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CERN: Erster experimenteller Nachweis der Neutrino-Oszillation geglückt

Die drei postulierten Neutrinoarten Elektronen-Neutrino, Tau-Neutrino und Muon-Neutrino stellen eine wichtige Basis physikalischer Teilchenmodelle dar. Bereits seit 1969 wurde die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Teilchen einer Art sich unter Umständen in eine andere Art umwandeln können.

Ein erster Beleg dafür war das beobachtete plötzliche Verschwinden von Muon-Neutrinos. In Kooperation mit dem Genfer Kernforschungszentrum CERN gelang Wissenschaftlern im italienischen Gran Sasso nun erstmalig der experimentelle Nachweis für die Umwandlung eines Muon-Neutrinos in ein Tau-Neutrino.

Nach einer 730 Kilometer langen Reise durch die Erde erreichte ein Muon-Neutrinostrahl des CERN den OPERA-Detektor. Dort verriet sich das neu entstandene Tau-Neutrino durch einen auffälligen Knick in der Neutrinospur. Der Nachweis wird eine Aktualisierung des Teilchenmodells nach sich ziehen müssen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: CERN, Teilchen, Nachweis, Umwandlung, Neutrino
Quelle: www.scinexx.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.06.2010 12:34 Uhr von alphanova
 
+37 | -3
 
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Laut Standardmodell besitzen die Neutrinos keine Masse. Theoretisch ist für eine solche Umwandlung das Vorhandensein von Masse aber unbedingt notwendig. Daher scheint das verwendete Teilchenmodell nicht ganz korrekt zu sein.
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01.06.2010 12:47 Uhr von Fowel
 
+19 | -3
 
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endlich mal News die bilden.. Nicht so ein Nenagequatsche...!!
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01.06.2010 12:57 Uhr von Pils28
 
+18 | -9
 
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Für etwa 99,9999% der Bevölkerung fällt dies: aber in die Rubrik des absolut unnützen Wissens! ;-)
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01.06.2010 13:24 Uhr von Fowel
 
+11 | -2
 
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ähmm *g* für die sind dann die Dnews der perfekte Unterhalter....
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01.06.2010 13:33 Uhr von alphanova
 
+36 | -2
 
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Mit persönlich ist dieses "unnütze" Wissen aber wesentlich lieber als die detailreichen Hintergründe über die Farbe des Durchfalls vom Hamster der Tochter von der Zahnärztin des Bewährungshelfers von Menowin ;)

Der Newstitel wurde übrigens vom Checker geändert und ist nun leider etwas missverständlich.. Der Nachweis fand nicht am CERN statt, sondern am OPERA-Detektor in Gran Sasso (Italien). Vom CERN kam nur der Neutrinostrahl.
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01.06.2010 14:07 Uhr von EdwardTeach
 
+7 | -2
 
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Gut: ich finde diese Dinge einfach großartig. Für mich zählt sowas zu absolut wissenswert, weil es wirklich mal etwas für die Allgemeinbildung ist. Thx für die schön geschriebene News. Ich hoffe du machst das noch viele Jahre. ^^
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01.06.2010 16:45 Uhr von Hopey1809
 
+4 | -2
 
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autorenraten gewonnen: :)
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01.06.2010 18:41 Uhr von Cybertronic
 
+3 | -4
 
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Das ist: schön und gut. Was mir immer Bauchschmerzen bereitet ist, dass all das Wissen irgendwann in den Unweiten der Sonne verbrennen wird...somit verloren geht. Wir sind auch viel zu undiszipliniert eine gewisse Ruhe und Ordnung auf unseren blauen Planeten langfristig zu sichern.
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01.06.2010 23:24 Uhr von claeuschen
 
+3 | -1
 
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Das Fatale: an solchen Erkenntnissen ist doch, dass aus einem Experiment Dutzende neue Fragen entstehen.
So interessant es auch sein mag, es scheint, als ob wir Menschen mit unserem endlichen Wissen immer nur an der Oberfläche dessen kratzen, was der Philosoph das "Sein" nennt.

Nichtsdestotrotz ist es hochinteressant und m.E. um Myriaden gehaltvoller als auf ein Feld hineingedrückte Eizellen mit Spermien aus diesem dubiosen grenzwertigen Blogspot mit subfontall schlecht möblierter Redaktion. Rofl.

Dickes Plus für den Urheber dieser News!

[ nachträglich editiert von claeuschen ]
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02.06.2010 09:05 Uhr von zeitgeist
 
+2 | -0
 
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das ist nicht fatal: das ist das Faszinierende.
Du musst nicht in die Zukunft blicken und stöhnen: "Oh noch so viele neue Dinge zu erforschen. Das wird ja immer mehr!"
Besser mal zurück zu blicken, und festzustellen, dass mit der Zahl der Fragen auch die Zahl der Antworten und die Masse der Erkenntnis erheblich gestiegen sind.

Also ich möchte nicht in einer Welt leben, in der wir alles bereits entdeckt und erforscht haben. Da halt ichs mit Faustus :D

@Pils28
und genau diese Leute halten Laser, Kernspinthomografen und Dioden für Geschenke Gottes und nicht der Quantenphysik.
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02.06.2010 15:27 Uhr von SchTef
 
+1 | -0
 
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Super News, allerdings: Ich habe mir aus Zeitgründen die Quelle leider nicht durchlesen können, allerdings frage ich mich gerade, wie sich die Erkenntnis auf die Theorie die Leptonenerhaltung auswirkt.
Zur Erklärung: Neutrinos gehören zur Familie der Leptonen, diese unterteilen sich in 3 Famlien: Elektron, Myon, Tauon. Jede Familie der Leptonen hat eine zugehörige Leptonenzahl, die in jeder Familie bei jeder Reaktion erhalten sein muss!
Wenn jemand genauer aufklären kann wäre ich dankbar!

[ nachträglich editiert von SchTef ]
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02.06.2010 19:12 Uhr von Birjand
 
+0 | -1
 
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Genau: Besonders bei Neutrinooszillation aufpassen: SchTef
02.06.2010 16:43 Uhr von Getschi
Bei der Neutrinooszillation ist die Leptonenfamilienzahl nicht erhalten, die Leptonenzahl aber schon.

Danke für diese kurze aber überzeugende Anleitung, um die Leptonenfamilienanzahl in der Diskussion nicht im Ungefähren zu lassen. Ein guter erhellender Beitrag Getschi! Leptonenfamilienanzahl und Leptonenzahl müssen genauestens voneinander unterschieden werden. Gerade bei der Neutrinooszillation wird auch von "Fachleuten" beides sehr schnell durcheinander gebracht! Und das stiftet dann nur Verwirrung!

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