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Nordrhein-Westfalen: Die Metzgereien sterben aus

In Nordrhein-Westfalen entwickelt sich die Anzahl der Metzgereien stark rückläufig. Speziell in Großstädten werden keine neuen Metzgereien mehr gegründet.

Besonders die starke Konkurrenz und auch der ausbleibende Nachwuchs sind die Gründe. Darüber hinaus hat der Metzgerberuf ein Imageproblem.

In den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg liegt die Ladendichte noch rund doppelt so hoch.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Konkurrenz, Metzgerei
Quelle: www.wdr.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2010 19:41 Uhr von marmai
 
+19 | -4
 
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Geiz ist Geil Gesellschaft: Die Leute kaufen lieber billiges Fleisch an der Supermarkttheke, von dem weder der Käufer noch der Supermarkt selbst eine Ahnung hat unter welchen Bedingungen das Fleisch hergestellt wurde. Nicht selten kommt das Fleisch dann aus irgend welchen "Fleischfabriken" im Ausland.

Bei einer vernünftigen Metzgerei bekommt man noch Auskunft woher das Fleisch stammt. Der Metzger sollte noch die Betriebe kennen wo er sein Fleisch bezieht. Im günstigsten Fall kennt man sogar den Metzger in seinem Stadtteil oder Dorf und weiß das der gutes Handwerk leistet. Aber da zahlt man dann halt auch ein parr Cent mehr.

Ich weiß nicht was an dem Beruf Metzger schlecht sein soll. Für mich hat ein Versicherungskaufmann oder ein Bankkaufmann sicher kein besseres Image.
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24.05.2010 19:49 Uhr von xlibellexx
 
+9 | -0
 
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...............Nordrhein-Westphalen ??? Falsch..........

es muss so heissen ganz Deutschland sterben die Metzgereien aus .....letzte Woche habe ich selbst gesehen das ein Betrieb in unserer Ecke geschlossen hat / wurde ! viele haben vor der Tür Blumen und Danksagungen hingelegt !

ich persönlich habe dort sehr gerne eingekauft , aber einer allein oder eine kleinen Kundenkreis , kann so einen Betrieb nicht am Leben erhalten !



[ nachträglich editiert von xlibellexx ]
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24.05.2010 20:39 Uhr von lilepe76
 
+6 | -3
 
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Unser Metzger: igitt! Bei uns gleich nebenan gibt es einen Metzger, den ich gerne unterstützen würde, aber da kann man echt nicht kaufen. Die Wurst sieht echt übel alt & grau aus, ich frag mich immer, wer die noch kauft! Vor ein paar Tagen war ich dort notgedrungen Hackfleisch kaufen, der Metzger kam von hinten, grabbelte das Fleisch an, und nahm mein Geld mit dreckigen Fingernägeln. Ich musste vorm Laden dann noch den Kinderwagen bepacken, als ich am Haus vorbeiging, stand er schon rauchend draussen. Echt ekelhaft. Gut, Fleisch erhitzt man - aber das nächste mal kauf ich dann doch lieber superfrisch, freundlich & auch noch günstig beim Feinkost - mit Hackfleisch-TV (ha ha).
Solche Ekelläden sollten sich echt nicht wundern, wenn sie irgendwann pleite gehen. Da tuts mir auch nicht mehr leid.
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24.05.2010 21:42 Uhr von Nebelfrost
 
+5 | -2
 
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ausbleibender nachwuchs, imageproblem -> so ein unsinn!

die wahren gründe liegen doch auf der hand. die supermarktketten sind es, die mit ihrem industriefleisch die ganzen fleischereien und metzgereien immer mehr verdrängen. die supermärkte bieten fleisch aus industrieller massentierhaltung zu dumpingpreisen und entziehen somit jeder privaten fleischerei die existenzgrundlage. und solange die leute ihr fleisch lieber im supermarktregal kaufen und noch nicht kapiert haben, was sie mit diesem kaufverhalten ihrer eigenen heimat und auch ihrer gesundheit antun (industriefleisch ist minderwertig) und weiter diese lobby untersützen, werden sie auch weiter diesen dreck kaufen und immer mehr fleischereien und metzgereien und auch eine artgerechte, natürliche tierhaltung auf dem gewissen haben! lobbys haben keine macht, wenn das volk ihnen keine macht gibt.
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24.05.2010 22:09 Uhr von Numanoid
 
