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Stralsund: Forscher finden Massengrab aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Archäologen sind in der südlichen Altstadt von Stralsund offenbar auf ein Massengrab aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) gestoßen. Laut dem zuständigen Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege handelte es sich dabei allerdings nicht um eine konventionelle, christliche Bestattung.

Die Ausrichtung der Skelette spricht nach Meinung der Experten eher für eine Notbestattung. Erste Altersbestimmungen von Grabbeigaben konnten auf das 17. Jahrhundert datiert werden - eine Zeit, in der Stralsund von vielen Armeen belagert wurde, unter anderem von Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg.

Das Fehlen sogenannter Pfeifenspuren an den Zähnen der sterblichen Überreste deutet jedoch darauf hin, dass die Toten keine Soldaten waren. Möglicherweise sind es Opfer der Pest, die in der Region um das Jahr 1629 wütete. Weitere Untersuchungen am Fundort könnten genaueren Aufschluss darüber geben.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Zeit, Stralsund, Massengrab
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.05.2010 16:48 Uhr von alphanova
 
+6 | -1
 
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Das wird nicht der letzte Fund dieser Art gewesen sein. Unter den historischen Altstädten und mittelalterlichen Befestigungsanlagen verbergen sich höchstwahrscheinlich noch viele andere archäologische Schätze - nicht nur in Stralsund.
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20.05.2010 17:40 Uhr von McFlyHH
 
+4 | -1
 
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Pfeifenspuren? Was sind denn Pfeifenspuren in den Zähnen?
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20.05.2010 18:07 Uhr von alphanova
 
+6 | -0
 
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@McFlyHH: Laut Quelle entstehen durch langjähriges Pfeife-Rauchen charakteristische Rillen und Lücken in den Zähnen, die durch das Mundstück der Pfeife verursacht werden. Das war damals typisch für Soldaten.

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