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Unfall-Gaffer werden von Rettungskräften kritisiert

Die sogenannten Gaffer, die bei jedem Unfall unbedingt hautnah dabei sein müssen, werden jetzt von den Rettungskräften schwer kritisiert. Dabei wird darauf hingewiesen, dass diese Zeitgenossen nicht nur im Weg stehen, sondern auch jeden sechsten Unfall-Verletzten direkt gefährden.

Bundesfeuerwehrarzt Prof. Peter Sefrin sagte in einem Gespräch mit der "Apotheken Umschau": "Das geht so weit, dass die Gaffer manchmal mit einem Bein in unseren Notfallkoffern stehen, um einen besseren Blick auf das Geschehen zu haben."

Auch die Polizei muss mit Widerwillen feststellen, dass Leute selbst da noch gaffen, wo selbst Polizisten mit viel Erfahrungen bei solchen Unfällen Probleme bekommen. Die Polizei weise auch darauf hin, dass abbremsende Autofahrer bei einem daraus resultierenden Unfall als Verursacher schuldig wären.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Kritik, Gaffer
Quelle: www.auto-reporter.net

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2010 11:22 Uhr von smile2
 
+39 | -3
 
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Gaffer: Man sieht sie immer und überall wo ein Unfall entstanden ist! Es ist einfach widerlich .... Besonders schlimm auf Autobahnen. Habe nicht selten miterlebt, dass solche Spinner extra langsam fahren und Fotos machen ... und so halt weitere Unfälle riskieren. Selbst wenn der eigentlich Unfall auf der Gegenfahrbahn geschehen ist. Normalerweise sollte man sowas unter empfindlichen Strafen stellen ....
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25.05.2010 11:22 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+27 | -3
 
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Es müsste viel härtere Strafen für: Gaffer geben.

Ich mag gar nicht wissen wieviel KM Stau sich jedes Jahr auf Gaffer zurück führen lassen und wie hoch die Unfallzahlen durch eben jene Gestalten sind.

Manchmal würd ich´se gern aus´m Auto ziehen und....
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25.05.2010 11:48 Uhr von nemesis128
 
+15 | -3
 
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hmm: Der Staat ist doch immer ganz groß im Abkassieren - warum gibt es nicht spezielle Verkehrspolizisten, die mit einem Motorrad zum Unfallort fahren und die Gaffer quasi "blitzen"?

Dagegen hätten bestimmt die wenigsten Einwände!

Auch an einem Unfallort, wo sich Personen zum gaffen versammeln, könnte man viel Geld machen!
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25.05.2010 12:06 Uhr von claeuschen
 
+13 | -12
 
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Was regt: ihr Euch so auf?

Eine ganze Horde von Fernsehsendern machen prächtige Geschäfte damit, bildungsfernen Schichten beim Blamieren zuzusehen.

Unabhängig davon, regen sich Rettungskräfte über Gaffer auf, so lange es Unfälle gibt. Positiv gewendet, nennt sich das Phänomen Neugier und es ist den meisten Menschen gottgegeben.

Ich selbst habe so etwas schon vor mehr als 30 Jahren beobachten müssen. Da standen die "honks" wie gelähmte Zombies direkt vor der Tür des Krankenwagens und mussten regelrecht weggeschubst werden. Bevor Ihr mich verurteilt, ich stand in sicherer Entfernung und niemandem im Weg. Bin ich jetzt auch ein Gaffer? Wer ist es denn nicht?

Die meisten derjenigen, die sich hier künstlich aufregen, würden doch selbst so handeln, also haltet den Ball flach.....
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25.05.2010 12:29 Uhr von Fataal
 
+13 | -2
 
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viele menschen gaffen, das ist nunmal so...

es sind aber nicht immer nur dumme menschen die sowas tun... als beifahrer zu gaffen wenn man an einer unfallstelle vorbei fährt ist ja ne ganz andere Situation, als wenn man selbst am Steuer sitzt...

Ich hatte letztens einen Feuerwehrmann der durchs gaffen einen Unfall mit seinem PKW verursacht hat... sehr bitter, denn die Feuerwehr war ja schon vor Ort und kannte diese Person natürlich aus ihren Reihen...

Strafen bei Unfallverusachung und Behinderung der dort arbeitenden Einsatzkräfte sollten meiner Meinung auch höher angesetzt werden...

Doch wir Menschen bleiben neugierig und schalten gerne mal den Kopf aus...
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25.05.2010 12:45 Uhr von rolling_a
 
+6 | -2
 
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gaffer: müssen noch nicht einmal was tatsächliches zum glotzen haben. letzte woche stand ich auf der autobahn 15 minuten im arg zäh fliessenden verkehr, der grund: ein auf dem seitenstreifen abgestelltes polizeiauto. nichts weiter... unfassbar...
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25.05.2010 13:25 Uhr von Chucky70
 
+8 | -0
 
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Wenn du sie von der Unfallstelle weg bittest kriegste auch noch blöde Sprüche !!! Die Strafen dafür sind eindeutig zu lasch. Auch die Idee dafür Beamte abzustellen ... finde ich zwar grundsätzlich gut, hat aber sicher auch negative seiten.

