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Berlin: GEMA stellt wegen Betruges Strafanzeige gegen Mitarbeiter und Mitglieder

Anfang Mai hatte die GEMA Hinweise auf mögliche Betrugsfälle im eigenen Hause erhalten und prüfte diese dann umgehend nach. Am 28.05.2010 übergab die GEMA die Ergebnisse dieser internen Überprüfung schließlich der Berliner Staatsanwaltschaft und stellte Strafanzeige wegen des Verdachts auf Betrug.

In der folgenden Pressekonferenz informierte Vorstand Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, dann über die Hintergründe. Demnach sollen zwei Mitarbeiter und zehn Mitglieder der GEMA gemeinschaftlich mit falschen Programmangaben und manipulierten Kontrollfeststellungen ungerechtfertigte Tantiemen erschlichen haben.

Die Vorfälle, welche alle Bezirksdirektionen betreffen, sollen über einen längeren Zeitraum stattgefunden haben. Wie hoch der Schaden, der in erster Linie zulasten der 60.000 ehrlichen Mitglieder geht, genau ist, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern noch an.


WebReporter: Hawkeye1976
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Mitarbeiter, Betrug, Strafanzeige, GEMA
Quelle: mtportal.bplaced.net

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2010 17:48 Uhr von Hawkeye1976
 
+6 | -0
 
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Die Umstände sind schon etwas komplexerer Natur und sollten in der Quelle nachgelesen werden. Im Prinzip wurden Veranstaltungen gemeldet, die nicht stattgefunden haben und für die auch keine GEMA gezahlt wurde. Normalerweise erfolgt eine Tantiemenauszahlung nur dann, wenn auch die Gebühren eingegangen sind. Die Mitglieder haben nun einfach Aufführungen gemeldet, die es gar nicht gab und die beiden Mitarbeiter haben dann bei der Prüfung so manipuliert, dass dennoch Tantiemen ausgezahlt wurden.
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08.06.2010 18:00 Uhr von Hawkeye1976
 
+12 | -3
 
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Lesen Checker die News nicht? "Berlin: GEMA stellt Strafanzeige gegen Mitarbeiter wegen Betruges"

Das ist der vom Checker veränderte Titel, der nicht die Tatsachen wiederspiegelt, da sich die Anzeige - wie in der News zu lesen - gegen Mitarbeiter UND Mitglieder richtet!

Mein Original-Titel war:
"´Berlin: GEMA stellt Strafanzeige wegen Betruges"
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08.06.2010 18:34 Uhr von Hawkeye1976
 
+7 | -0
 
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Interessant: Man moniert, dass der Titel vom Checker geändert wurde und dadurch nicht mehr den Tatsachen entspricht und bekommt dafür ein Minus?

Auch wenn natürlich die Mitarbeiter der Dreh- und Angelpunkt für die Tat waren, da der Betrug ohne sie erst gar nicht möglich gewesen wäre, so darf man die Mitglieder hier nicht aussen vor lassen.
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10.06.2010 02:29 Uhr von Eddy_dr_Zivi
 
+1 | -2
 
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Aber: der Größte Betrüger an sich ist schon mal die GEMA, gleichzusetzen mit den Betrug der GEZ.
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10.06.2010 08:34 Uhr von Hawkeye1976
 
+0 | -3
 
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@Eddy_dr_Zivi: Du hast doch keine Ahnung, was die GEMA überhaupt macht. Du betest nur fleißig irgendwelchen geistigen Dünnschiss nach, den dir irgendwelche anderen geistigen Tiefflieger vorgekaut haben.
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11.06.2010 03:11 Uhr von Eddy_dr_Zivi
 
+1 | -0
 
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Wenn Du meinst Ich bin in der Unterhaltungsbranche und ein kumpel von mir hat einen Musikverlag.

Wenn ich daran denke, wieviel man alleine als Künstler erstmal an die GEMA bezahlen muß um dann evtl Tantiemen zu bekommen, die aus Pauschalzahlungen, die z.B. Kneipen, Discotheken, etc. kommen.

Auf Grund dieser Pauschalzahlungen, werden aber weniger Regionale Künstler bedacht sonder Bohlen und Co schieben sich die Kohle, dank der GEMA in den AR**** Obwohl da nicht ein Lied von denen läuft.

So siehts aus. Und jetzt sag bitte nochmal ich habe Keine Ahnung. Soltest mal einige GEMA Abrechnungen sehen, was die GEMA einnimmt und warum, und was sie nur auszahlt und an wen.
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11.06.2010 09:17 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -1
 
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@Eddy_dr_Zivi: Aber auch das hat nichts mit Betrug zu tun, den du im Posting unterstellt hast.

