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Kölner Verbraucherzentrale droht das Ende

Der Kölner Verbraucherzentrale droht das Ende. Grund dafür ist die derzeitige Haushaltssituation der Stadt. Die will ihren Zuschuss um 12,5 Prozent kürzen, was zur Folge hätte, dass auch das Land NRW seinen Zuschuss entsprechend verringern würde.

Dabei weisen die Fallzahlen eine steigende Tendenz auf. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Verbraucherzentrale in Köln rund 45.000 Beratungen. Und die Komplexität der Probleme, mit denen Hilfesuchende sich an die Verbraucherschützer wenden, wird immer höher.

Schwerpunkte sind neben Altersvorsorge und Beratung beim Wechsel des Stromanbieters auch die Abzockmethoden. Die werden nach Darstellung der Verantwortlichen immer dreister. Kritik gab es auch in Sachen Gesetzgebung.


WebReporter: claeuschen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Köln, Ende, Haushalt, Verbraucherzentrale, Zuschuss
Quelle: www.koeln-nachrichten.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2010 09:18 Uhr von claeuschen
 
+25 | -2
 
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Es ist in der Tat ein Skandal. Eigentlich müsste man die vielen Opfer von Abzockern unterstützen, indem man den Verbraucherschutz stärkt. Genau das Gegenteil ist der Fall. So etwas könnte man auch als unsozial bezeichnen.

Ich will hoffen, dass die Schließung der Kölner Zentrale noch abgewendet werden kann.
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08.06.2010 09:44 Uhr von claeuschen
 
+21 | -0
 
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Aufruf: Wer in Köln oder anderen Republiken so oder Ähnliches hört, sollte ich unbedingt zu Wort melden.

Ich habe persönlich vor einigen Jahren einmal eine sehr kompetente Beratung in der Kölner Zentrale erhalten. Es ging einen Betrugsversuch nach einem dubiosen Telefonat. Dank der Beratung wurde mir bei der Kündigung geholfen. Die Abzocker traten schließlich nach zwei Briefwechseln von ihrem Betrugsversuch zurück und ich dürfte mein Geld behalten.

Im Nachhinein dafür meinen Dank. Diese Einrichtung muss erhalten und gestärkt werden, wenn schon der Gesetzgeber versagt.....
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08.06.2010 09:55 Uhr von Jlaebbischer
 
+16 | -0
 
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Dann werden die Verbraucherzentralen im Umland wohl vor dem zu erwartenden Kundenansturm in die Knie gehen.

Aber einen Prestige-U-Bahnbau haben wollen...
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08.06.2010 10:37 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -2
 
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Schlimm, hier müsste eher aufgestockt werden: Gerade hier müsste aufgestockt werden.

Deswegen bin ich ja für eine Besteuerung von Internetdomains.
Hier könnte man mit 0,50 EUR zusätzlich pro Monat dafür sorgen, dass dieses Geld ausschließlich in den Verbraucherschutz fließt.

Das verhindert außerdem sehr effektiv, dass sich kriminelle Firmen zigtausende verlorener Domains sichern und dort ihre Linkfarmen ausbreiten.

Nichtsdestoweniger: Einer der effektivsten Verbraucherschutz-Maßnahmen gegen Abzocke ist die Installation des Browser-AddOns WOT (Web of Trust).

Hier kann man auch ohne Gerichtsbeschluss eine Seite als das brandmarken, was sie ist. Wenn sie Abzocke betreibt, schreibt man einfach hin: Betrügerseite und setzt das ganze auf Rot.
Sofort wird allen anderen Surfern eine fette Warnung direkt nach Aufruf der Domain eingeblendet, die auch nicht mehr weggeht.

Die Betreiber sind anonym und geben grundsätzlich keine IPs raus. Wer dann noch bei Portalen wie opendownload.de hereinfällt, dem ist dann sowieso nicht mehr zu helfen, auch nicht mit dem Verbraucherschutz.
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08.06.2010 10:47 Uhr von rolf.w
 
+2 | -6
 
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Nunja: Ich weiß nicht, wofür die Verbraucherzentrale das Geld ausgibt. Ich habe sie noch nie in Anspruch nehmen müssen. Nur wenn man die Leute reden hört, hat man den Eindruck, sie arbeiteten ehrenamtlich. Wenn dem so ist(wie gesagt, ich weiß es nicht) fielen Lohnkosten weg und es wäre nur noch ein Büro samt Ausstattung zu finanzieren. Das muss ja nicht in der teureren Innenstadt liegen. Würde man dann pro Beratung ca. 5 Euro als "Spende" erheben, müsste sich das eigentlich selbst finanzieren, incl. Internetauftritt. Vielleicht müsste man noch auf die ganzen Prospekte und Flyer verzichten und aufs Intenet verweisen. Machbar stelle ich mir das schon vor.
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08.06.2010 10:56 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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Vielleicht sollte die Verbraucherzentrale eine kleine Gebühr von 2.- Euro erheben, damit nicht jeder sich 4 Stunden kostenlos beraten lässt um 1 Euro Strom im Jahr zu sparen. Bei Abzocker-Fallen habe ich einmal versucht die Verbraucherzentrale einzuschalten - mit grosser Enttäuschung aufgrund miserabler Kompetenz in Rechtssachen.
Tatsache ist, dass viele Menschen lieber die Verbraucherzentrale 4 Stunden aufhalten, als sich einmal eine (kostenlose) Broschüre über die Altersvorsorge schicken zu lassen, oder sich im Internet vor-zu-informieren, bevor sie ins Beratungsgespräch gehen.
Für eine Energieberatung kann man auch mal 8 Euro nehmen. Und schon ist die Verbraucherzentrale kaufmännisch gerettet.
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08.06.2010 11:26 Uhr von halloechen
 
