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Foxconn: Angestellte spricht über die Arbeitsbedingungen beim iPhone-Hersteller

Eine Junge Frau, die bei der durch die Selbstmord-Fälle ins Visier geratenen taiwanesischen Firma Foxconn angestellt ist, berichtete jetzt der "South China Morning Post" über die Arbeitsverhältnisse in dem umstrittenem Unternehmen.

Unter anderem erzählte sie von Zwölf-Stunden-Schichten an sechs Tagen in der Woche. Die Arbeit beginne um 8:00 Uhr und endet erst um 20:00 Uhr. Der Verdienst liege bei umgerechnet 240 Euro im Monat.

Die Frau sagte: "Die Atmosphäre am Arbeitsplätze ist eng und bedrückend, über zwölf Stunden ist es uns nicht erlaubt, miteinander zu sprechen, sonst wirst du vom Vorarbeiter getadelt. Sie gewähren uns nur 30 Minuten für das Mittagessen und wir dürfen nicht länger als zehn Minuten zur Toilette gehen."


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: iPhone, Hersteller, Angestellte, Foxconn
Quelle: www.golem.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2010 07:13 Uhr von Careo
 
+58 | -10
 
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das war: ja wohl klar....die Scheiß iPhones für viel Geld verkaufen, aber die Mitarbeiter unter aller Sau bezahlen. Ist doch überall das Gleiche. Nike, Reebok und diverse Marken werden auch in Taiwan hergestellt, wo die Mitarbeiter wahrscheinlich 20 Cent in der Std. verdienen.
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27.05.2010 07:15 Uhr von dazw
 
+38 | -13
 
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Aber hauptsache man kann mit seinem hippen iPhone angeben....
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27.05.2010 08:05 Uhr von Fowel
 
+28 | -23
 
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tolle kommentare Ist schon lustig dass man alles aber auch alles gleich mit dem iPhone verbindet!
Euch ist wohl nicht klar, dass Foxconn auch für INTEL, IBM, ACER auch Teile herstellt...
Desweiteren ist nicht Apple dran Schuld, sondern Chinas beschissene Regierung die so was auch noch unterstützt!
Denkt mal bissl nach bevor ihr so einen gesonderten mentalen ablasst!
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27.05.2010 08:18 Uhr von listander
 
+10 | -22
 
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27.05.2010 08:21 Uhr von Kurgano
 
+19 | -2
 
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Fowel hat Recht! Foxconn baut für so viele Elektronik und Computerhersteller Teile. Gerade im Computerbereich kommen ca. 90% aller Teile aus China.
Auch die sündhaft teueren Sneaker ala Nike, Adidas kommen alle aus China.
Eigentlich müssten wir uns alle an die eigene Nase fassen und die Geiz ist Geil Mentalität über Bord werfen. Ich nehme mich aber auch selber nicht aus, habe auch Apple und Nike Produkte.
Ich bin sicher das alle die sich hier über die Arbeitsbedingungen bei Foxconn brüskieren auch Produkte aus China oder gar von Foxconn haben.
Ich will aber auf keinen Fall die Methoden von Foxconn in irgendeiner Weise rechtfertigen, nur darauf hinweisen das wir alle an der Situation ein wenig Schuld tragen.
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27.05.2010 08:48 Uhr von Bildungsminister
 
+10 | -3
 
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@ Fowel: China ist also Schuld wenn in Taiwan schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Na, da wäre so als wenn wir den Polen unsere Arbeitsbedingungen diktieren. Erkundige dich noch mal etwas ausführlicher zum Status von Taiwan.

Dennoch ist es doch letztendlich so das wir es zwar nicht gerne hören, aber wir in unseren westlichen Wohnungen und Familien sind doch a) froh das es diese Bedingungen gibt und b) die Nutznießer eben dieser. Was glaubt ihr was so ein Fernseher aus Fujijamatikitaki kosten würde wenn es dort angemessene Reallöhne gäbe und vor allem vernünftige Arbeitsbedingungen?