Ich bin selber Komponist und Textdichter und seit über 17 Jahren bei diesem Verein. Dass dort nicht alles so läuft, wie es sein sollte, das musst du mir nicht erzählen.

Allerdings verzerrst du ein wenig die Fakten:
Die Mitgliedgebühr der GEMA hat nichts damit zu tun, ob man an den Pauschalzahlungen partizipieren kann, oder nicht. Denn diese Mitgliedsgebühr, die sich gerade mal auf 25,56.-€ pro Jahr beläuft und die in der Regel mit dem Aufkommen verrechnet wird, ist eigentlich das Einzige, was man - abgesehen von der einmaligen Aufnahmegebühr - als Urheber je an die GEMA bezahlt und sie hat abslout nichts mit der Tantiemenausschüttung aus Pauschalen zu zun.
Der Eindruck, den du erweckst, dass ein Künstler erstmal reichlich einbezahlen müsste, ist schlicht falsch.

Ob ein Urheber an den Pauschalen partizipiert, hängt von seinem Aufkommen ab. Also davon, wie oft seine Werke tatsächlich zur Aufführung kommen und seinem daraus resultierenden Mitgliedsstatus.
Solche Pauschalen werden nach dem strittigen PRO-Verfahren verteilt. Das bedeutet vereinfacht, dass die Mitglieder, die aus regulären Tantiemen das höchste Aufkommen haben, an diesen Pauschalen entsprechend mehr partizipieren, als jene Mitglieder, deren Aufkommen sehr gering bis null ist. Das ist im Kern nichtmal so ungerecht, wie viele das immer darstellen.
Es bedeutet doch schlicht, dass man z.B. bei der Kneipe davon ausgeht, dass dort sehr pupoläre Musik gespielt wird, also eben Musik jener Urheber, deren Musik besonders gefragt ist. Es wäre ja auch nicht fair, wenn ein Mitglied, dessen 2-3 Eigenkompositionen selten bis gar nicht aufgeführt werden hier den gleichen Anteil abgreifen würden wie jene, deren Musik auch tatsächlich ein solides Aufkommen erwirtschaftet. Die Wahrscheinlichkeit, dass z.B. in der Kneipe ein Werk von Christian Bruhn abgespielt wurde ist ja auch viel größer, als die, dass dort irgendein "Noname" gespielt wurde. Immerhin verdient und trägt sich der gesamte Verein GEMA durch das Aufkommen der ordentlichen Mitglieder die obschon klein an Zahl weit über 50% des Gesamtaufkommens des Vereins erwirtschaften.

Und für die Höhe des Aufkommens eines Mitgliedes ist ja nicht GEMA zuständig, sondern das Mitglied selbst. Die GEMA nimmt ja nicht die Aufgaben eines Managements war.

Ich kann mich als Komponist/Textdichter nicht hinstellen und jammern, dass ich kaum Tantiemen bekommen, wenn meine Werke nirgends zur Aufführung kommen. Die Werke so zu vermarkten, dass sie auch ein solides Aufkommen erwirtschaften liegt in den Händen des Urhebers und dessen Management.

Aber du hast völlig Recht, dass bei der GEMA einiges im Argen liegt. Es ist z.B. definitiv zum Nachteil der angeschlossenen und außerordentlichen Mitglieder, dass zum Beispiel kleine Internetradios, die ja eben oftmals auch die Musik unbekannterer Urheber spielen, bisher keine Playlisten zur Verrechnung einreichen müssen, sondern pauschal abgerechnet werden. Somit hat der kleine Komponist, der dort vielleicht sogar oft gespielt wird, keine Chance, daran auch zu partizipieren, da solche Pauschalen ja nach dem Pro-Verfahren ausgeteilt werden, welches eben die ordentlichen Mitglieder bevorzugt.

Bei Live-Aufführungen liegt es übrigens oft nicht an der GEMA, dass der kleine Künstler nichts bekommt, sondern daran, dass mal wieder ein Veranstalter keinen Bock hatte, die Musikfolge einzureichen und lieber pauschal abgerechnet hat.

Es gibt bei der GEMA einiges, was man ändern müsste, aber dafür müssten natürlich auch die Mitglieder, die es betrifft, ihren Arsch hochbekommen und von ihren Rechten als Mitgliedern Gebrauch machen.

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