Berlin/Hinterbrühl: Mit Papier und Bleistift gegen das Missbrauchs-Trauma
Das niederösterreichische Heilpädagogische Zentrum Hinterbrühl stellt zusammen mit dem Vivantes Klinikum Friedrichshain in Berlin in einer Wanderausstellung Bilder aus, auf denen missbrauchte und traumatisierte Kinder ihre Geschichte zum Ausdruck gebracht haben.
Kinder malen die Erfahrungen, die sie gemacht haben, oft als Monster auf. Zum Beispiel als Oma-, Opa-, Vater- oder Blutmonster. Während der Behandlung rücken die Monster auf den gemalten Bildern dann oft an den Rand des Bildes. Oft zeigen die Bilder aber auch schockierenden Symbolismus.
Zum Beispiel eine Figur ohne Körper, bei der das "verletzte" Körperteil einfach weggelassen wurde. Ärzte haben Hoffnung, dass die jüngsten Aufdeckungen an Missbrauchsfällen die Öffentlichkeit sensibilisieren und die Gefahr, dass nicht behandelte Opfer zu Tätern werden, verringern.