Dann würden wohl viele noch vor ihrem dicken Röhrenfernseher sitzen und der Computer wäre von Anno Tuck. Nein, so lange niemand darüber berichtet ist es uns egal, und am Ende auch mehr als recht. Unserer gesamter alltäglicher Luxus basiert auf der Ausbeutung dieser Menschen. Das ist ja nicht nur bei Elektronik so, sondern auch bei Klamotten, Schuhen und vielen, vielen alltäglichen Gegenständen so.

Am Ende ist das wie mit Kriegsregionen und vielen Ländern dieser Erde wo Menschen an Armut und Hunger verrecken. So lange niemand davon in den Nachrichten berichtet ist es uns vollkommen egal. Wie oft wurde in letzter Zeit über Haiti, oder Darfur berichtet, obwohl die einst so medienwirksamen Verhältnisse immer noch existieren.

Nein, wir sind froh dass das iPhone nur ein paar hundert Euro kostet und wir sind froh das der Fernseher neuester Technik nur ein Bruchteil hiesiger Herstellerpreise hat, und auch sind wir froh das selbst unsere Autos so billig sind, weil irgendwo in China jemand dafür 12 Stunden am Tag für 200 Euro im Monat arbeitet.

Wenigstens so ehrlich sollten wir dann schon sein. Wir leben von der Ausbeutung und Armut dieser Menschen, und wir wollen gar nicht wissen was so ein iPhone kosten würde, würde man es zu 100% in den USA oder Europa produzieren.

Zum Thema iPhone, bzw. Apple gesamt gab es gestern einen interessanten Bericht im Auslandsjournal. Ja, dass ist das im Öffentlich-Rechtlichen. http://www.zdf.de/...
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27.05.2010 08:57 Uhr von Fowel
 
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@Bildungsminister: So? Shenzeng is bei dir also in Taiwan? Also, sorry, jetzt muss ich schmunzeln...
Natürlich ist CHINA dran Schuld wenn solche Arbeitsbedingungen in SHENZENG ablaufen!

Wer sich hier wohl erkundigen muss?!?
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27.05.2010 08:58 Uhr von Xoraxone
 
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Geb Fowel Recht! Foxconn ist am häufigsten in Shenzeng vertreten....
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27.05.2010 09:05 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -1
 
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Gut das habe ich ehrlich gesagt aus der News hier nicht heraus gelesen, da es dort mit keinem Wort steht. Foxconn als solches ist ein Taiwanesisches Unternehmen, und da hier wie gesagt nichts Gegenteiliges stand war ich davon ausgegangen das es sich tatsächlich um eine taiwanesische Arbeiterin handeln würde. Nach dem Lesen der Quelle ist mir nun auch klar das es sich um Shenzeng handelt. Weswegen ich mich natürlich auch für meine Fehlinterpretation entschuldige.

Das ändert aber nichts an meiner Kernaussage, noch sehe ich keinen Grund warum ein taiwanesisches Unternehmen gezwungen ist nach chinesischem Standard zu produzieren. Mein Vater war früher des öfteren als Kälte-Klima-Ingenieur in Taiwan, und dort herrschten zumindest damals ganz andere Bedingungen als in China.

Vielen Dank aber für die Korrektur. :)
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27.05.2010 09:20 Uhr von meisterallerklassen
 
+8 | -0
 
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Lest euch mal das durch: http://news.orf.at/...

Letzter Absatz: "Inzwischen erhielten die Beschäftigten einem Pressebericht zufolge einen Brief des Managements, in dem sie sich schriftlich verpflichten müssen, sich nicht selbst zu töten."

