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Mainzer Physiker konstruieren Quanten-Interface zwischen Licht und Materie

Ein Forschungsteam der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität hat erfolgreich ein Quanten-Interface entwickelt, mit dem eine kontrollierbare Brücke zwischen Licht und Atomen ermöglicht wird. Ein Anwendungsgebiet dieser Technologie wäre beispielsweise ein völlig abhörsicheres Kommunikationssystem.

Das Quanten-Interface basiert im Wesentlichen auf einer extrem dünnen Glasfaser. Im Abstand von 200 Nanometern von ihr befinden sich Cäsiumatome, die auf wenige Millionstel Grad Celsius über dem absoluten Nullpunkt heruntergekühlt wurden. Danach werden Laserimpulse durch die Glasfaser geleitet.

Die Wellenlänge des Laserlichts ist aber größer als der Durchmesser der Glasfaser, weshalb die Lichtwellen seitlich aus selbiger herausragen. Auf diese Weise können die Quantenzustände der Cäsiumatome gezielt durch die Photonen des Laserlichts beeinflusst und sogar dauerhaft gespeichert werden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Licht, Materie, Physiker, Interface
Quelle: idw-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.05.2010 19:57 Uhr von alphanova
 
+18 | -1
 
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Außer der Quantenkryptografie, also der vollkommen abhörsicheren Kommunikation, bietet dieses Quanten-Interface noch einige weitere Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel würden sich mit seiner Hilfe mehrere Quantennetzwerke verbinden lassen. Alles in allem ein sehr vielversprechendes Forschungsprojekt.
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22.05.2010 20:35 Uhr von redi7
 
+6 | -1
 
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nach den vielen anderen, muss ichs nun auch mal los werden: echt gut geschriebene news und super interessantes thema!
Könnte aber ein wenig probleme mit dem runterkühlen geben, wenns für die kommunikation genutzt wird, denk ich!
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22.05.2010 20:37 Uhr von eternalguilty
 
+3 | -1
 
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Ernsthaft auf so etwas muss man erstmal kommen Oo
Wieder was gelernt.

Gute news ^^
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22.05.2010 20:55 Uhr von Cybertronic
 
+13 | -0
 
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Ich: verstehe nur Bahnhof ! tut tuuuuuuuuuuut
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22.05.2010 21:17 Uhr von Spafi
 
+0 | -4
 
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Quanten? Wann kam denn der Durchbruch, dass man Quantenzustände durch Laser gezielt beeinflussen kann? Und abhörsicher ist es meiner Meinung nur solange, wie das Kabel nicht in falsche Hände gerät. Denn jedes Cäsium-Atom speichert ja zumindest kurzfristig anscheinend mindestens die Hälfte des Gespräches, wenn nicht sogar das ganze, je nachdem, ob die Schwingung nach allenn Seiten symetrisch ist und man somit aus einem einzigen Atom alles ableiten kann.

Trotzdem sehr gut geschriebene Nachricht

[ nachträglich editiert von Spafi ]
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22.05.2010 21:37 Uhr von casus
 
+6 | -1
 
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Quantenkryptografie: @Spafi

Warum soll das Abhörsicher sein?

Die Idee ist eine andere:

Ist eine mit Quantenkryptografie verschlüsselte Komunikation abhörsicher?

Antwort: Nein.

Was soll es dann?

Kann man eine Quantenkryptografie verschlüsselte Komunikation unbemerkt abhören?

Antwort: Nein.

Jetzt wird es interessant.

Um einen verschlüsselte Komunikation zu knacken, wird Zeit benötigt. Wenn jetzt das Abhören augenblicklich bemerkt werden kann, dann kann man auch sofort auf neue Schlüssel wechseln.

Damit erreicht man die Sicherheit der Kommunikation.

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/...
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23.05.2010 00:16 Uhr von alphanova
 
+9 | -1
 
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@KronenPils: Ich glaube, du verwechselst mich mit Alphan
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23.05.2010 01:34 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -0
 
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abhörsicheres Kommunikationssystem: Dafür ist schon mal jemand gestorben....und dessen System war sehr viel einfacher...
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23.05.2010 21:46 Uhr von CHR.BEST
 
+1 | -0
 
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Interessant: Aber sieht man den Aufwand, so läßt sich so ein Vorgang wohl nur unter Laborbedingungen realisieren.
Es steht auch nichts darüber geschrieben, wie die gespeicherte Information wieder ausgelesen werden soll.

Und was mich als Laie besonders interessiert: Ist man dem Ziel, einen optischen Computer zu bauen, in den letzten 20 Jahren denn nun schon wirklich näher gekommen?

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