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Japanische Firma plant Solarzellenring um den Mondäquator

Die Shimizu Corporation, ein japanisches Unternehmen, hat ein sehr ambitioniertes Projekt in Planung: Demnach soll der 11.000 Kilometer lange Mondäquator langfristig mit Solarzellen "gepflastert" werden. Die Energieausbeute könnte Berechnungen zufolge den kompletten Bedarf der Erdbevölkerung decken.

Die Pläne sehen vor, dass ferngesteuerte Roboter und Produktionsmaschinen zunächst das Gelände glätten und möglichst viele Rohstoffe aus dem Mondgestein gewinnen. Dazu würde beispielsweise Wasser gehören, aber auch Zement und andere benötigte Materialien, etwa für Glasfaserkabel und ähnliches.

Die Breite des Solarzellenrings kann maximal 400 Kilometer betragen. Die gesammelte Sonnenenergie würde mittels riesiger Antennen als Mikrowellen- oder Laserstrahl zur Erde geschickt, wo sie wieder in elektrische Energie umgewandelt, und anschließend in das Stromnetz eingespeist werden könnte.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Firma, Plan, Mond, Solarzelle, Solarenergie
Quelle: www.physorg.com

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2010 13:02 Uhr von alphanova
 
+31 | -5
 
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Also ich bin zwar begeistert von Wissenschaft und Technik, aber dieses Projekt erscheint sogar mir geradezu utopisch. Ein Vorteil wäre ohne Zweifel die Wetterunabhängigkeit, da der Mond keine Atmosphäre besitzt. Jedoch wird dies auch zu einem Nachteil, weil Meteoriten so ungehindert auf die ungeschützten Solarzellen treffen können. In ferner - sehr ferner - Zukunft ist so ein Vorhaben unter Umständen vielleicht durchführbar, aber mit unseren technischen Möglichkeiten auf keinen Fall.
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03.06.2010 13:19 Uhr von Kappii
 
+32 | -3
 
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die Kosten: für Entwicklung, Bau und Wartung wären sicherlich so immens, dass man gleich zwei mal die Fusionskraft erforschen könnte.
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03.06.2010 13:22 Uhr von Sneik
 
+9 | -2
 
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naja: war schon erstaunt über die Nachricht das man Strom via Mikrowellen übertragen kann (welche doch auch Energie kosten). Wusste ich bisher nicht sehr interessant.

Zudem ist es aber doch so das gerade die utopischen Vorstellungen immer durch besonders harte Arbeit und Eifer erreicht wurden. Man siehe sich die großen Bauwerke von früheren Zivilisationen welche immernoch stehen (Weltwunder).
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03.06.2010 13:24 Uhr von Ing.Tro
 
+8 | -3
 
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Die Energieübertragung: dürfte dabei das Größte Problem sein!

Elektrizität in nen Kübel füllen und zur Erde Schicken funzt ja recht schlecht!

Und mittels MW oder Laser wird wohl auch nicht machbar sein, da weder die Erde noch der Mond Stationär im WR rumhängen. und ich möcht nicht mit nem Flieger durch so nen Energiestrahl fliegen, welcher sich natürlich über die Erdoberfläche bewegen müsste!
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03.06.2010 14:22 Uhr von Reflektion
 
+2 | -0
 
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Technisch: realisierbar - nur die Energieübertragungsehe ich ebenfalls als ein Problem.
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03.06.2010 14:24 Uhr von de_waesche
 
+7 | -1
 
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@ helldrivor: sahara ist doch schon im gespräch. hier: http://www.spiegel.de/...
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03.06.2010 14:47 Uhr von DeusExChao
 
+2 | -0
 
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@sneik: strom is auch nur ne energieform. man kann keinen strom verschicken über microwellen, etc aber die elektrische energie ganz einfach in microwellen oder ähnliches umwandeln und am zielort einfach die microwellen in elektrische energie umwandeln.