--> war für ne krasse Firma...
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27.05.2010 09:40 Uhr von mutschy
 
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Bei Elektronik-Artikeln isses gar nich so leicht, an deutsche Waren zu kommen, aber mein Schuhwerk is definitiv Made in Germany, zumindest hats mir Vater Staat anno 1997 anlässlich meines Grundwehrdienstes gesponsort. Ja, ich trage meine Dienststiefel immernoch an 12...16 h/Tag. Sie sind mittlerweile recht bequem, schier unkaputtbar (okay, letzten Dezember, also nach mehr als 12 Jahren Dauereinsatz, wurden die Sohlen neu angeklebt) u bei weiter so aufopfernder Pflege meinerseits werd ich wohl noch weitere 10 Jahre Spass damit haben. Ansonsten achte ich auch auf deutsche Herstellung, egal, was es is. Lass es mich auch mal was kosten (was bei Arbeitslosengeld gar nich so einfach is), aber dafür hab ich was anständiges für mein Geld. Ausser beim Auto (17 Jahre alter Toyota mit gut 250 tkm auf der Uhr) und beim Motorrad (25 Jahre alte MZ im Originalzustand) hab ich fast nur Artikel, welche das Label "Made in (Western)Germany" tragen...
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27.05.2010 09:46 Uhr von Didatus
 
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Arbeitszeit und Lohn: Ich weiß, ich muss jetzt vorsichtig sein, mit dem, was ich sage. Ich möchte Foxconn auch nicht keineswegs in Schutz nehmen. Die Arbeitsbedingungen in China sind des öfteren wirklich schlecht. Aber man sollte schon mit ein wenig objektiver an die Sache rangehen.
Für unsere Verhältnisse ist der Lohn für die Arbeit natürlich sehr gering, allerdings sieht das für chinesische Verhältnisse wieder ganz anders aus. In der Quelle steht, dass die Arbeitnehmerin rund 2000 Yuan verdient, was in China durchaus ein gutes Standardgehalt ist. Zumindest für den Süden Chinas kann ich das bestätigen, denn meine Schwiegereltern sind Chinesen und leben in der Provinz Kanton ganz im Süden. Die Lebenshaltungskosten dort betragen auch nur etwas ein Zehntel von dem in Deutschland. Ich kenne viele in Kanton, die mit 1500 oder sogar nur 1000 Yuan prima über die Runden kommen. Mein Schwiegervater selbst ist Fahrer für die Chefetage einer großen Hotelkette dort. Er arbeitet oft mehr als 12 Stunden am Tag und verdient auch nicht viel mehr. Er ist glücklich mit dem Job. Ok, Die Arbeitsbedinungen sind andere, ganz klar. Was ich sagen will ist, dass der Lohn und die Arbeitszeiten zumindest im Süden Chinas nichts ungewöhnliches sind. Die schlimmen Zustände bei Foxconn müssen meiner Meinung nach daher durch andere Missstände hervorgerufen werden. Zum Beispiel nehmen es die Chinesen nicht so genau mit Sicherheitsvorschriften. Da wird schon mal ohne Gasmaske mit hochgiftigen Stoffen gearbeitet oder ähnliches. Gerade in der Elektroindustrie wird schon öfter mit giftigen Stoffen gearbeitet. Wenn dann 12 Stunden am Tag ohne Maske gearbeitet wird, kann ich mir gut vorstellen, dass das physische wie psychische gesundheitliche Folgen haben kann.
Natürlich ist es auch der psychische Druck der dort aufgebaut wird. Wobei das nicht miteinander reden mir noch nicht bekannt war. Halbe Stunde Mittagspause und klar definierte Toilettenzeiten haben mir aber schon die Cousinen meiner Frau erzählt. Haben diese sich aber auch nicht wirklich dran gestört.
Bitte nicht falsch verstehen. Die Zustände bei Foxconn sind schlecht und müssen auf jeden Fall verbessert werden. Ich wollte nur die Sicht ein wenig objektiver machen. Denn viele Dinge die aus deutsche Sicht angeprangert werden, sind für die Arbeiter dort gar nicht das Problem.
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27.05.2010 10:55 Uhr von CommanderRitchie
 
