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SPD und Grüne nominieren Joachim Gauck als Kandidat für Bundespräsidentenwahl

Nach der offiziellen Vorstellung von Christian Wulff als Kandidat zur Wahl des Bundespräsidenten durch die Koalitionsparteien, haben nun SPD und Grüne ihren Kandidaten Joachim Gauck benannt. Bereits am Mittwoch hatten beide Parteien Gauck der Kanzlerin als überparteiliche Möglichkeit vorgeschlagen.

Obwohl Joachim Gauck auch in Koalitionskreisen geschätzt wird, ging die Kanzlerin auf diesen Vorschlag nicht ein. Grüne und SPD rechnen aber damit, dass Gauck bei der Wahl am 30. Juni auch Stimmen aus dem Lager der CDU, CSU und FDP bekommen wird. Die Linke sprach sich allerdings klar gegen Gauck aus.

Joachim Gauck wurde 1990, bei den ersten freien Wahlen, Abgeordneter der DDR-Volkskammer für das "Neue Forum". Er war kurz nach der Fusion von Bündnis90/Die Grünen auch deren Parteimitglied. Zwischen 1990 und 2000 war er der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, SPD, Die Grünen, Kandidat, Bundespräsident, Joachim Gauck
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2010 06:07 Uhr von W.Marvel
 
+12 | -0
 
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Für mich wäre Gauck die bessere Wahl. Bereits 1999 sollte Gauck auf Wunsch der CSU gegen Johannes Rau für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren, das lehnte er aber ab. Er sieht sich selber als "linken, liberalen Konservativen", was für mich aber in seinem Fall nicht für Beliebigkeit steht, sondern eher für einen Menschen, der nicht aus Reflex sofort zu allem eine Meinung hat, sondern sich über Fakten eine Meinung bildet. Nicht die schlechteste Eigenschaft für einen Staatsmann, wie ich finde.
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04.06.2010 07:53 Uhr von Tuvok694
 
+6 | -2
 
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Ich würde für Gauck stimmen, aber aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung hat Gauck natürlich keine Chance. Schade! Nun bekommen wir einen Bundespräsidenten, der wohl nichts weiter als der verlängerte Arm der schwarz-gelben Klientelpolitik sein wird. Oder kann sich irgend jemand ernsthaft vorstellen, dass der loyale CDU-Mann Wulff sich weigert ein Gesetz zu unterschreiben, das ihm seine Kanzlerin vorlegt?
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04.06.2010 08:04 Uhr von marmai
 
+9 | -0
 
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Gauck ist der bessere Kandidat: Ein intelligenter Kandidat, der sich sicher nicht von der Regierungskoalition zurechtbiegen ließe wie das bei Wulff der Fall sein wird. Schade das er als Kandidat keine Chance hat gewählt zu werden.
Die LINKE hätte vermutlich mit jedem Bürgerrechtler aus der DDR Probleme.
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04.06.2010 08:42 Uhr von Bildungsminister
 
+5 | -1
 
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Gauck ist vor allem ein neutraler, unabhängiger Kandidat, der anders als Wulff keiner Partei Schuldigkeit zollen muss, indem er ihr selbst angehört.

Ich finde es... sehr befremdlich das die CDU/FDP-Koalition ohne die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien einen Kandidaten bestimmt hat, denn genau dazu hätte man nun die Chance gehabt.

Das man es nicht getan hat zeigt am Ende nur das man einen Kandidaten wollte der a) im Parteiinteresse denkt und der b) den Mund hält wenn es mal kriselt. Wulff ist als Fahne im Wind, als harmoniebedürftig und konfliktscheu bekannt. Ein Mensch ohne Charakter und vor allem auch ohne Geschichte. Am Ende ist er ein stinknormaler Politiker.

Ich finde es eine Schande dass das Amt des Bundespräsidenten für Parteispiele instrumentalisiert wird, das beschmutzt das Ansehen noch mal zusätzlich.

Für mich steht auch der Rücktritt Köhlers mittlerweile zumindest teilweise in einem anderen Licht, denn es scheint schon fast so als wäre er zu Gunsten Wulffs aus dem Amt gedrängt worden, immerhin hat er doch öfter mal bei harten Reformen den Mund auf gemacht. Wenn nach der Klausurtagung am Wochenende der Bürger geschröpft wird wo es nur geht, da braucht es einen Bundespräsidenten der zu allem nett lächelt, aber den Mund nicht aufmacht.

Ich finde es eine Schande, denn der Bundespräsident sollte alle Bürger vollkommen wertneutral vertreten, und nicht die Interessen der Parteien. Leider wird er noch immer von den Parteien bestimmt, und das ist dann immer die, welche gerade das Sagen hat.
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04.06.2010 09:39 Uhr von marmai
 
+4 | -0
 
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@ Bildungsminister: "...Wulff ist als Fahne im Wind, als harmoniebedürftig und konfliktscheu bekannt. Ein Mensch ohne Charakter ..."

So weit würde ich nicht gehen :-)
Vieleicht ein Mensch ohne Charisma, aber ohne Charakter? Es sei denn du unterstellst generell jedem Politiker charakterlosigkeit, dann passt es wieder.
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04.06.2010 09:51 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -1
 
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Nein , aber wirklichen Charakter, also Persönlichkeit sehe ich bei sehr wenigen Politikern. Wulff ist einfach Aalglatt und so ganz ohne Ecken und Kanten, eben keine Leitfigur, keine Persönlichkeit. Das werfe ich aber gewiss nicht nur ihm vor. Und gerade im Vergleich zu Gauck der eine gestandene Person mit weiter Historie ist, ist Wulff eben nur ein Politiker, nicht mehr.

Übrigens hat Kurt Beck gestern bei Maybrit Illner eine interessante Sache geäußert: Er sagte das sich die CDU die Zustimmung zu Wulff mit Zugeständnissen an die FDP/Rösler und seine Gesundheitsreform erkauft hat. Sprich für die Zustimmung wird die CDU im Gegenzug auf die eine oder andere Weise die Gesundheitsreform nebst Kopfpauschale akzeptieren.

Mag so sein, oder auch nicht, kann man aber mal drüber nachdenken.
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04.06.2010 11:42 Uhr von ROBKAYE
 
+8 | -1
 
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Joachim Gauck ich habe eben einer Pressekonferenz auf N-TV gesehen, in der Joachim Gauck als Kandidat für den Bundespräsidenten durch die Opposition vorgestellt wurde. Der Mann ist klug, sympathisch, hat Charakter und wenn man ihn reden hört, dann hat man das Gefühl, dass der mit Mann wirklich hinter dem steht, was er sagt. Für mich der absolut richtige Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.

Christian Wulff ist meiner Meinung nach nur eine Marionette zu Merkels Gnaden. Im Gegensatz zu Gauck ist der Mann blaß und charakterlos.

Die Wahl von Wulff zum Kandidaten des Bundespräsidenten durch Merkel wird ihr Ansehen in der Wählergunst weiter schmälern.

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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06.06.2010 19:50 Uhr von DEMOSH
 
+0 | -1
 
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Gauck und seine Freunde: Das die Blockparteien für Gauck sind, ist wohl klar.
Er hat deren Stasiakten geschönt oder sperren lassen.
Ein Theologe hat die Pflicht solche Vögel zu helfen.

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