@Claeuschen: Ich denke hier geht es speziell umd die "Gaffer" nämlich die die einem im Weg stehen, behindern oder gar Fotos machen müssen und nicht um die "Neugierigen" estwas weiter ab und außerhalb vom geschehen. bin selbst eine einsatzkraft, sowohl feuerwehr wie auch Sanitätsdienst ... weiß also vwovon ich rede !!!!
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25.05.2010 14:30 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -0
 
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Ein logische Entwicklung: Je behüteter das normale Leben ist, desto wohliger ist der Schauer, Schlimmes zu sehen und selber nicht betroffen zu sein.

Psychologisch ist dies die Kehrseite unserer Veranlagung, auch mit schlimmsten Geschehnissen in unserer Umgebung fertig zu werden und sie zu verarbeiten. Leerlauf scheint diesen Mechanismen nicht gut zu tun.
In der Natur hat alles seine zwei Seiten und hier zeigt sich gerade mal wieder eindringlich, dass wir evolutionär noch längst nicht in unserer aktuellen Umgebung angekommen sind.
Wie denn auch, Die explodierende Entwicklung unserer von uns selbst gestalteten Umwelt hat gerade mal rund 3000 Jahre gedauert, während die evolutionäre Anpassung in Millionen rechnet.

Jedenfalls dürfte die Faszination des Circus Maximua im alten Rom die gleiche sein, wie heute bei einem (möglichst blutigen) Unfall.

Sieht man das Gaze mal von der Warte aus, wird es zwar nicht weniger lästig, aber wenigstens verstehbar.
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25.05.2010 15:52 Uhr von wally611
 
+1 | -1
 
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gaffer werden von Rettungskräften kritisiert wird nicht lange dauern, biss es umgekehrt ist........
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25.05.2010 17:52 Uhr von chip303
 
+0 | -0
 
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Am besten sind die Gaffer die bei nem Unfall auf der Autobahn auf der Gegenspur ne Vollbremsung hinlegen, aufn Standstreifen parken, die Digitalkamera nehmen und Richtung Mittelstreifen spurten... Die sind nämlich lange lange VOR den ersten Menschen da, die den Opfern helfen....
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25.05.2010 18:12 Uhr von claeuschen
 
+1 | -0
 
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@gaffer: naja, ob das der alleinige Grund für zäh fließenden Verkehr ist, wage ich mal zu bezweifeln.
Schließlich bedeutet das auch, dass sehr viele Autos unterwegs sind. Das könnte auch ein Grund dafür sein, dass es mal zügig, mal gar nicht vorangeht.

So etwas muss nicht zwangsläufig mit Gaffern oder abgestellten Polizeiautos zu tun haben. Es könnte auch am Verkehrsaufkommen liegen. Bei vielen Autos auf der Straße hat man das häufiger.

Noch eine Frage an diejenigen von Euch, die prinzipiell (nicht in genannten Härtefällen) härtere Strafen fordern:

Wo ist die Grenze zwischen Neugier und Gaffertum?
Die Härtefälle, die ihr beschrieben habt, sind Härtefälle und damit eher die Ausnahmen. Wo also ist die gebührenpflichtige Grenze und wie soll das kontrolliert werden?

Beispiel:
Wenn ich an einem Unfall auf der Gegenfahrbahn vorbeifahre und den Fuß vom Gas nehme, weil ich als vorausschauender Fahrer mit der Dummheit der anderen rechne, sieht das für den Hintermann so aus, als ob ich gaffe. Wenn ich deswegen eine Knolle bekommen sollte, wäre das arg ungerecht. Vielleicht habe ich sogar bewusst auf die Fahrbahn geachtet und einfach nur vorbildlich reagiert.

Mit solch fahrlässigen Verallgemeinerungen sorgt Ihr für mehr Polizeiwillkür. Denn wer kontrolliert, ob unsere Ordnungshüter selbst nicht Opfer solcher Pauschalisierungen werden.

PS: Wenn jemand auf der Autobahn auf dem Standstreifen stehenbleibt, nur um mit der Digitalkamera auf den Mittelstreifen zu rennen, ist er (falls die Staatsmacht zugegen ist) eh seinen Führerschein los. So etwas kommt üblicherweise zur Anklage, wird in rechtskundigen Kreisen "gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr" genannt und strafrechtlich verfolgt.

[ nachträglich editiert von claeuschen ]

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