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"Whim"-Wolken: Erklärung für das Defizit sichtbarer Materie im lokalen Universum

Nur etwa fünf Prozent des beobachtbaren Universums besteht aus baryonischer - also sichtbarer - Materie. Allerdings konnte bisher nur ungefähr die Hälfte von diesem Anteil nachgewiesen werden. Aktuelle Analysen der Weltraumteleskope "XMM-Newton" und "Chandra" haben nun neue Erkenntnisse geliefert.

Frühere Beobachtungen zeigten bereits, dass sich die Galaxien und Galaxienhaufen entlang gigantischer, kosmischer Blasen anzuordnen scheinen. Die Forscher haben spektroskopische Untersuchungen solcher Strukturen im Sternbild Bildhauer gemacht und dort enorm ausgedehnte "Whim"-Wolken entdeckt.

Whim steht für "Warm-hot intergalactic medium" und bezeichnet extrem dünne Gaswolken, in denen nur wenige Atome pro Kubikmeter existieren. Sie bestehen aus Materie, die nach dem Urknall nicht verbraucht wurde und könnten allein durch ihre Größe den fehlenden Anteil baryonischer Materie darstellen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Universum, Erklärung, Defizit, Materie, Whim-Wolke
Quelle: www.faz.net

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2010 14:29 Uhr von alphanova
 
+9 | -0
 
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Das ist schon ziemlich schwer vorstellbar. Diese Wolken haben eine äußerst geringe Dichte, weil nur wenige Atome pro Kubikmeter vorhanden sind (besser als jedes auf der Erde erzeugbare Vakuum) und trotzdem könnten sie die fehlende sichtbare Materie sein, und das nur weil sie so riesig sind.
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30.05.2010 15:04 Uhr von DirtySanchez
 
+2 | -0
 
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Hey, wieder eine Super-News.

"dass sich die Galaxien und Galaxienhaufen entlang gigantischer, kosmischer Blasen anzuordnen scheinen"

SIe ordnen sich allerdings nicht so an, sie sind so angeordnet. Die Größenskalen sind zu groß und die Eigengeschwindigkeit der Galaxien zu gering, um sich aktiv gravitativ zu den Filamenten anzuordnen. Vielmehr scheint es eine Art Grundeigenschaft des Universums zu sein, enstanden kurz nach dem Urknall.
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30.05.2010 21:06 Uhr von zeitgeist
 
+1 | -0
 
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Whim: der Humor der Astronomen gefällt mir (whim: Laune, Marotte).

Meine Physik-LK ist jetzt schon etwas her, aber geht nicht auch von einer großen Masse mit geringer Dichte ein Gravitationsfeld von dessen errechneten "Schwerpunkt"Zentrum aus?
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30.05.2010 21:31 Uhr von FirstBorg
 
+1 | -0
 
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die frage ist ja in anlehnung an zeitgeists kommentar warum diese Blasen nicht wie die restliche Materie nach dem Urknall so weit abgekühlt ist um zu Sternen kollabieren zu können.
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30.05.2010 23:24 Uhr von DirtySanchez
 
+1 | -0
 
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Die "Blasen" werden Voids genannt und sind extrem Teilchenarm, nur einige Atome pro Kubikmeter! Das ist extrem wenig, normale Materie hat Billiarden bis Trilliarden von Atomen pro m³.

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