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Supraleitung: Erhöhte Sprungtemperatur durch Quanteneffekt

Eine Entdeckung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart könnte die Effektivität von Supraleitern enorm steigern. Diese hängt im Wesentlichen von der so genannten Sprungtemperatur ab, bei der der Supraleiter seinen elektrischen Widerstand plötzlich verliert.

Zurzeit müssen supraleitende Materialien noch mindestens bis auf 170 Kelvin heruntergekühlt werden, was eine komplexe Technologie erfordert. Die Forscher beobachteten einen Quanteneffekt, der die Sprungtemperatur deutlich anhebt und so zu unkomplizierteren Anwendungen von Supraleitern führen könnte.

Die Supraleitung wird durch eine spezielle Elektronenkonfiguration in dem Material ausgelöst. Wann sich diese Konfiguration einstellt, hängt auch von der Größe und der Form der Nanopartikel ab: Je nach Größe der Partikel steigt die Sprungtemperatur deutlich an, beziehungsweise sinkt dramatisch ab.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Stuttgart, Temperatur, Leitung
Quelle: www.wissenschaft-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2010 22:33 Uhr von alphanova
 
+18 | -3
 
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Die Quelle ist lesenswert. Dort wird das Prinzip der Supraleitung und der beobachtete Effekt genau beschrieben. Wenn man diesen Effekt ausnutzt, könnte man schon mit weniger komplexer Kühltechnik Supraleitung erreichen.
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08.06.2010 23:22 Uhr von MrKlein
 
+5 | -1
 
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@autor: gute news aber ne zahl bis auf welche temperatur man mind. runterkühlen muss wär auch nicht schlecht gewesen
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08.06.2010 23:27 Uhr von Lawilog
 
+7 | -2
 
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übrigens: 170 K sind übrigens ca. -100 °C, welche man mittels Stickstoffkühlung durchaus erreichen kann.

Die Supraleitung selbst ist übrigens auch ein "Quanteneffekt". Dabei binden sich zwei Elektronen zu einem sgn. Cooper-Paar zusammen, deren Wellenfunktion sich ohne Widerstand durch den Festkörper ausbreitet. Das sagt zumindest die BCS Theorie, für die es den Nobelpreis gab. Bei den "Hochtemperatur"supraleitern (also d.h. bei Temperaturen höher als -200°C :-) ) scheinen noch andere Effekte eine Rolle zu spielen.

Die Quelle sagt noch, dass die Forscher am Max-Planck-Institut noch keinen echten Durchbruch erziehlt haben, aber den Einfluss von Nanopartikeln nachweisen konnten. Wenn man nun die richtigen Nanopartikel zu dem richtigen Material fände, dann würde das die Welt verändern...
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09.06.2010 09:32 Uhr von burzelmann
 
+2 | -0
 
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Der Preis des Jahrhunderts geht an denjenigen der als Erster Supraleiter entwickelt, die bei Raumtemperatur funktionieren!
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09.06.2010 11:46 Uhr von Leeson
 
+7 | -0
 
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Und da haben alle: die immer gefragt hatten, warum man Quantenforschung betreibt und Geld verschwendet eine Antwort....


Super News ;)
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09.06.2010 13:00 Uhr von NoGo
 
+3 | -0
 
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burzelmann: Jahrhundert reicht vermutlich nicht.
Wer das schafft dürfte in einer Linie mit Newton und Einstein zu nennen sein und wohl eher den Preis des Jahrtausends gewinnen ^^

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