+5 | -2
 
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@Marmai: Wenns denn so wäre! Nur ein kleiner Teil der Metzgereien schlachtet noch selber und weiß deshalb, wo das Fleisch her kommt. Der überwiegende Teil kauft das Fleisch, wie die Supermarktketten auch, nur noch bei den Großschlachtereien.
Man erkennt übrigens am Angebot, ob ein Metzger noch selber schlachtet oder nicht. Ist dieses nämlich, insbesondere bei der Wurst relativ überschaubar, dann kann man oftmals davon ausgehen, daß hier noch alles selber hergestellt wird, liegen aber dutzende verschiedenen Sorten rum, dann ist es so gut wie sicher, daß hier (meistens von Großfabriken) zugekauft wurde, da kein Metzger diese Vielfalt selber herstellen kann und wird, da dieses zum Einen einen enormen Arbeitsaufwand erfordert und ausserdem die große Gefahr besteht, daß man einen Großteil der Ware nicht schnell genug vor dem Erreichen des Verfallsdatums abverkaufen kann und dann wegwerfen muss.
Und genau diese Sorte von Metzger ist es, die hier langsam aber sicher eingeht, weil die Leute eben nicht bereit sind, überhöhte Preise für ausgepackte Fabrikware zu zahlen, wenn sie die gleichen Sachen im Supermarkt mit längerem Haltbarkeitsdatum zu niedrigeren Preisen bekommen.
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25.05.2010 00:43 Uhr von Discworld
 
+1 | -0
 
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@marmai: [ Ich weiß nicht was an dem Beruf Metzger schlecht sein soll. Für mich hat ein Versicherungskaufmann oder ein Bankkaufmann sicher kein besseres Image. ]

Ich habe nen Onkel der Metzger ist und meine Mutter durfte früher seine Arbeitskleidung waschen. (in den 70ern)
Es soll nicht der schönste Duft gewesen sein.
Aber wie schon jemand geschrieben hat. Heute wird kaum noch selbst geschlachtet.
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25.05.2010 09:02 Uhr von bigpapa
 
+2 | -0
 
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Ich kanns verstehen, Die Preise sind wie unverschämt hoch. Ich persönlich hab die letzten 10 Jahre wenn ich eine Metzgerei betreten habe, kein "guten Tag" und kein "auf Wiedersehen" gehört, obwohl ich das da immer sage.

Dafür durfte ich mal erfahren das die Frau vom Chef ein Problem mit ihrer Periode hat. Sie hat das mit einer Kollegin so laut besprochen das ich und 2 etwas jüngere Herrn uns angesehen haben, und begrinst.

Das einzige was ich immer gern in einer Metzgerei gekauft habe, waren Frikadellen. Weil die der Metzger selbst gemacht hat. Nur seit den alle auf den "Gesundheitstrip" sind, mach ich das nicht mehr. Ihr dürft ruhig lachen und lästern aber ich mag halt eine richtig dicke Frikadelle die auch was Fett von sich gibt wenn man sie drückt.

Also wieso soll ich zu ein Metzger gehen. Das was ich will bekomme ich an der Wärmhaltetheke vom REWE bei uns auch. Lecker Fleischkäse in 2-3 verschiedenen Geschmacksrichtung, Frikadellen und Spielbraten. Alles um es in ein 15-20 Cent Brötchen STECKEN ZU LASSEN. Weil das macht die liebe Verkäuferin für mich da, ohne das man sie drum betteln muss. Nein sie frage sogar wenn man das Brötchen mitbestellt.

Gruß

BIGPAPA
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25.05.2010 10:31 Uhr von GulfWars
 
+1 | -0
 
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Mein Opa war Metzer, hat auch selber geschlachtet: aber das nun schon lange vorbei.

Bei mir gibt es noch einen Metzger der zur keiner Kette von Metzgereien gehört sondern frei ist, der kauft aber auch die fertigen Schweinehälften und die fertig Wurst.

Da ich selber schon geschlachtet habe, Schwein getötet, enthaart, ausgenommen, zerteilt usw. weiß ich wie das ist.
Das Tier ist sehr schnell und schmerzlos gestorben ohne Transport! So muss das sein, ist es aber leider heutzugage nicht mehr :(
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25.05.2010 12:48 Uhr von Bender-1729
 
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@ marmai + Nebelfrost: Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob Ihr Euch da nicht schon wieder eines weiteren Klischees bedient.

Ich glaube die Zeiten in denen Supermärkte sich ihr Fleisch noch aus Billiglohnländern und ohne Kennzeichnung importieren konnten sind auch lange vorbei. So einen Imageschaden kann sich heute gar keine Supermarktkette mehr erlauben. Dafür ist die Konkurrenz einfach zu groß. Das selbe gilt für schlechte Tierhaltung. Zumindest haben die Supermärkte die ich kenne immer Infobroschüren auf der Theke ausliegen oder Schilder an der Wand auf denen man den Ursprung des Fleisches erkennen kann. Schwarze Schafe, die sich nicht daran halten, findest du immer, aber die findest du auch bei den kleinen Metzgereien.

Das Geschäftsmodell der Metzgerei ist in meinen Augen einfach nicht mehr Zeitgemäß. So funktioniert eine freie Marktwirtschaft eben. Angebot und Nachfrage.
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25.05.2010 16:37 Uhr von botcherO
 
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Die Schließungen kommen in Bayern erst jetzt. Dank toller EU Vorschriften dürfen ca. 1/4 - 1/3 der Läden nicht mehr selbst Schlachten. Ein Umbau ist aber oft nicht rentabel bzw. wg. örtlicher Gegebenheiten unmöglich.

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