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Schweiz sucht händeringend nach Lehrern aus Deutschland

In der Schweiz, besonders in der Deutschschweiz, herrscht derzeit akuter Lehrermangel. Der Verband der Schweizer Schulleiter vermutet, dass im Moment bis zu 500 Stellen offen sind, die nicht besetzt werden können. Und dabei stehen 35 Prozent der Schweizer Lehrkräfte vor der Pensionierung, es wird also dringend Nachwuchs gebraucht.

Nachwuchs wird es in den nächsten Jahren wohl aber nicht viel geben, denn nur wenige Schulabsolventen wollen die Laufbahn eines Lehrers einschlagen. Deshalb greift die Schweiz bereits auf eine Menge unterqualifizierter Lehrkräfte zurück und möchte auch die Bedingungen für Quereinsteiger erleichtern.

Ein Ausweg sehen die Verantwortlichen darin, Lehrkräfte aus dem Ausland zu engagieren. Sie suchen deshalb bereits händeringend nach Personal aus Deutschland. Doch auch wenn inzwischen fast zehn Prozent der Lehrer aus Deutschland kommen, kann damit der Lehrermangel nicht beseitigt werden.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutschland, Schweiz, Schule, Pädagoge, Lehrermangel
Quelle: www.nzz.ch
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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2010 11:44 Uhr von claeuschen
 
+22 | -3
 
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Offenbar: ist das deutsche Bildungssystem nicht so schlecht wie vielfach beschrieben....

Man denke nur an die Ärzte in Norwegen oder England oder die Handwerker in Kanada oder Australien.

Gute Nachricht und gut geschrieben. ein Plus von mir.
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30.05.2010 11:54 Uhr von Superwayne
 
+18 | -0
 
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ohne die News gelesen zu haben. Sucht Deutschland nicht selbst schon händeringend nach Lehrkräften?
Hör ich auf jeden Fall immer von meinen Lehrern, dass es vieeel zu wenig Lehrer hier im Saarland geben würde.
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30.05.2010 11:55 Uhr von halloechen
 
+8 | -5
 
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Das deutsche Hochschulsystem: ist eines der besten Systeme der Welt.
Das (Hoch)Schulsystem unterscheidet sich in den Bundesländern sehr stark, dass ist das Problem.
Einheitliche Standards wären das beste.

Edit:
@Superwayne

In Deutschland ausgebildete Lehrer gehen teilweise gerne in die Schweiz oder Österreich. Der einfache Grund dafür ist die bessere Vergütung und die niedrige Kriminalität an den Schulen.
Es ist schon soweit, dass Schulen teilweise "Sicherheitsmitarbeiter" einstellen müssen, die die Schule und die Schüler kontrolliert.

[ nachträglich editiert von halloechen ]
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30.05.2010 12:21 Uhr von claeuschen
 
+9 | -7
 
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@berechtigt: Dein Denkfehler nennt man Vorurteil.
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30.05.2010 12:23 Uhr von MyRevolution
 
+4 | -1
 
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Bemerkt? "Deshalb greift die Schweiz bereits auf eine Menge unterqualifizierter Lehrkräfte zurück ..."
"Sie suchen deshalb bereits händeringend nach Personal aus Deutschland. "
Schöne indirekte Kritisierung unserer Lehrkräfte, aber Recht haben sie.

[ nachträglich editiert von MyRevolution ]
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30.05.2010 12:34 Uhr von claeuschen
 
+3 | -3
 
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@ruckzuck: Wo hast Du denn diese Behauptung mit den jährlich leichterten Abi-Prüfungen her?

Wer sagt so etwas und wo steht das geschrieben?
ne Quelle wäre gut....
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30.05.2010 13:48 Uhr von MacGT
 
+0 | -3
 
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@ claeuschen: Na ich hoffe doch, dass er recht hat. Kenne Abiturenten, die hätten in der Schweiz wohl die Grundschule nicht bestanden.
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30.05.2010 14:49 Uhr von U.R.Wankers
 
+7 | -1
 
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nicht nur Ärzte: sondern auch Ingenieure, Architekten usw.
Die werden dort auch angemessen bezahlt.
in der BRD versucht man Hochqualifizierte mit teilweise lächerlichen Verdienst abzuspeisen, die gehen ins Ausland und nachher heisst es "Fachkräftemangel"...

