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Forscher lösen zwei 40 Jahre alte Rätsel um die nördliche Polkappe des Mars

Forscher der University of Texas in Austin konnten mit neuen Radaraufnahmen des Mars Reconnessaince Orbiter zwei fast 40 Jahre alte Rätsel lösen. Dabei ging es um die Entstehung verschiedener spiralförmiger Strukturen und einen großen Graben, den Chasma Boreale, in der nördlichen Polkappe des Mars.

Der Chasma Boreale ist breiter und tiefer als der irdische Grand Canyon und liegt auf dem Bild im rechten Teil des Eisschilds. Im linken Teil der Aufnahme befinden sich die auffälligen spiralförmigen Mulden. Die Entstehung beider Strukturen konnte bisher nicht zufriedenstellend erklärt werden.

Durch Auswertung der neuen Daten stellte man fest, dass der Windeinfluss für beide Auffälligkeiten verantwortlich ist. Die spiralförmigen Mulden entstanden demnach durch das Zusammenspiel von Wind und der Coriolis-Kraft auf dem Mars. Der Chasma Boreale wurde durch die Einwirkung starker Polwinde geformt.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Mars, Rätsel, Universum, Chasma Boreale
Quelle: www.physorg.com

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.05.2010 21:16 Uhr von alphanova
 
+25 | -0
 
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Die Strukturen formten sich in Millionen von Jahren durch Erosionsprozesse. Im Fall von Chasma Boreale wurde damit eine Theorie widerlegt, wonach eine große Flut den Graben quasi "ausgespült" hat. Die Coriolis-Kraft hatten die Forscher bisher außenvor gelassen, weshalb die Erklärung für die spiralförmigen Mulden sehr schwierig war. Auf der Erde sorgt diese Kraft zum Beispiel für die unterschiedliche Drehrichtung von Wirbelstürmen auf der Nord- und Südhalbkugel.
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26.05.2010 22:10 Uhr von Simon_
 
+8 | -0
 
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Ich: will Urlaub aufm Mars machen! :D
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26.05.2010 22:39 Uhr von Guschdel123
 
+3 | -0
 
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Was ich nicht ganz verstehe: Warum wurde die Coriolis-Kraft von Grund auf ignoriert? Gibt es Indizien dafür, dass sie auf dem Mars eig. nicht entstehen kann bzw. es sie nicht gibt?
Der Mars dreht sich nur etwas langsamer als die Erde (ein Marstag hat glaub ich 24 Stunden und 30 und´n paar Zerquetschte Minuten) und er hat eine Atmosphäre - die zwar bei Weitem geringer ist als die der Erde, aber vorhanden.
Was braucht es noch für die Coriolis-Kraft bzw. wieso wurde sie dann nie in Betracht gezogen? Irgendwie verwirrt mich das gerade etwas oder ich bin schlichtweg auf dem falschen Dampfer ;)

Bitte um etwas Aufklärung/Erklärung, hier haben sicherlich genug Leute Ahnung davon(:

Gute News, wie immer. + von mir.
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26.05.2010 22:46 Uhr von alphanova
 
+3 | -1
 
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@guschdel123: Ich denke, man hat die Wirkung der Coriolis-Kraft in Anbetracht der dünnen Marsatmosphäre einfach unterschätzt, so dass man von vornherein andere Ursachen im Auge hatte. Wäre ja nicht das erste Mal ;)

@Getschi
Oder so.. Auch ne Möglichkeit.

[ nachträglich editiert von alphanova ]
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26.05.2010 23:00 Uhr von MarsPhotoJournal
 
+2 | -0
 
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Das die Corioliskraft für großflächige Geländemerkmale am Mars-Nordpol verantwortlich sein soll/kann ist wirklich etwas schwer vorstellbar. Allerdings geht man ja inzwischen davon aus, dass es Perioden gab/gibt in denen der Mars eine dichtere Atmosphäre hat.

Allerdings vermutet man auch das die nördlichen Tiefländer einst mit Wasser geflutet waren also einen Ozean bildeten - daher kommt die Idee einer Entstehung des Chasma Boreale aufgrund von Abschmelzen signifikanter Mengen Eis am Nordpol und dem Ergießen in die besagte nördliche Tiefebene. Das würde aus meiner Sicht aber keinen Wiederpsruch zur Erklärung der anderen spiralförmigen Strukturen rund um den Mars-Nordpol durch eine Corioliskraft in Verbindung mit starken polaren Winden darstellen.

Gruß
http://marsphotojournal.blogspot.com
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27.05.2010 00:40 Uhr von DerZwergAusmBergwerk
 
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da sind meine kollegen!!! die zwerge ausm marsbergwerk!
lasst die in ruhe da graben!


