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500 Millionen Jahre altes Fossil entpuppt sich als Vorfahr von Kraken

Martin Smith vom Royal Ontario Museum und Jean-Bernard Caron von der Universität Toronto in Kanada konnten ein 500 Millionen Jahre altes Fossil jetzt neu einordnen. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass "Nectocaris pteryx" ein früher Vorfahr von Kopffüßern, wie etwa Kraken oder Kalmaren, ist.

Das erstmalig im Jahr 1976 beschriebene Fossil stammt aus dem kanadischen Burgess-Shale und wies Merkmale von Wirbeltieren und Gliederfüßern auf, weshalb seine Einordnung zunächst schwer fiel. Die Forscher analysierten nun 91 andere Exemplare, deren Körpermerkmale deutlich besser sichtbar waren.

Das maximal sieben Zentimeter große Tier besaß zu seinen Lebzeiten zwei Fangarme und zwei dreieckige Flossen an seinem flachen Körper. Besonders auffällig ist hier ein seitlich austretender Schlauch, der das Tier nach dem Rückstoßprinzip voranschnellen ließ - so wie moderne Kraken und Kalmare.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Jahr, Fossil, Vorfahr, Krake
Quelle: www.scienceticker.info

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2010 06:10 Uhr von alphanova
 
+12 | -0
 
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Die Illustration sieht einem heutigen Kalmar schon sehr ähnlich, bis auf die fehlenden Fangarme. Und das Rückstoßprinzip ist somit auch schon mindestens 500 Millionen Jahre alt - und so erfolgreich, dass es bis heute praktiziert wird.
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27.05.2010 08:20 Uhr von eXeCo
 
+9 | -0
 
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und: so kommen wir der Evolution immer ein wenn auch nur kleines Stückchen näher ^^
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27.05.2010 10:55 Uhr von mr.jac
 
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Cool: Ich finds beachtlich, was Paläontologen aus alten Steinen an Informationen so herausholen. Sicher, immer mal wieder stellt man fest, dass was falsch interpretiert wurde, aber erstaunlich ist es trotzdem.

Noch erstaunlicher finde ich allerdings Kreationisten, die das alles vollkommen ignorieren. :D
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27.05.2010 13:51 Uhr von Doloro
 
+1 | -2
 
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@mr.jac: Irgendwann ist dem lieben Tier dann durch eine Mutation ein dritter Arm gewachsen und es hat sich gedacht: "Hey, damit bin ich gegenüber meiner Kollegen im Vorteil"

Das ging dann 5 seiner Nachfahren genauso und ZACK: Ein Tintenfisch. Die Arme sind natürlich zufällig alle gleich lang und symmetrisch etc!

Zu einfach ausgedrückt, aber der Grundgedanke stimmt doch?!

Finds eher komisch, dass so viele Menschen diese Unwahrscheinlich für wahr halten...

[ nachträglich editiert von Doloro ]
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27.05.2010 14:52 Uhr von alphanova
 
+2 | -0
 
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@Doloro: Mit Wahrscheinlichkeiten hat das nur wenig zu tun.

Die evolutionäre Anpassung von Tierarten an geänderte Umwelt- und Lebensbedingungen ist ja bekannt. Oft funktioniert das nach dem Try-and-Error-Prinzip: "Fehlentwicklungen", die kaum ihren Zweck erfüllen, werden auf lange Sicht nicht weitergegeben. Sinnvolle oder erfolgreiche körperliche Veränderungen, zum Beispiel Tentakel zum Einfangen von Beute oder dieser "Rückstoßantrieb" werden beibehalten und im Laufe der Jahrmillionen perfektioniert.

Dein "ZACK: Ein Tintenfisch"-Gedanke stimmt also nicht.
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27.05.2010 23:13 Uhr von mr.jac
 
+0 | -0
 
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Genau: Try-And-Error, wollte ich auch gerade anführen. Das ist auch am effektivsten, weil da im Endeffekt alle Möglichkeiten durchgespielt werden und alle Wege erkundet werden. Deswegen gibts ja so viele verschiedene Tiere, sonst hätten die sich alle in eine Richtung entwickelt.

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