+3 | -0
 
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Die Verbraucherzentrale in Duisburg: wird teilweise von den Hilfe suchenden bezahlt.
Ich selbst habe diese einmal in Anspruch genommen, weil ich mit meiner Nebenkostenabrechnung unzufrieden war, und der Vermieter mir nicht erklären wollte, wie das Zustande kommt.
Dort wurde mir sehr kompetent geholfen und ich musste etwas zahlen. Ich glaub 5 Euro für eine halbe Stunde.
Die 5 Euro habe ich aber gerne investiert.
Inwiefern die Verbraucherzentrale Duisburg von der Stadt und dem Land finanziert werden, weiß ich leider nicht.

Und nein, die meisten Verbraucherschützer arbeiten nicht ehremamtlich.
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08.06.2010 12:04 Uhr von jpanse
 
+2 | -0
 
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Die erbringen eine Dienstleistung für umsonst? Ich musste die mal beanspruchen, dass hat pauschal 10€ gekostet. So siehts aus.

Es ist nämlich wie Thomas Hambrecht es sagt...Kost nix...gehen wir erstmal hin. Zudem würde eine kleine Unkostenpauschale auch noch etwas Geld in die Kassen spülen.

Die Leute sind einfach zu bequem mal selber nach Lösungen zu suchen. Stattdessen werden ständig andere bemüht. Kenn ich aus meiner Branche auch...Such du mal bei google, Du kennst dich doch aus ... WTF? Kannst du lesen und schreiben, ja... kümmer dich selbst.
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08.06.2010 12:09 Uhr von derSchmu2.0
 
+1 | -1
 
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da muss ich Herrn Hambrecht auch mal Recht geben nich, dass ich es gutheisse, wenn solche Zentralen geschlossen werden...aber heutzutage is nix mehr umsonst und das sollte man auch bei diesen Zentralen so machen.

Meine Freundin hat sich da auch mal beraten lassen und nachdem sie mir erzaehlt hat, was sie da so erfahren hat (ging auch um so ne Betrugsmasche), hab ich dann nach 2 mal suchen mit Google mind. genausoviele Informationen, wenn nicht sogar noch mehr gefunden...

Ansonsten muss ich aber auch sagen, dass das doch ne typische Entwicklung ist, mit dem Ziel, den kleinen Buerger zu entmuendigen und ihn vollkommen abhaengig von Oben zu machen, weil er total ahnungslos ist.

Ich mein, anders herum waere es dann ja, wenn das Kartellamt auch was auf die Reihe kriegen wuerde, aber das existiert nur, um den Buerger Gerechtigkeit zu suggerieren und alles was es macht ist den boesen Zeigefinger gegen Unternehmen mit unserioesen Machenschaften zu erheben und "Du du du" zu sagen...

[ nachträglich editiert von derSchmu2.0 ]
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08.06.2010 12:13 Uhr von strausbertigen
 
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Köln? dafür haben die Geld für ganz andere Sachen wie ganze türkische Stadtvierte wo fast niemand arbeitet ausser Kinderwägen herumzuschieben oder Stunk zu machen. Da sollte man als erstes anfangen zu sparen bzw. komplett die Gelder zu streichen. Dann ist mehr als genug Kohle da.
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08.06.2010 12:49 Uhr von Schwertträger
 
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@ImmerNurIch: >Im ersten Fall ist denen nicht daran gelegen, ihre widerlichen Einnahmequellen zu verlieren
Im anderen Fall fehlt bei Land, Städten und Kommunen jegliches Interesse, für das doofe Volk auch noch eine bezahlbare Rechtshilfeorganisation zu finanzieren. Das Geld brauchen die doch für ihre persönlichen Parties.<

Übelste Stammtisch-Vereinfachung.
Und dafür gibt es auch noch Plus-Wertungen.

Klar, die Oberen (wer immer das sein soll) machen immer nur Party und der arme kleine Mann macht niemals Party, sondern sitzt nur bei Wasser und Brot in seinem Keller, ohne Fernseher, weil die Wohung oben untervermietet ist, und kann es sich nicht leisten, für eine komplexere Beratung auch mal 20 EUR abzudrücken.
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09.06.2010 12:26 Uhr von flireflox
 
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Schön für Köln Die Verbraucherzentrale wird abgeschafft, aber die GEZ soll trotz kommender Zwangsabgabe für ALLE erhalten bleiben.

Da hat das Wahlvieh mal wieder ganze Arbeit geleistet und wiedermal genau die richtigen Politiker gewählt.
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10.06.2010 15:40 Uhr von marmai
 
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Traurig: Völlig irrsinnige Verkehrsprojekte beschließen, aber die Verbraucher im Regen stehen lassen.

Die Griechen wußten noch nicht mal wie man Korruption schreibt, da gab es schon den "Kölner Klüngel".

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