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Arbeitsbedingungen in BRD - Beispiele gefällig ? Nehmen wir die Sicherheitsbranche !! - Arbeitszeiten: 12 Stunden täglich - bis zu 240 Stunden im Monat.
Mit Bereichen, wo man ebenfalls mit niemanden reden kann.
Dreißig Minuten Mittagspause ? Da gibts Bereiche, da muß man sich das Brot "Zwischendurch" hinter die Kiemen zwängen - und wenn man erwischt wird (vom eigenen Chef) - oder von den Auftraggebern(die, welche den Wachdienst bestellt haben) - dann gibts noch eins auf die Mütze !!
Das ganze wird dann auch noch schlecht bezahlt - aber im Notfall den Kopf hinhalten - das sollen sie .
Callcenter, Taxifahrer, Kellner, u.s.w. - alles Randberufe des Arbeitslebens - da gibt´s keinen Respekt. Drangsalierende/mobbende Vorgesetzte und unverschämte "Kunden" - so siehts aus - das ist die Realität !!
Die herablassende arrogante Art so mancher Kunden ist einfach nur zum Kotzen.
Und das habe ich mir geschworen - jedem der dieses dumme Gerede von wegen " jeder kann froh sein, dass er Arbeit hat," gesülze vom Stapel läßt, bekommt von mir verbalrethorisch eins auf die Ohren.
(Habs öfters ausprobiert - da wird so mancher "höhergestellten" Persönlichkeit der Krawattenkragen eng)
Wie zum Beispiel der Küchenfabrikant - der mir sagte:" dass er aus Kostengründen nach Tcheschien gegangen sei"
Ich Antwortete: "Na Klar - um dort noch besser Ausbeuten zu können, usw," Leute - da kam ich richtig in Fahrt und als ich nach etwa 5-7 Minuten mit diesem "Manager" fertig war -
- ich glaube, der hält demnächst lieber die Klappe!!

Jeder bekommt von mir so viel Respekt wie er verdient - ob derjenige zwei Millionen Euro auf der Bank hat - oder ne Yacht in Monako - ist mir ehrlich gesagt - vollkommen piepenegal !!

Die Ausbeutung ist schon längst bei uns angekommen - nur intressiert es keinen, weil sich hier in Deutschland jeder selbst der nächste ist.

Taiwan ist schon an der nächsten Ecke - man braucht sich nur mal umzusehen.
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27.05.2010 11:00 Uhr von wussie
 
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Tja: Das ist nunmal unregulierter Kapitalismus pur in der heutigen Zeit (und schon lange davor).
Wer das immer noch nicht kapiert hat, den kann man nur noch als ignorant bezeichnen.
Der Kunde hat es komplett in der Hand solche Machenschaften enorm abzustrafen, aber das interessiert auch keine Sau. Man will halt nicht z. B. auf sein Bling-Bling iPhone verzichten...

Diese ganze Gesellschaft besteht nur aus Heuchelei und Hypokrisie. Kein bisschen besser als vor 2000 Jahren, die Verhältnisse haben sich nur verschoben.

[ nachträglich editiert von wussie ]
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27.05.2010 11:03 Uhr von shathh
 
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CommanderRitchie: Wenn du das Problem hast, dass die Arbeitsbedingungen wirklich so mies sind, dann kannst du dich auf die gesetzlichen Regelungen berufen.
Arbeitszeit, Pausenzeiten, etc. sind klar geregelt - du kannst sie gerne deinem AG unter die Nase halten.

Sofern das Gesetz auch für die Sicherheitsbranche gilt (hab grad nicht im Kopf, ob es da Ausnahmen gibt), darfst du ohnehin eine Regelarbeitszeit von 10 Stunden täglich nicht überschreiten.
12 Stunden sind ok, wenn du im DURCHSCHNITT maximal 10h pro Tag hast.