@ all: energieübertragung wäre über einen neuen sattelitenring um den planten möglich. dadurch würde sich der zielbereich aber extrem, durch die größtenteils überschüssige energie, erhitzen. das heißt es müssten je nach sattelitenmenge bereiche mit riesigen umwandlungsanlagen gebaut werden und im umkreis von ca. 50 km alle menschen umsiedeln.
klingt zwar extrem teuer is aber in etwa so als würde man nen neuen tagebau eröffnen.
problem beim tagebau: nicht unendliche energiequelle.
solarenergie: vor allem auf dem mond durch mechanische einflüsse anfällig.
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03.06.2010 14:50 Uhr von nabach
 
+0 | -1
 
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Oktbilanz? Wenn man rechnet, dass eine Solarzelle in ca. 5 Jahren ihre Energiebilanz amortisiert (die in ihr reingesteckte Energie für Herstellung etc.liefert), dann ist es besser nicht den Mond damit zu zu pflastern! (besagte Gründe wie Meteoreinschläge, Herstellung Transport zum Mond etc.)
Was ist zu den Auswirkungen dieser Aktion auf die Erde?
Was passiert, bei der Energieübertragung? eine breite Antenne am Erdäquator? Darf hat kein Vogel durch fliegen!
Idee Nett, aber nicht für Erd zwecke brauchbar!
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03.06.2010 15:37 Uhr von Herbstdesaster
 
+1 | -9
 
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Jau: Und wenn der Mond dann völlig ausgehöhlt wurde, bricht er irgendwann auseinander, die Reste fallen auf die Erde und es heißt Adieu Menschheit.
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03.06.2010 16:07 Uhr von KeepOnRollin
 
+0 | -1
 
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Wie eben schon gesagt wurde, Meteoriten(Man muss nur den von Einschlägen übersähte Mondoberfläche betrachten) und das Problem der Übertragung wird ws das Projekt zumindest in den nächsten Jahrzehnten umöglich machen.

Trotzdem interessant, dass sich jemand über solch ambitionierte Ideen Gedanken macht, denn in unserer Geschichte brachte uns meist eine damals unmöglich erscheinende Idee weiter.

[ nachträglich editiert von KeepOnRollin ]
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03.06.2010 16:27 Uhr von mysteryM
 
+5 | -2
 
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sicher und meine Oma kackt Grüne Tapete mit Muster.....
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03.06.2010 17:55 Uhr von Carle
 
+2 | -1
 
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hahaha: was isn hier los? son laser brauch grade ne sekunde bis zur erde. zweitens ist die chance daneben zuschießen ziemlich gering. googelt mal GPS triangulation. dass meteoriten das ganze zerballern ist wahrscheinlich, aber bei der fläche sicher locker auszugleichen. robotor arbeiten dann halt tag und nach dran. ich find es is ne super idee.
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03.06.2010 18:15 Uhr von Alice_undergrounD
 
+2 | -1
 
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ich träume auch manchmal: von der weltherrschaft...wayne?
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03.06.2010 18:33 Uhr von Pummelluff3
 
+3 | -2
 
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Und wie viel Quantibilliarden soll der Spaß kosten?

Umfang des Mondes: 10920 km
Breite der Solarzellen:400 Km
Herstellkosten für 10m² Solarzellen: 3000€
Gesamtkosten:14 Quantimillionen

(Wobei es weltweit nur 65 Billiarden Dollar Geldreserven gibt)

Außerdem dürften die Rohstoffe den Gesamtbedarf nichtmal zu 3% decken.
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03.06.2010 18:48 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -1
 
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@ Pummelluff3: es kostet "nur" 1,3 BILLIARDEN xD ohne transport, montage und zuleitungen xD
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03.06.2010 20:34 Uhr von maid.
 
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cool: sowas nenn ich alternative energie! :D
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03.06.2010 21:20 Uhr von GeraldAl
 
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total falscher ansatz: abgesehen von den immensen kosten (wie soll sich das jemals amrtisieren) - in zeiten der problematik der erderwärmung muss die freisetzung von wärme an sich schon kritisch gesehen werden

solange eine erhöhung des energieverbrauchs hand in hand geht mit erhöhter wärmeentfaltung sollten vermehrt andere strategien gesucht werden...
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03.06.2010 22:17 Uhr von wussie
 
+0 | -0
 
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Naja: Es gibt auch Pläne für einen transatlantischen Tunnel...
Ja, genau...
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03.06.2010 22:36 Uhr von DeeRow
 
+0 | -0
 
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Hab ich das richtig verstanden? Die wollen die gesamte Strecke des Mondäquators glätten?
Der hat allein einen Radius von 1738.1 km. Kann man sich ja nun überlegen, wie lange das dauert.