Als Hauptschullehrer steht bei Ausschreibungen inzwischen "fundierte Kenntnisse in Selbstverteidigung von Vorteil"

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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30.05.2010 16:26 Uhr von voll-treffer
 
+4 | -2
 
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Schweizer: mögen die Deutschen Migranten in der Schweiz nicht. Warum sollen sie Lehrer aus Deutschland wünschen ?
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30.05.2010 19:52 Uhr von Till8871
 
+2 | -0
 
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auch wir gehen in die schweiz: aus dem einfachen grund, wir bekommen 1/3 mehr vom netto. natürlich sind die lebenshaltungskosten in der schweiz auch höher, aber unter dem strich, ist schon ein extremer unterschied merkbar. selbst dass wir unsere kinder in private ´hochdeutsche´ schulen anmelden, uns privat versichern müssen usw. usw. der unterschied ist gewaltig. trotz dem eben genannten können wir uns anstatt einer 4 zimmer wohnung in stuttgart, nun ein haus in basel leisten. ob ich ein schlechtes gewissen habe.......nö, ich bin froh den euro nicht mehr zu haben!
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30.05.2010 22:18 Uhr von SelltAnasazi
 
+2 | -0
 
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In der Schweiz: ist es ja auch ein wenig bekloppt... Wenn man Primarlehrer werden will muss man mindestens ein wenig musikalisch sein und min. 1 Instrument spielen können (jedenfalls Basel-Stadt und Basel-Land). Daran bin ich z.b. gescheidert :p
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31.05.2010 07:19 Uhr von SN_Spitfire
 
+0 | -0
 
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Meine Schwester: wollte in die Schweiz als Lehrerin.
Nachdem aber aufgezeigt wurde, mit was für Arbeitsbedingungen man eingestellt wird, hat sie es dann doch gelassen.
Sobald man hier in Deutschland seinen Beamtenstatus hat, hat man doch so gut wie ausgesorgt für seine Familie. Wer will da noch groß in die Schweiz auswandern als Lehrer???
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31.05.2010 11:39 Uhr von SelltAnasazi
 
+0 | -0
 
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@SN_Spitfire: und was für ach so schlimme Arbeitsbedingungen herschen den hier in der Schweiz??
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31.05.2010 13:22 Uhr von SN_Spitfire
 
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@SelltAnasazi: Es mag durchaus darauf ankommen, in welchen Bereich von Lehramt man rein kommt, allerdings war der damalige Schulbereich (kA in welcher Richtung das damals war) und die Lehrerschaft drumherum nicht besonders gut wohl auf sie zu sprechen.
Sei es die ewige Neiddebatte der Schweizer, dass ein Deutscher bei denen die Arbeit machen muss, oder schlichtweg eine gewisse Angst vor dem eigenen "Lehrerdasein" eines jeden Lehrers selbst, dass man nicht gut genug sei für die Arbeit.
Es gibt natürlich viele Beispiele von Auswanderern in die Schweiz, welche komplett andere Erfahrungen gemacht haben (aber auch in anderen Branchen), jedoch war das in diesem Fall das Gegenteil (vermutlich gerade in der Bildung kritisch).
Wenn du merkst, du bist nicht wirklich willkommen, obwohl man gebraucht werden würde, dann hast du auch nicht wirklich die Lust, hier deine Energie und dein Fachwissen für die schweizer Nachkommenschaft preiszugeben.
Dann behält man seinen deutsche Beamtenstatus und konzentriert sich auf die Dinge in deutschen Schulen.
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31.05.2010 13:38 Uhr von SelltAnasazi
 
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@SN_Spitfire: Ah, alles klar damit kann ich leben... dachte schon du beziehst dich auf die Konditionen und Bedingungen des Staats (Lohn, Versicherung usw usw) und nicht auf die Personen.
Da kommt es halt auch darauf an in welchem Teil der Schweiz man landet und ich finde es immer wieder Schade das man Deutsche zum Teil so behandelt. Genau wie in Zürich an einer Uni wo man protestierte das man soviele Deutsche Professoren einstellte und kaum Schweizer, bis dann heraus kam das es nicht mal genügend schweizer Bewerber gab....
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31.05.2010 13:59 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -0
 
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@SelltAnasazi: Ja sry. Da hab ich mich wohl falsch oder unverständlich ausgedrückt.
In Bezug auf Lohn,Versicherungen und sonstige Vergünstigungen kann man sich natürlich nicht beschweren.
Ich denke selbst des Öfteren über eine "Auswanderung" in die Schweiz nach, da man hierzulande als Arbeitskraft regelrecht mit den Füßen getreten wird. Jedenfalls lief es bei mir so.
Den endgültigen Schritt (Bewerbung, Vorstellung etc.) habe ich bis dato aber noch nicht geschafft. Keine Ahnung warum.
Solche Nachrichten von diesem "Unwillkommensein" schrecken dann schon ab, zumal man in der hiesigen Umgebung doch einen guten Anschluss gefunden hat. Nur Jobmäßig passt es eben nicht.
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31.05.2010 14:03 Uhr von SelltAnasazi
 
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@SN_Spitfire: Darfst halt auch nicht erwarten das die Kultur hier die selbe ist wie in Deutschland (ein Fehler den viele Einwanderer gemacht haben) und es kommt halt darauf an wohin du kommst. Ne grössere Stadt sollte weniger Probleme bieten als ein kleines Dorf auf dem Lande ;) Und halt auch die Berufssparte ist da wichtig.

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