Bundeswehr: Psychologe spricht über Traumata nach Kriegseinsätzen
Der Einsatz in Afghanistan ist für betroffene Soldaten nicht nur vor Ort eine psychische Belastung. Hunderte erleiden nach ihrer Rückkehr so genannte posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Alltägliche Begebenheiten können bei Betroffenen plötzlich Erinnerungen an Kriegserlebnisse hervorrufen.
Die Symptome der PTBS, wie zum Beispiel Probleme im sozialen Umfeld oder Aggressionen, sind aber vielfältig und erst nach mehreren Wochen erkennbar. Erkrankte können sich oft nicht selbst von der PTBS befreien und müssen psychologisch betreut werden.
Dass nach dem Zweiten Weltkrieg nicht Tausende mit PTBS behandelt werden mussten, erklärt der Psychologe Norbert Kröger damit, dass die Menschen damals direkt nach den furchtbaren Erlebnissen "funktionieren" mussten, um zu überleben. Die PTBS wurde verdrängt. Sie kommt jedoch teilweise zu einem späteren Zeitpunkt zum Vorschein.