Die sollen mal lieber, wie schon erwähnt, die Wüsten anpeilen. Da ist auch die Stromübertragung nicht so problematisch. Zur Not legen sie einfach n Kabel :-)
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03.06.2010 23:18 Uhr von CHR.BEST
 
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Meteoriten: Es stimmt, daß Meteoriten auf dem Mond häufiger einschlagen als auf der Erde. Aber:

1) Die meisten Meteoriten sind bereits während der Entstehung des Sonnensystems eingeschlagen (ohne Erosion bleiben Mondkrater auch in Milliarden von Jahren noch unverändert)

2) Derselbe Roboter, der die Anlage konstruiert, könnte diese auch warten und beschädigte Zellen permanent austauschen.

3) Solarzellen auch der Erde können auch zu Bruch gehen. Zwar ist ein Ausfall durch Meteoriten unwahrscheinlicher, als auf dem Mond, dafür gibt es auf der Erde z. B. zerstörerische Erdbeben, Stürme und Vulkanausbrüche (und Menschen). Auf dem Mond gibt es dergleichen nicht.

Man darf auch den Faktor Zeit nicht vergessen. Sicherlich sollte ein derartiges Projekt nicht in ein paar Jahren aus dem Boden gestampft werden. Womöglich würde es Jahrhunderte dauern, bis alles fertig wäre.
Allerdings, je mehr Energie zur Verfügung stünde, umso mehr Roboter könnten damit auch betrieben werden, die Baugeschwindigkeit würde exponenziell ansteigen.

Unser Vorteil wäre, wir bräuchten nur ein paar Roboter hochschießen und dann warten ...

[ nachträglich editiert von CHR.BEST ]
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04.06.2010 01:19 Uhr von alexanderr
 
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- was ist mit energieverlusten?
- was ist mit den kosten
- was ist mit der wartung. die müssen ja ständig inspiziert werden
--> der mond ist auch eine zielscheibe für meteoriten und so.
da wird ständig was kaputt gehn, daher muss man sich fragen, ob sich das alles auch wirklich lohnt...
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04.06.2010 03:41 Uhr von sv3nni
 
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warum mond? gibt auf der erde doch genug genug platz.

aussderdem sollten lieber erdwaermekraftwerke erforscht werden - das hat viel mehr potential (auf wenns ab und zu erdbeben durch die bohrungen gibt)
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04.06.2010 07:54 Uhr von CageHunter
 
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Also ich finde die Idee gut: Auch wenn das alles unvorstellbar teuer sein mag, würde es sich lohnen.
Selbst wenn die Energieübertragung zur Erde nicht funktionieren würde könnte man da oben noch ganz andere Sachen machen.

Einerseits würde dieses Projekt den Grundstein für Mondkolonien legen.
Mondkolonien wären wiederum hilfreich zur weiteren Expansion, ich denke da an Rakteten-/Raumschiff-Werften (sinnvoll bei so geringen "Startkosten" etc)
Forschungen werden ermöglicht die enormen Strombedarf haben.
Dank der Energiemenge wäre auch ein "Armageddon"-Abwehrsystem denkbar.

Also insgesamt ist das ein gutes Projekt :)
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04.06.2010 14:50 Uhr von zeroFX
 
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Soviel zur Diversifikation unserer Energiequellen. Denn:
Wenn wir weiterhin auf "DIE" Energiequelle setzen, sind wir 1. anfälliger für spezifische Störungen (analog zu Monokulturen bei Pflanzen) und 2. produzieren wir damit gigantische Mengen spezifischer Abfallprodukte. Oder wollen wir die wertvollen Resourcen, die in den Modulen verabreitet sind, einfach nicht wiederverwertet auf dem Mond rumliegen lassen? Tolle Ida ...

Wir sollten lieber zusehen, 1. die bisherigen Möglichkeiten massiv ausbauen, Energie zu sparen bzw. überhaupt sinnvoller zu nutzen und wenn nicht wirklich nötig, gar nicht zu verbraten und 2. massiv zu diversifizieren und besser auf einander abzustimmen.
Die Vernetzung von Wind- und Solarenergie aus Süd- und Mitteleuropa mit den Wasserkraftwerken vorallem im Norden ist ein wunderbares Beispiel dafür.
Ich bin zwar kein Freund von großwasserkraftwerken mit riesigen Stauseen wie in China, aber was jetzt schon da ist, sollte dann auch sinnig genugtz werden.

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