Und einen Sinn kann man darin auch sehen: Kostenlose, bzw öffentliche Netzverfügbarkeiten aufzeigen. Wo finde ich den nächsten Hotspot von T-Online zb? Es gibt solche Dienste ja in klein. Bei denen loggen User unterwegs Wlannetze mit die dann in einer Karte verzeichnet werden (kein wardriving).
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10.06.2010 10:06 Uhr von rolf.w
 
+1 | -2
 
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@lossplasheros: Man kann ja glauben was man möchte. Für mich wäre es ein Versehen, wenn es bei EINEM Fahrzeug vorkommt. Und selbst da muss sich Google die Frage gefallen lassen, warum es eben so programmiert wurde, dass es überhaupt möglich ist.

Mir geht es nicht um die Datensammelei selbst. Das man da nichts Gescheites im Vorbeifahren auffängt ist schon klar. Aber die Aussage, es handle sich um ein Versehen, ist meiner Meinung nach sehr fadenscheinig.

Davon ab, private WLANs zur Positionsbestimmung, hallo? Wie lange soll das denn funktionieren?
Zwar sind wir keine Nomaden, aber umgezogen wird immer wieder. Nach einigen Jahren gibt das das heillose Chaos.
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10.06.2010 11:32 Uhr von mrshumway
 
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die Frage ist warum erfolgt eine Dokumentation der WLAN Access Points?

Viele Laptops, WLAN Router und sonstige WLAN Geräte bieten die Möglichkeit, Funknetzwerke anzuzeigen, die in Reichweite sind. Der Unterschied aber ist: diese verfügbaren Netzwerke werden nur angezeigt; auf allen mir bekannten System muß, um diese zunächst nur empfangenen Daten zu protokollieren, weitere Software eingesetzt werden, damit dieser der Aufzeichnungsvorgang erfolgt.

Daher gehe ich davon aus, daß es eine durchaus gewollte und absichtlich herbeigeführte Aufzeichnung ist und das es zur genaueren Lokalisierung im Zusammenhang mit Google Maps genutzt wird. Die Einführung einer kostenlosen Navigation für Android Smartphones verstärkt diese Vermutung.

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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10.06.2010 12:05 Uhr von lossplasheros
 
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@rolf.w: Soooo oft ziehen die Leute jetzt ja auch nicht um.

Und es gibt kein Chaos, weil der wLan Punkt ja immernoch mit dem vom Handynetz angegeben Punkt c.a übereinstimmen muss.
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10.06.2010 12:22 Uhr von rolf.w
 
+1 | -1
 
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@lossplasheros: Auf jeden Fall sind die Orte der privaten WLANs variabel und für eine bessere Positionsbestimmung nur zeitnah heranzuziehen. Alles andere wäre hoch unpräzise. Es wird nichtmal bestimmt, ob das WLAN jetz auf der linken oder der rechten Straßenseite liegt. Davon ab kann man für diese Art der Lokalisierung durchaus auch geschützte WLANs auflisten, tut man aber nicht. Warum, warum nur ungesicherte? Man könnte den Eindruck haben, dass Google hier bewusst eine, ich will es mal überspitzt sagen, "Route of Hacking" anbieten will.
Wie gesagt, das Auflisten von WLANs ist in meinen Augen nicht weiter tragisch und auch die Datenschnipsel sehe ich nicht als das Problem an. Die Begründung aber, warum, wofür und weshalb man nur die offenen WLANs dokumentiert, sehe ich als sehr, sehr fadenscheinig an.
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13.06.2010 04:03 Uhr von shadow#
 
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Unbefugt... blah blah Wer seine Datenpakete unverschlüsselt in die Gegend bläst, kann sich nicht darauf verlassen dass sie von niemandem empfangen werden.
Das ist ca. ebenso dämlich wie seinen Namen als SSID zu verwenden.

Da war eben ein Flag falsch gesetzt und der Datenstream wurde in ein Logfile geschrieben. So what?
Wenn da alle 5 Meter geschätzte 100MB an Bildern aufgezeichnet werden, fallen ein paar MB mehr nun wirklich nicht auf.

@rolf.w
Es werden nicht nur offene WLANs dokumentiert sondern alle, bzw. deren MAC Adressen, und einer Position zugeordnet. Recht praktisch und genauer als Mobilfunkzellen. Solche Datenbanken gab es auch schon vorher. Ich sehe das Problem nicht. Weder mit den WLAN Daten noch mit den Bildern.
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20.06.2010 23:12 Uhr von derNameIstProgramm
 
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@mrshumway: "auf allen mir bekannten System muß"

und genau hier ist der Denkfehler. Um das ganze nochmal genauer zu beschreiben: Es gibt immer zwei Arten vorhandene Access Points zu sehen. Entweder schickt man ein Probe Request heraus wie es in IEEE 802.11 definiert wurde, und die Access Points antworten darauf. Hierbei hat man aber den Nachteil, dass dies nur sehr niederfrequent gemacht werden kann, d.h. man verliert Informationen weil man einfach zu lange nichts tut.

Alternativ stellt man das WLAN Interface in den sogenannten promiscious mode, d.h. die Karte nimmt erstmal alle WLAN Pakete an und diese wertet man dann aus. Da dies viel Arbeit bedeuten kann, werden diese Pakete zuerst zwischengespeichert und später dann ausgewertet. Und genau das hat Google hier gemacht. Sie haben einfach jedes Paket mitgeschrieben, welches sie empfangen haben. Die Auswertung passierte später. Das Problem ist, dass man beim reinen Mithören ja noch nicht entscheiden kann, was da reinkommt, d.h. es wurden nicht nur 802.11 Beacons empfangen, sondern auch andere Pakete mit Nutzdaten. Und wenn diese nicht verschlüsselt werden liegen die dann natürlich auf der Festplatte.

"Daher gehe ich davon aus, daß es eine durchaus gewollte und absichtlich herbeigeführte Aufzeichnung ist und das es zur genaueren Lokalisierung im Zusammenhang mit Google Maps genutzt wird. "
Hier bin ich neugierig. Inwiefern verbessern also die Nutzdaten die Lokalisierung? Ich würde mich freuen wenn du das erläutern könntest....

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