Es bringt nichts zu heulen, man muss sich auch wehren.
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27.05.2010 11:15 Uhr von mutschy
 
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@shathh: "Wenn du das Problem hast, dass die Arbeitsbedingungen wirklich so mies sind, dann kannst du dich auf die gesetzlichen Regelungen berufen.
Arbeitszeit, Pausenzeiten, etc. sind klar geregelt - du kannst sie gerne deinem AG unter die Nase halten."
Und dann gibts unter Umständen die Kündigung aus irgend einem nichtigen Grund (Kuli eingesteckt oder so). Tolle Wurst...

"Sofern das Gesetz auch für die Sicherheitsbranche gilt (hab grad nicht im Kopf, ob es da Ausnahmen gibt), darfst du ohnehin eine Regelarbeitszeit von 10 Stunden täglich nicht überschreiten.
12 Stunden sind ok, wenn du im DURCHSCHNITT maximal 10h pro Tag hast."
Hätt ich das nur früher gewusst. Ich habe 2000-2001 bei nem kleinen Wachdienst in der Einsatzzentrale gearbeitet. Alleine für 12, manchmal auch 24 h, teilweise sogar 36h AM STÜCK. Für 6,50 <b>DM</b> BRUTTO pro Stunde. DAS IST AUSBEUTE PUR, zumal ich pro Woche mit Glück nene Tag frei hatte, ansonsten war ich nur zwischen Arbeitsplatz u zuhause anzutreffen.

Wer sich wehrt, wird abgeschossen. Leider.

Derzeit ist das auch einer der Gründe, warum ich auf Arbeitssuche bin. Mein letzter Arbeitgeber (Dienstleister für eins der weltweit grössten Telekommunikationsunternehmen, 7,29 €/h bei 130 km/Tag Fahrstrecke) war mit meinen Methoden auch nicht ganz einverstanden u hat mich auf die Strasse gesetzt, nachdem ich in alter Berufsmanier (hab jahrelang für Deutschlands zweitgrösste Telefongesellschaft im CallCenter in der Geschäftskundenbetreuung gearbeitet) die Kunden schnell und effizient u mit Kenntnissen meines vorherigen Brötchengebers bedient habe, die teilweise nichtmal die Teamleiter hatten...
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27.05.2010 11:19 Uhr von CommanderRitchie
 
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Hallo Didatus !! Gemeint ist hier wohl folgendes:
Wenn eine Firma in Europa eine Ware verkauft - zu einem Preisniveau der dem europäischen Lohngefüge entspricht - im Herstellungsland jedoch nicht nach dem Europäischen Preis/Lohnniveau die Arbeiter entlohnt - macht sich einfach der Ausbeutung schuldig - wohin fließendie enormen Gewinne denn ?? - anscheinend ja nicht bei den Arbeitern in China/Taiwan.
Und noch eins - man kann den laschen Arbeitsumgang mit gefährlichen Stoffen ja wohl nicht den Arbeitern anlasten - nein - weil - wenn die Arbeiter dort forderungen nach Arbeitsschutz stellen würden, werden sie halt rausgeschmissen.
Wie ich mir anmaßen kann, eine solche Betrachtungsweise zu haben ??
Weil das perfide/großkapitalistische und niederträchtige Ausbeutungssystem der Unternehemen und Ihrer Manager genauso in China/Taiwan funktioniert - wie in Deutschland auch.
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27.05.2010 12:13 Uhr von Durien
 
