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Gerichtsurteil: Scientologin darf als Tagesmutter arbeiten (Update)

Im Streit zwischen einer Scientologin und dem Stadtjugendamt in München (ShortNews berichtete) hat nun der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass die Frau trotz Mitgliedschaft in der Sekte weiterhin als Tagesmutter arbeiten darf.

Die 38-Jährige bekam als Auflage genannt, den Eltern der betreuten Kinder die Scientology-Mitgliedschaft nicht zu verheimlichen und sich zu verpflichten, keine "scientologischen Methoden oder Techniken" an die Kinder weiterzugeben.

Unter diesen Vorlagen ist es ihr gestattet, weiterhin ein Jahr lang als Tagesmutter tätig zu sein. Nach Ablauf des Jahres wird neu über den Fall entschieden. Oberlandesanwalt Gerhard Pfauser machte deutlich, dass das Urteil eine Einzelentscheidung sei, Scientology gelte weiterhin als Gefahr.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Scientology, Sekte, Gerichtsurteil, Tagesmutter, Stadtjugendamt
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.05.2010 13:52 Uhr von mozzer
 
+8 | -4
 
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Kein schlechtes Urteil. Mit Kontrollen kann man ja sehen, ob die Frau die Sekte aus ihrer Arbeit raushält und dann ist es ja okay.
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20.05.2010 14:07 Uhr von Jerry Fletcher
 
+4 | -7
 
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ja und: is ne sekte wie jede andere
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20.05.2010 15:16 Uhr von JohnDoe089
 
+2 | -3
 
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Nüchtern und sachlich: Ist das rein rechtlich betrachtet nicht irgendwie komisch? Jemand der bei seiner Einstellung durch seine religiöse Überzeugung benachteiligt wird kann dagegen vorgehen und bei der Frau ist es jetzt so das sie Ihre Zugehörigkeit den Eltern mitteilen muss? Gab es da nicht die Geschichte mit dem Kopftuch? Ich weiß garnichtmehr wie es ausgegangen ist aber wo steckt da denn die Logik in der Rechtssprechung? Wenn die Frau BEVOR dieses Verfahren begonnen hätte den Eltern mitgeteilt hätte das Sie Mitglied bei Scientology ist, wäre das wahrscheinlich als Werbung angesehen worden ??? Wiso gibt es da eigentlich kein Grundsatzentscheid? Mitglieder der Scientology müssen bei jeder Bewerbung ob öffentlich oder privat Ihre Zugehörigkeit offen legen, dürfen jedoch nicht über Ihre Überzeugung oder Inhalte sprechen geschweige denn irgendwelche "scientologischen Technologien" anwenden.... wehe da wird ein Wörterbuch in der Kindertagesstätte entdeckt....
Hat die Frau denn überhaupt irgendetwas getan? oder ist dieses Urteil nur deshalb weil sie Mitgliedsbeiträge an Scientology entrichtet? Oder in Ihrer Freizeit dort Kurse belegt? mhhhhh.....
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20.05.2010 15:43 Uhr von NoGo
 
+6 | -1
 
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Scientology: ist keine Religion und daher kann man der Frau alles verbieten / ihr Auflagen machen (nicht Vorlagen, wie im Newstext). Die Politik hat schon öfter darüber beraten, ob man die nicht verbietet. Einige der Praktiken dieser Sekte sind schon ziemlich nah an der Kriminalität und genau da setzen die Richter an.
Oder würdest du deine Kinder in eine Schule schicken, in der z.B. Nazis unterrichten, Johnny?
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20.05.2010 16:33 Uhr von quade34
 
+3 | -3
 
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ich sehe: bei der Sekte eine Gefahr für die frühkindliche Bildung. Aber andererseits werden Mitglieder der demokratiefeindlichen Linken in Kitas, Schulen usw. geduldet.M.E. wird dort ein noch schlimmerer Schaden angerichtet. Wer nicht auf dem Boden des deutschen Grundgesetzes steht, sollte mit Kindern nichts zu tun haben dürfen.
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20.05.2010 16:46 Uhr von JohnDoe089
 
+0 | -2
 
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Gschmäckle: Also ich erinnere mich an Dr. Gerald Willms der es in seinem Buch über Scientology sie unter "Neue Religiöse Bewegung" kategorisiert hat oder bei Wiki: In der Religionswissenschaft wird die Einstufbarkeit als Religion überwiegend bejaht. Selbst wenn man Scientology als Weltanschauung oder Überzeugung ansieht, wäre es mit den Menschenrechten abgedeckt.
Ich frag jetzt nochmal was hat DIESE Frau GETAN ?
Ihr Exmann hat sie ja anscheinend geoutet und aufgrunddessen.... das hat alles a ziemliches Gschmäckle
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20.05.2010 18:12 Uhr von UtaEilzer
 
+2 | -0
 
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Das Kreuz mußte raus: Das christliches Kreuz, das in katholisch geprägten Ländern im Klassenzimmer staatlicher Schulen hängt, ist nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar: Dies hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschieden.

[ nachträglich editiert von UtaEilzer ]
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24.05.2010 19:50 Uhr von Lieberal
 
+0 | -0
 
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absolute Trennung / @UtaEilzer: a)

eine absolute Trennung von Religion und Staat

d.h.

keine Kreuze, Burkas, Kopftücher o.ä.

an staatlichen Schulen, staatlichen

Einrichtungen aller Art

und auch bei Arbeitgebern

keine Gebetsräume, keine Kreuze, keine

Kopftücher am Arbeitsplatz,



b)
Scientology ist keine Kirche

dürfte also auch keine eigenen Kindergärten,

Schulen o.ä betreiben:

es sein denn, als Wirtschaftsunternehmen

so oder so:

sowas muss gekennzeichnet werden

und auch bei solchen müssen staatliche

Überwachungen und Lehrpläne eingeführt

werden

c)
Religion ist Privatsache

sollte aber jmd. auf die Idee kommen, sein

Kind von einer staatlichen Schule zu nehmen

und auf eine wie auch immer gerichtete

religiöse zu schicken:

nur mit staatlicher Überwachung bzw.

einzuhaltenden Lehrplänen und Überprüfung

(es muss auch Darwin, Genetik etc. gelehrt werden)

d)
auf die Art ist jeder Art von religiösem

Fanatismus der Riegel vorgeschoben

e)
zumindest grundlegende staatliche Lehrpläne

für Privatschulen, die es meines Wissens

schon gibt, sollten eine Beeinflussung generell

und egal in welche Richtung verhindern

auch politisch-egal, ob rechts, ob links, ob Bio,..


eigentlich ist das bei Privatschulen schon so:

die müssen staatliche Lehrpläne einhalten und

lehren unter besseren Umständen zusätzliche

Fächer oder Wissen

(Chinesisch, Wirtschaft oder sonst was)

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