[ nachträglich editiert von DerZwergAusmBergwerk ]
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27.05.2010 03:43 Uhr von djsinus
 
+0 | -2
 
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Ich finde Ich finde ja Astronomie auch recht spannend.
Aber:
Ich denke, wir werden diese Frage nicht so schnell und einfach klären können.

Außerdem frage ich mich, wieso wir Menschen uns überhaupt mit Derartigem auseinander setzen!?
Als ob es auf der Erde ( z. B. in den Tiefen der Ozeane oder im Hochgebirge, in den Dschungeln etc. ) nicht genug zu forschen gäbe!

Ja, ich weiß... Wir wollen dereinst gerne den Mars besiedeln und müssen forschen, forschen, forschen...
Aber wir sollten erstmal die Probleme auf terra lösen!!

Nur meine Meinung...

...oder denkt IHR etwa auch so?!?
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27.05.2010 04:09 Uhr von Celinna
 
+1 | -0
 
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naja: irgendwann ist die Erde so verschmutzt und Überbevölkert das wir halt nen Ausweichplaneten brauchen.

Finde da den Film Total Recall ziemlich passend ^^
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27.05.2010 08:07 Uhr von meisterallerklassen
 
+1 | -1
 
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Kurze Frage: "...rechten Teil des Eisschilds" --> Warum sucht man auf dem Mars nach Wasser, wenn man seit 40 Jahren weiß, dass es ein Eisschild gibt? --- Hab ich was falsch verstanden?

Trotzdem tolle News!
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27.05.2010 09:03 Uhr von Cybertronic
 
+1 | -0
 
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@Celinna: Das wird nicht klappen, selbst wenn die Erde total verdorben werden sollte, ist der Mars immer noch schlimmer für uns. Es kann sein , das der Mars ein Abbild ist, was der Erde bevorsteht.leider.
Was viele unterschätzen ist, dass der Gravitationseinfluss für unseren Körper nicht ideal ist ( Zellinnendruck ). Wir würden abbauen innerlich...und vieles mehr ...Temps schwanken zwischen -100 und + 40 oder so . Sandstürme sind um die 300km/h etc..das ist nix für uns.

[ nachträglich editiert von Cybertronic ]
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27.05.2010 10:04 Uhr von Jerry Fletcher
 
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tja: beweisen können die nix.. und denken können hätte sich das auch jeder normale mensch..
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27.05.2010 11:02 Uhr von mr.jac
 
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@meisterallerklassen: Hauptsächlich CO2-Eis.
@Guschdel123: Die Corioliskraft kannst du an den Polkappen getrost vernachlässige.
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27.05.2010 14:19 Uhr von Guschdel123
 
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@mr.jac / meisterallerklassen: Das stimmt nicht ganz, die Kohlendioxid-Schicht ist lediglich einige Zentimeter bis wenige Dezimiter dick, darunter liegt Wasser in gefrorener Form in Kilometerdicke. Das Problem ist nur, dass bei einem Atmosphärendruck von wenigen hunderdstel/Zehntel bar, wie er auf dem Mars vorherrscht (bin mir da gerade nicht sicher) das Wasser sofort vom eisigen Zustand in den Gasförmigen übergehen würde (gemäß dem Fall, die Polkappen würden schmelzen)

Quelle: http://www.weltderphysik.de/...

Das ist leider eine völlige Fehlinformation. Die Coriolis-Kraft ist tatsächlich stärker, je näher man sich an den Polen befindet. Dies ist mit den Luftmassen zu erklären.
Die Erde kann man in Rechtecke einteilen, welche alle eine ´´gleiche´´ Luftmasse x besitzen. Diese Rechtecke sind gleichmäßig über den Erdball verteilt, jeder Breitengrad besitzt also gleich viele.
Allerdings, je näher man sich den Polen annähert,werden eben diese Rechtecke immer kleiner. Dies geschieht aufgrund der fehlenden Atmosphärenbreite (die Atmospähre über dem Pol hat natürlich nicht so viel ´´Platz´´ wie die über dem Äquator). Allerdings soll auf ein Rechteck, was anstatt der Größe y nun die größe y/2 hat immernoch die gleiche Luftmasse x ´´gepresst´´ werden.
Was passiert also? Die Luft wird gestaucht. Und was mit zusammengepresster Luft passiert, kann man ganz gut in Turbinen erkennen: Sie wird immer schneller, ergo nimmt die Corioliskraft zu.
Im Gegensatz dazu ist die Corioliskraft nahe den Äquatoren am geringsten, am Äquator selbst sogar gleich null.

[ nachträglich editiert von Guschdel123 ]
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27.05.2010 23:11 Uhr von mr.jac
 
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Dann bin ich ja doch nicht unfehlbar. :D

@Guschdel123: Danke für die Info. :)

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