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Wieso: behaupten hier immer Leute dass die Konsumenten die Missstände in den Billiglohnländern fördern? Gut wir kaufen die Produkte der Firmen die dort produzieren, jedoch würden die Sachen genausoviel kosten hätte man zuerst hier produziert und dass dann nach China verlegt...die Preise sind an die westliche Geldbörse angelehnt, aber der Gewinn der Firmen wär nicht so schön hoch wenn man den Arbeitern 90% mehr zahlen müsste.
Bestes Beispiel das Iphone 3G S (nein bin kein Iphone Gegner, aber find das Ding dennoch viel zu teuer für das bissle Hardware).
Die reinen Materialkosten belaufen sich auf 128,35€ ( http://www.areamobile.de/... ), auch wenn man die Logistikkosten, Löhne und anderes draufrechnet is die Produktion und der Vertrieb nicht teurer als 300€ das Stück, wird aber für etwa das 3fache verkauft. Würde man das hier oder in den USA herstellen wären die Herstellungskosten halt höher aber so holt man ja ~300€ mehr pro Iphone raus.
Apple ist da nicht alleine, denn so ziemlich 80% aller Produzierenden Firmen der "gehobenen" Größenordnung leisten sich diesen Luxus uns ihre Sachen überteuert zu verkaufen und das Geld den Arbeitern dort möglichst nicht zu geben.

Profitgier ist der Ausbeuter, nicht der Konsument...
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27.05.2010 12:14 Uhr von shathh
 
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Mutschy: klar, ich kann das verstehen. Trotzdem:
Will man sich ewig knechten lassen? Bevor man daran zu Grunde geht sollte man die Notbremse ziehen.

Es gibt noch viel zu viele Menschen, die sich ausbeuten lassen und nichts unternehmen. Wir brauchen mehr Rückgrat und vorallem Betriebsräte etc ;-)

Ich hab schon ein paar Mal richtig Ärger bekommen, weil ich über 10h gekommen bin.
Das kann bei uns sogar zu einer Abmahnung führen, weil der AG da richtig Stress kriegt, wenn man länger als 10h arbeitet.

Leider wird aber von der Politik genau diese Ausbeuterei und das Lohndumping gefördert.

Ich muss mich übrigens korrigieren;
Laut Gesetz beträgt die durchschnittliche Höchstgrenze sogar nur 8h täglich. Die Ausdehnung auf 10h ist aber jederzeit zulässig, solange ein zeitnaher Ausgleich erfolgt.
Siehe dazu auch Wikipedia:

"Beispiel: § 3 ArbZG ordnet an, dass die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten darf (maximale Höchstdauer). Nach § 3 Satz 2 ArbZG ist in Ausnahmefällen eine Ausdehnung auf werktäglich 10 Stunden jederzeit zulässig. Voraussetzung ist aber, dass innerhalb eines sog. Ausgleichszeitraumes von sechs Monaten oder 24 Wochen ein Durchschnitt von acht Stunden werktäglich erreicht wird. Die Einhaltung der Regelungen wird von der Gewerbeaufsicht, auch auf Anfrage, kontrolliert und ist mit Ordnungs- und Strafvorschriften bewehrt."

http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von shathh ]
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27.05.2010 12:41 Uhr von Sturmfest
 
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Natürlich kooperieren viele Firmen mit Foxconn,
ABER das befreit keine dieser Firmen von der Pflicht sich die produzierenen Fabriken genau anzusehen.Zu mal ich dann die Preise von Apple schon 3mal nich verstehe.
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27.05.2010 12:48 Uhr von CommanderRitchie
 
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Shathh: Zum Verständnis - im Sicherheitsdienst findet der Dienst sehr oft im 24 Stunden Schichtbetrieb statt.
Das heißt - es werden zwei Schichten zu jeweils 12 Stunden gefahren. Und es ist ja nun mal nicht so - das die Mitarbeiter die lange Dienstzeit so toll finden - und ja eh nichts anderes zu tun haben - Nein - vielmehr wird im Wachgewerbe ein so mieser Lohn gezahlt, dass es sich die Mitarbeiter gar nicht erlauben können, eine Schichtsystem mit 3x8 Stunden zu fahren.
Weil - dann passt es nicht mehr - mit Miete bezahlen, Versicherungen zahlen, usw. Ja - ich glaube vielmehr, dass auch dies Leute nach 8 Stunden nachn Hause gehen möchten, um sich der Familie, Freunden usw. zu widmen.
Natürlich kann man sich auf das Arbeitsrecht berufen, nur wer kontrolliert die Unternehmen, wer schaut dem Unternehmer auf die Finger - niemand !!

Wer klagt - fliegt raus - so läuft das !!

Und Gottlob - ich gehöre zu den Menschen die sich wehren - weil ich mich als vom Leben begünstigten bezeichnen kann.
Es ist schön dem Chef - oder anderen Pfeifen, sagen zu können - Hey ich bin hier weil ich Arbeiten will - und nicht weil ich muss. Das nimmt schon vielen Angriffen den Wind aus den Segeln.

Was nützen die besten Arbeitsrechte in Deutschland, wenn es niemanden gibt, der nach dessen Anwendung - obwohl im Recht - nachher keinen Voteil hat - sondern auf der Strasse steht.

Hey Mutschy - gut erkannt - bist Mensch mit Weitblick !!
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27.05.2010 13:55 Uhr von elknipso
 
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@CommanderRitchie: Das würde ich so pauschal nicht sagen. Ich habe vor Kellnern durchaus Respekt. Warum auch nicht? Das gleiche gilt auch für die Putzfrau. Sind alles Menschen die auch nur ihren Job machen.

Allerdings gerade was die Sicherheitsbranche angeht bin ich da sehr gespalten. Habe einfach die Erfahrung gemacht, dass 95% der Leute die so als "Security" durch die City ziehen oder vor Clubs stehen absolute Versager sind, und die in ihrem Leben nie was zu melden hatten, und dann auf dem "Macht Trip" sind wenn sie als Security unterwegs sind. Da habe ich schon sehr negative Erfahrungen machen müssen, daher bin ich dem Bereich sehr skeptisch gegenüber eingestellt.
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27.05.2010 14:09 Uhr von ice-bear
 
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Schaut mal auf andere Firmen: Also Leute es ist schon erschreckend wie hier alle nur immer Apple sehen....Ich zitiere mal kurz: " Auch produziert der Konzern alle Rechner für die amerikanische Computerfirma Dell. Weitere Produkte sind die Sony-PlayStation und Mobiltelefone namhafter Anbieter"..Vorher stand das alles mit Apple-produktion...
Ihr wettert immer gegen Apple aber habt ggf einen Dell-Rechner daheim stehen?!Hmm dann unterstützt ihr trotzdem das Regime dort...Viele Handyhersteller lassen bei Foxconn produzieren, so auch sehr viel Intel welche viele Chips dort fertigen lassen....

Alle Firmen tragen zu solchen Leid bei, sodass es mittlerweile fast unmöglich ist zu sagen ich kauf das Produkt nicht aber das andere um nichts falsch zu machen.
Nunja wollte ich nur mal gesagt haben*grins*
jeder sollte seine eigene Meinung haben und kaufen können was er möchte.....


grüße

Quelle: http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von ice-bear ]
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27.05.2010 14:31 Uhr von Wutanfall
 
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Was glaubt ihr denn warum China zur Fabrik der Welt aufgestiegen ist? Der Hauptvorteil sind nunmal die geringen Lohnkosten. Die Arbeiter werden wie Dreck behandelt, schließlich hat man eine ungeheure Auswahl an Arbeitskräften. China erinnert mich an den Kapitalismus des 19ten Jahrhunderts nur das die Menschen hier für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne gekämpft haben was in China ausgeschlossen ist.
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27.05.2010 15:46 Uhr von iamrefused
 
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somit: habn wir alle ien teilschuld. aber das ist schon lange bekannt.
ich kenne auch fabriken in europa in denen die arbeitsbedingungen abartig sind - nach portugal schiel... da sind die werke in polen noch besser...^^

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